BUS

BVG startet Bau eines zukunftsweisenden E-Bus-Betriebshofs in Marienfelde

Berlin erhält eine der modernsten Infrastruktur für den Busbetrieb. Der neue E-Bus-Betriebshof wird mit innovativen Lade-, Werkstatt- und Verwaltungstechnologien ausgestattet und trägt maßgeblich zur Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs in der Hauptstadt bei.

Ingo Hiller (Projektleiter Zech Bau), Henrik Falk (Vorstandsvorsitzender der BVG), Ute Bonde (Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) und Alexander Bonk (Projektleiter BVG) bei der heutigen Grundsteinlegung des neuen Bus-Betriebshofs in der Säntisstraße. | Foto: BVG
Ingo Hiller (Projektleiter Zech Bau), Henrik Falk (Vorstandsvorsitzender der BVG), Ute Bonde (Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) und Alexander Bonk (Projektleiter BVG) bei der heutigen Grundsteinlegung des neuen Bus-Betriebshofs in der Säntisstraße. | Foto: BVG

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben den Bau ihres ersten neuen Bus-Betriebshofs seit 60 Jahren gestartet. Der neue Standort in der Säntisstraße im Berliner Stadtteil Marienfelde wird künftig als zentrale Basis für den Betrieb von Elektrobussen dienen.

Infrastruktur für Elektromobilität

Der Betriebshof wird auf einer Fläche von 6,6 Hektar errichtet und mit modernster Infrastruktur ausgestattet. Geplant sind unter anderem eine Werkstatt, Verwaltungsgebäude, Ladebrücken und High-Power-Charger für schnelles Laden der Busse. Für den Betrieb von bis zu 220 Elektrobussen wird der Standort mit automatisierten Ladetechnologien ausgestattet. Die Busse sollen über Pantografen auf dem Dach automatisch mit Strom versorgt werden.

„Dieser Betriebshof ist ein Meilenstein auf dem Weg, den Anschluss an die Zukunft zu sichern. Endlich schaffen wir die Infrastruktur für stabile Mobilität, saubere Luft und moderne Arbeitsplätze, die Berlin verdient hat. Unser siebter Bus-Betriebshof wird ein wichtiger Pfeiler für Stabilität im Bussystem und eindrucksvoll zeigen, was ein halbes Jahrhundert an technischen Neuerungen gebracht hat. Er wird die Messlatte für künftige Projekte neu definieren”,

sagt Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG.

Ziel der BVG: Elektrifizierung der Busflotte

Bereits heute betreibt die BVG eine der größten E-Bus-Flotten Deutschlands mit rund 280 Fahrzeugen. Bis 2027 soll etwa ein Drittel der gesamten Flotte von rund 1.500 Bussen elektrisch betrieben werden. Langfristig plant die BVG, die gesamte Flotte bis Anfang der 2030er-Jahre emissionsfrei zu betreiben. Der Neubau des Betriebshofs in der Säntisstraße sowie weiterer geplante E-Busbetriebshöfe in Berlin sollen die notwendigen Kapazitäten für dieses Ziel bereitstellen.

Optimierung des Betriebs durch Digitalisierung

Ein zentrales Element des neuen Betriebshofs ist die Einführung eines automatisierten Betriebshofmanagementsystems. Dieses System soll den Fahrzeugeinsatz, die Abstellung, Ladevorgänge sowie Serviceintervalle optimieren und so zur Effizienz und Stabilität des Busbetriebs beitragen.

Verbesserte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden

Der neue Betriebshof wird auch einen modernen Arbeitsplatz für rund 180 Mitarbeitende bieten. Neben den betrieblichen Einrichtungen sind auch Sozialräume, ein Fitnessstudio und ein öffentlich zugänglicher Löschwasserteich geplant, der den Standort zu einem attraktiven Arbeitsumfeld machen soll.

Ausbau der Ladeinfrastruktur in Berlin

Parallel zum Neubau des Betriebshofs wird die BVG auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Berlin vorantreiben. Geplant ist, bis zu 36 Endhaltestellen mit Ladesäulen auszustatten, um die Elektromobilität im gesamten Stadtgebiet zu fördern.

Meilenstein für die Dekarbonisierung des Verkehrs

Mit dem Bau des neuen Betriebshofs setzt die BVG ein wichtiges Zeichen für die Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs in Berlin. Der Betriebshof wird nicht nur eine zentrale Rolle im weiteren Ausbau der Elektromobilität spielen, sondern auch einen Beitrag zur Reduktion von Emissionen und Lärm im Stadtverkehr leisten.