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Eurobike 2025: Honda stellt mit Fastport eQuad erstes E-Cargobike vor

Neues Mikromobilitäts-Unternehmen aus dem Honda Innovation Lab: Mit dem E-Cargobike Fastport eQuad reagiert der Autohersteller auf den Lieferboom. Zudem will man beitragen, den Verkehr zu reduzieren. Zwei Versionen, diverse Aufbauten, Tauschakkus und Konnektivität, dazu ein wartungsarmer "Drive-by-Wire"-Antrieb. 

Kreuzung aus zwei Welten: Das eQuad soll automotive Qualitäten ins Cargobike-Business bringen, versprechen die Japaner. | Foto: Honda
Kreuzung aus zwei Welten: Das eQuad soll automotive Qualitäten ins Cargobike-Business bringen, versprechen die Japaner. | Foto: Honda

Der japanische Automobilhersteller Honda hat die Gründung von Fastport bekanntgegeben, einem neuen B2B-Unternehmen, das mit innovativen Mikromobilitätslösungen die Logistik auf der letzten Meile transformieren will. Fastport kündigt zur Eurobike 2025 in Frankfurt am Main (25. bis 29. Juni) sein weltweites Debüt und stellt dort sein erstes Produkt vor, den emissionsfreien Prototyp Fastport eQuad. Das vollelektrische Vierrad-Lieferfahrzeug, das für den Einsatz auf Radwegen konzipiert ist, soll es Lieferunternehmen ermöglichen, ihre Logistikabläufe in urbanen Gebieten schnell, effizient und zuverlässig zu gestalten, so das Versprechen der Japaner. Das vierrädrige Lastenrad wird von austauschbaren Honda Mobile Power Pack (MPP) Batterien mit Energie versorgt und verfügt über Funktionen von Software-definierten Fahrzeugen (SDV). Es soll helfen, Staus in Städten zu verringern und die steigende Nachfrage der Verbraucher nach schnelleren und häufigeren Lieferungen zu bewältigen, heißt es.

Die Zustellung auf der letzten Meile ist zu einem der komplexesten und teuersten Abschnitte der Logistikkette geworden, skizziert der Hersteller den Hintergrund. Man wolle diesen Bereich mit dem speziell entwickelten Mikromobilitätsfahrzeug "revolutionieren". Das Modell soll die Basis bilden für weitere Mobilitätsprodukte. Die Gründung von Fastport soll den Zugang in einen neuen Markt für Mikromobilität in Europa und Nordamerika eröffnen. Die Auslieferung von ersten Editionsfahrzeugen soll Ende 2025 beginnen, der Start der allgemeinen Serienproduktion ist für den Sommer 2026 vorgesehen.

Kettenloser Antrieb ist selbstverständlich

Ausgestattet ist das Lasten-Quad wie mittlerweile gängig mit einem Pedal-by-Wire-Antriebsstrang und leicht austauschbaren, wiederaufladbaren Batterien. In Summe soll ein ein komfortables, kraftvolles und leises Fahrerlebnis ohne CO2-Emissionen entstehen. Das Modell verfügt über Energiespartechnologien wie ein regeneratives Bremssystem sowie automatische Parkbremsen für mehr Sicherheit. Ein Verdeck mit UV-Beschichtung und optionaler Keramiktönung, eine Belüftung im Innenraum und eine vollwertige Windschutzscheibe sollen den Komfort für den Fahrer erhöhen. Das Chassis-Design in Kombination mit integrierten Komponenten und Honda-Technik soll eine ruhige Fahrt selbst auf unebenen Straßenoberflächen sicherstellen.

    Große und kleine Ladecontainer

    Der Anbieter will große und kleine Versionen sowie Ladecontainer anbieten, die auf die regionalen Kundenbedürfnisse in Europa und Nordamerika zugeschnitten sind. Das modulare Design soll eine individuelle Anpassung der Fahrzeuglänge für eine Vielzahl von Einsatzzwecken erlauben, etwa die Zustellung von Paketen, Lebensmitteln und kleinen Sendungen. In Verbindung mit dem „Fleet-as-a-Service“-Geschäftsmodell (FaaS) sollen Unternehmen ihre Liefervorgänge optimieren und gleichzeitig Kosten gegenüber dem Betrieb einer herkömmlichen Lieferflotte einsparen können, so das Versprechen.

    „Das Fastport-Team hat unermüdlich an der Entwicklung des Fastport eQuad gearbeitet“, wirbt Jose Wyszogrod, Geschäftsführer und Gründungsmitglied von Fastport. „Als emissionsfreie Alternative zu Lieferwagen löst das Fastport eQuad die Herausforderungen der urbanen Logistik für die letzte Meile, indem es die Bedürfnisse der städtischen Bewohner erfüllt, die eine Lieferung von Paketen, Lebensmitteln und anderen Artikeln auf Abruf erwarten. Der Fastport eQuad basiert auf dem Wissen der Design- und Ingenieurteams von Honda in den USA“. 

      Produktion in den USA

      Das Fastport eQuad wird im Honda Performance Manufacturing Center (PMC) in Ohio produziert, einer Spezialanlage für die Fertigung kleiner Stückzahlen, in der Teile aus dem In- und Ausland verwendet werden. Seit der Eröffnung im Jahr 2016 ist das PMC für die Produktion des Supersportwagens Acura NSX, mehrerer Acura PMC Editionsmodelle, des Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugs CR-V e:FCEV sowie der Rennwagen von Honda Performance Development verantwortlich. Das PMC und seine erfahrenen Produktionstechniker sind damit besonders gut für die Produktion von Mikromobilitätsfahrzeugen geeignet, die spezielle Montageprozesse erfordern. Die Firma Fastport ist aus dem Honda New Business Innovation Lab bei American Honda Motor Co., Inc. in Torrance, Kalifornien entstanden. Der Autohersteller hatte ein Team aus Forschern, Designern und Ingenieuren aus seinen US-Betrieben zusammengestellt, um mit großen globalen Logistikunternehmen zusammenzuarbeiten.

      Die FaaS-Plattform von Fastport umfasst Software-definierte Funktionen, darunter austauschbare Batterien, Ladecontainer, Service- und Wartungspläne sowie KI-gestützte Armaturentafeln mit Echtzeit-Daten, die das Fahrer- und Flottenmanagement verbessern sollen. Mittels Konnektivität und Over-the-Air-Software-Updates verspricht man einen sicheren und leistungsstarken Zugriff auf Cloud-basierte Dienste und einen kontinuierlichen Mehrwert und Verbesserungen über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs. Dem Vernehmen nach arbeitet der Honda-Ableger bereits mit großen Logistik- und Lieferunternehmen in Europa und Nordamerika zusammen, um vor dem Produktionsstart im nächsten Jahr Pilotprogramme durchzuführen.

      Fastport eQuad Prototyp – Fahrzeugspezifikationen eQuad:

      • Groß: Länge/Höhe/Breite: 3,65x2,1x1,2 m
      • Klein: Länge/Höhe/Breite: 3,4x2,1x1 m 
      • Große Ladebox: Länge/Höhe/Breite: 2.389x1.525x1.216 mm
      • Kleine Ladebox: Länge/Höhe/Breite: 1.905/1.460/975 mm
      • Maximale Nutzlast: Groß: 295 kg; Klein: 145 kg
      • Höchstgeschwindigkeit: 20 km/h
      • Reichweite bei maximaler Nutzlast: Groß: Bis zu 37 km, je nach Nutzlast; Klein: steht noch nicht fest