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Carwow: Koalitionsvertrag klares Signal für E-Mobilität - stärkere Förderung günstiger Modelle nötig

Koalitionsvertrag setzt klares Zeichen für E-Mobilität: Die Online-Fahrzeugplattform begrüßt geplante Fördermaßnahmen, fordert aber mehr Einsatz für erschwingliche E-Mobilität, von Seiten der Politik, aber auch der Hersteller. Das Interesse sei kundenseitig vorhanden, jede dritte Anfrage mit E-Auto-Bezug. Mehrpreis derzeit bei 15 Prozent.

Stromer fürs Volk: Die Online-Plattform Carwow fordert stärkere Förderung günstiger Elektromodelle, von denen es zudem noch zu wenige gibt, wie etwa den Leapmotor T03, den es mittlerweile in Deutschland über das Stellantis-Netzwerk unter 20.000 Euro zu kaufen gibt. | Foto: Leapmotor
Stromer fürs Volk: Die Online-Plattform Carwow fordert stärkere Förderung günstiger Elektromodelle, von denen es zudem noch zu wenige gibt, wie etwa den Leapmotor T03, den es mittlerweile in Deutschland über das Stellantis-Netzwerk unter 20.000 Euro zu kaufen gibt. | Foto: Leapmotor

Der Online-Fahrzeugplattformbetreiber Carwow hat die angekündigten Maßnahmen zur E-Mobilität im Koalitionsvertrag von Union und SPD begrüßt. Für den Firmen-CEO Philipp Sayler von Amende sind diese Maßnahmen ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen und sozial gerechten Mobilitätswende. Die künftige Bundesregierung bekenne sich damit deutlich zur Förderung der Elektromobilität. Neben steuerlichen Anreizen und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur seien auch gezielte Unterstützungsmaßnahmen für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen avisiert. 

"Steuerliche Vorteile, gezielte Kaufanreize und der Ausbau der Ladeinfrastruktur sind dringend notwendige Schritte, um den Wandel hin zu klimafreundlicher Mobilität in Deutschland voranzutreiben. Besonders wichtig ist dabei das angekündigte Förderprogramm für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen. Elektromobilität darf kein Privileg für Wenige sein - sie muss für alle erschwinglich und zugänglich werden", appellierte Sayler von Amende. 

Aktuell liegt laut der Plattform der durchschnittliche Preisunterschied zwischen Elektroautos und vergleichbaren Verbrennermodellen bei etwa 15 Prozent. Während E-Autos im Schnitt rund 41.000 Euro kosten, liegen Verbrenner bei etwa 35.000 Euro, basierend auf den tatsächlichen Transaktionspreisen auf carwow.de, wobei die Listenpreise abweichen können. Besonders deutlich zeigt sich der Unterschied in der Einstiegsklasse: Unterhalb von 20.000 Euro gibt es derzeit nur zwei vollelektrische Modelle (Dacia Spring & Leapmotor T03), während in dieser Preisklasse 29 Verbrennermodelle verfügbar sind, darunter beliebte Fahrzeuge wie der Dacia Duster, Opel Corsa oder Skoda Fabia. Auch im Bereich von 20.000 bis 30.000 Euro zeigt sich ein starkes Ungleichgewicht: Hier stehen 21 Elektroautos 88 Verbrennern gegenüber. Diese Lücke müsse durch gezielte Förderung geschlossen werden, fordert der Anbieter. 
 

Das Interesse ist weiter vorhanden - und war schon mal höher

Die Daten zeigen auch, dass das Interesse grundsätzlich vorhanden ist: Rund ein Drittel aller Anfragen auf der Plattform beziehen sich bereits auf Elektrofahrzeuge. Der Wert lag in der Vergangenheit sogar noch deutlich höher. Während der letzten Förderphase, die abrupt im Dezember 2023 beendet wurde, betrug der Anteil der auf der Plattform konfigurierten Elektrofahrzeuge über 40 Prozent, in Spitzenzeiten sogar bei über 50 Prozent. Aus Sicht der Onlineplattform zeige das deutlich, dass verlässliche und niedrigschwellige Förderstrukturen unmittelbaren Einfluss auf die Kaufentscheidung haben.

"Wir erleben täglich, wie wichtig Transparenz und Planbarkeit für Verbraucher*innen sind, die über einen Umstieg nachdenken. Deshalb ist es entscheidend, dass die angekündigten Maßnahmen jetzt zügig und unbürokratisch umgesetzt werden", forderte Sayler von Amende. 

Aus Sicht von Carwow seien sinnvoll eine stärkere Förderung von Elektroautos in der Einstiegs- und Kompaktklasse vor allem direkt für Privatkund*innen, ein vereinfachter, digitaler Zugang zu Förderprogrammen für Privatkund*innen sowie ein beschleunigter Ausbau des Schnellladenetzes, besonders in ländlichen Regionen Förderung der Strompreise an öffentlichen Ladenetzen.