Ecooltec TM182: Lebensmittelhändler Ferdinand Bierbichler spart hunderte Tonnen CO2 ein
Geschäftsführer Michael Reiserer vom Lebensmittelhändler Ferdinand Bierbichler aus dem oberbayrischen Stephanskirchen zieht eine erste Bilanz zum Einsatz der Transportkälteanlage TM182 von Ecooltec. Demnach sparen die zwölf damit ausgerüsteten, 2022 angeschafften Lkw ü mit Multitemp-Aufbau ber die Haltedauer von jeweils acht Jahren knapp 780 t CO2-Äquivalent ein. Darüber hinaus verringert sich der Dieselverbrauch der Fahrzeuge um bis zu 2 l/100 km.
R410A-Anlagen: CO2-Fußabdruck von 278 Berufspendlern
In die Ersparnis eingerechnet ist ausschließlich das geringere Treibhausgaspotenzial der natürlichen Kältemittel CO2(R744, GWP 1) und Propen (R1270, GWP 3) im Vergleich zum F-Gas R410A (GWP 2.088), das in den Systemen der übrigen Lkw zum Einsatz kommt. Pro Fahrzeug mit der Referenzanlage ergibt das einen CO2-Ausstoß von 35.078 kg CO2e über die Haltedauer von acht Jahren, was sich auf zwölf Fahrzeuge bezogen auf CO2-Belastungen von knapp 421 t addiert, die durch den Einsatz der Ecooltec TM182 vermieden werden. Das entspricht in etwa dem durchschnittlichen jährlichen CO2-Fußabdruck von 278 Berufspendlern in Nordrhein-Westfalen.
Würde die Erstbefüllung durch einen Schaden vollständig entweichen oder beim Service nicht recycelt werden, gelangen zusätzlich je Fahrzeug und über acht Jahre 30 t CO2e in die Atmosphäre. So entstünde eine Gesamtbelastung von rund 780 t CO2e. Demgegenüber steht eine Erstbefüllung der Ecooltec TM182 mit 1,4 kg R1270 und einem Kilogramm R744 mit einem CO2e von insgesamt rund 4 kg und eine vernachlässigbare Menge an CO2e durch Leckage, da der Kältekreislauf hermetisch ausgeführt ist.
Kraftstoffverbrauch der Lkw mit TM182 bis zu 8 % niedriger
In diesem Vergleich ist aber noch nicht die hohe Energieeffizienz der rein elektrisch über den Ecooltec-eigenen Generator am Lkw-Motor angetriebenen TM182 gegenüber herkömmlichen, ebenfalls rein elektrisch angetriebenen Transportkältemaschinen berücksichtigt. Dank des hohen Wirkungsgrads ist der Energieverbrauch der Ecooltec-Anlage trotz ihrer enormen Leistungsstärke wegen des effizienten, kälteerzeugenden Prozesses dank natürlicher Kältemittel mit ihrer hohen volumetrischen Kälteleistung sowie der sorgfältigen Auswahl und Auslegung der Anlagenkomponenten geringer als bei Systemen mit synthetischen Kältemitteln. Das belegen laut Fuhrparkleiter Fritz Taucher die Verbrauchsaufzeichnungen von Ferdinand Bierbichler. Demnach benötigen die Lkw mit der TM182 auf gleicher Route und bei derselben Zahl an Türöffnungen im Durchschnitt bis zu zwei Liter weniger Diesel pro 100 km als die Fahrzeuge mit der elektrisch angetriebenen Referenzanlage – ein Verbrauchsvorteil von rund 8 %. Bei einer jährlichen Laufleistung von rund 60.000 km ergibt sich über die Haltedauer von acht Jahren und bei insgesamt zwölf Lkw ein um 304 t geringerer CO2-Ausstoß. Somit ergibt sich eine Gesamtersparnis von bis zu 1.076 t CO2. Der geringere Verbrauch ergibt zudem einen Kostenvorteil von knapp 1.900 Euro pro Fahrzeug allein im Jahr 2024, der wegen der CO2-Besteuerung über die Jahre weiter steigt.
60 bis 80 % weniger Energieverbrauch als Verbrennerantrieb
Noch größer würde der Vorteil gegenüber einer dieselbetriebenen Transportkälteanlage ausfallen. Durch den am Lkw-Motor angebrachten Generator kommt das Ecooltec-System bei gleicher Kälteleistung mit 60 bis 80 % weniger Energie aus als eine Anlage, die von einem autarken Dieselmotor angetrieben wird. Weiterhin wirkt sich das geringe Gewicht der Anlage positiv auf den Verschleiß der Reifen an der Vorderachse aus.
„Das Verschleißbild ist viel besser, insbesondere an den Reifenflanken. Wir verzeichnen eine bis zu 20.000 km höhere Laufleistung“, erklärt der Fuhrparkleiter.
Natürliche Kältemittel: nachhaltig, wirtschaftlich und auf Dauer verfügbar
Geschäftsführer Michael Reiserer ist mit diesen Werten sehr zufrieden und sieht seine Investitionsentscheidung bestätigt. Denn Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Teil der Unternehmensstrategie von Ferdinand Bierbichler. Zum ständigen Verbesserungsprozess gehört auch die Anschaffung immer modernerer Fahrzeug- und Transportkältetechnologie.
Für die Beschaffungsstrategie des Firmenchefs ist zudem entscheidend, dass natürliche Kältemittel – anders als F-Gase – in der Atmosphäre keine gesundheitsschädlichen PFAS erzeugen und auf Dauer einsetzbar sind, während die Verfügbarkeit synthetischer Kältemittel durch die zu Jahresbeginn nochmals verschärfte F-Gas-Verordnung zunehmend eingeschränkt wird und deren Preise steigen. Er lobt weiterhin die geringen Geräuschemissionen, die den Fahrern ein komfortables Arbeiten ermöglichen und Anlieferungen in städtischen Gebieten für die Anwohner angenehmer gestalten.