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DeltaPort: Landstromanlagen für Binnenschiffe errichtet

Die DeltaPort GmbH und Co. KG rüstet ihre Häfen mit Landstromanlagen aus, um den Abgas- und Lärmausstoß anliegender Güterbinnenschiffe zu reduzieren.

Dieter Thurm, technischer Leiter und Prokurist der DeltaPort GmbH & Co. KG, freut sich über die neuen Landstromanlagen für Binnenschiffe im Stadthafen Wesel sowie im Rhein-Lippe-Hafen Wesel. Foto: DeltaPort Niederrheinhäfen GmbH
Dieter Thurm, technischer Leiter und Prokurist der DeltaPort GmbH & Co. KG, freut sich über die neuen Landstromanlagen für Binnenschiffe im Stadthafen Wesel sowie im Rhein-Lippe-Hafen Wesel. Foto: DeltaPort Niederrheinhäfen GmbH

Der europäische Binnenhafenverbund, der im „EcoPort“-Netzwerk zertifiziert ist, setzt nach eigenen Angaben mit der Errichtung neuer Landstromanlagen im Stadthafen Wesel und im Rhein-Lippe-Hafen Wesel ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Die Landstromanlagen würden durch die Stadtwerke Wesel nachhaltig mit 100 Prozent Ökostrom betrieben, hieß es. Im nächsten Schritt soll auch der Hafen Voerde-Emmelsum mit Landstromanlagen ausgestattet werden. Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort-Häfen:

„Die Errichtung von Landstromanlagen ist ein entscheidender Schritt hin zu einer nachhaltigen Zukunft der Häfen.  Des Weiteren ist eine Versorgung der Binnenschiffe mit Elektrizität vom Land ein wichtiges Element zur Vermeidung von Abgas- und Lärmemissionen.“

Die Landstromanlagen wurden im Rahmen der Bundes- und Landesförderung „Errichtung von Landstromanlagen für gewerbliche die Binnenschifffahrt“ errichtet. Mit diesen Zuwendungen sei die Umsetzung eines Projekts ermöglicht worden, das nicht nur den Hafenbetrieb modernisiere, sondern auch ein klares Signal für den Einsatz regenerativer Energien im Binnenhafenbereich setze. Dieter Thurm, technischer Leiter und Prokurist von DeltaPort, freue sich „über den nächsten wichtigen Schritt zur Förderung einer zukunftsfähigen und emissionsärmeren Rheinschifffahrt“.

Vier Umschlagplätze
Im Stadthafen Wesel wurden im Kaibereich insgesamt vier Umschlagplätze identifiziert, die für eine Landstromversorgung geeignet sind. Diese Bereiche, die mit mobilen Krananlagen für Schüttgüter ausgestattet sind, wurden laut DeltaPort mit jeweils einer modernen Landstromsäule versehen.

Leerrohrsysteme als Grundlage für die nun errichteten Anlagen habe man im Rahmen der Sanierung beziehungsweise Errichtung der Hafenanlagen bereits seit 2013 installieren lassen, hieß es. Durch deren Nutzung konnten die Tiefbauarbeiten reduziert werden.

Im Rhein-Lippe-Hafen Wesel befinden sich drei Umschlagplätze, die unterschiedliche Anforderungen aufweisen. So sind zwei der Plätze mit mobilen Krananlagen ausgestattet und wurden nach eigenen Angaben mit je einer Landstromsäule ausgerüstet. Am dritten Umschlagplatz, der über einen Schwerlastkran verfügt und auf die Wasserfläche gefahren werden kann, wurden aufgrund der spezifischen Anforderungen zwei Landstromsäulen installiert.

Der Hafenverbund, zu dem der Stadthafen Wesel, der Rhein-Lippe-Hafen Wesel und der Hafen Voerde-Emmelsum gehören, hat sich mit dem Hafen Emmerich und dem NIAG-Hafen in Rheinberg-Orsoy zu den DeltaPort Niederrheinhäfen zusammengeschlossen. Gemeinsam treibt der Hafenverbund Projekte für eine klimafreundliche Transformation der Logistik voran.