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Bühne Baden: „Die Zirkusprinzessin“ startet die Sommersaison

Die Operette in drei Akten von Julius Brammer und Alfred Grünwald mit der Musik von Emmerich Kálmán feiert am 21. Juni 2025 um 19 Uhr in der Sommerarena Premiere.

Clemens Kerschbaumer und Sieglinde Feldhofer sind ab dem 21. Juni 2025 in „Die Zirkusprinzessin“ auf der Bühne Baden zu sehen. (Foto: Lalo Jodlbauer/Büro mit Aussicht)
Clemens Kerschbaumer und Sieglinde Feldhofer sind ab dem 21. Juni 2025 in „Die Zirkusprinzessin“ auf der Bühne Baden zu sehen. (Foto: Lalo Jodlbauer/Büro mit Aussicht)

„Alles nur pour l‘amour“ heißt es ab 21. Juni in der Sommerarena, wenn die Bühne Baden mit einem besonderen Operettenschatz die Sommersaison in der stimmungsvollen Sommerarena im Kurpark eröffnet: Emmerich Kálmáns Operette „Die Zirkusprinzessin“ will nicht nur mit eingängigen Melodien, mit Schmiss und Farbeinreichtum in den Harmonien bezaubern, sondern vor allem auch mit einer Handlung, in der sich das Publikum selbst wiederfinden kann. Denn Isabella Gregor widmet sich in ihrer Inszenierung ganz gezielt den Fragen, die heute aktueller sind denn je: Welche Masken tragen wir? Mit welchen Identitäten spielen wir, was gaukeln wir vor, und wer sind wir hinter unserer Fassade eigentlich wirklich?

Verwirrspiel rund um verbotene Liebe und gekränkten Stolz

Im Verwirrspiel rund um verbotene Liebe und gekränkten Stolz sind Sieglinde Feldhofer bzw. Ivana Zdravkova als Fürstin Fedora Palinska zu sehen, die sich in einen vermeintlichen Prinzen (Clemens Kerschbaumer) verliebt. In Wahrheit ist der Prinz aber niemand anderer als der geheimnisumwitterte Kunstreiter Mister X im Zirkus von St. Petersburg, der stets nur in schwarzer Maske auftritt… Doch er ist keineswegs der einzige in diesem Operettenklassiker, der ein Geheimnis mit sich trägt. In weiteren Rollen sind Ricardo Frenzel Baudisch als Toni Schlumberger, Elisabeth Schwarz bzw. Victoria Sedlacek als Miss Mabel Gibson, Marco Di Sapia, Verena Scheitz bzw. Lilly Kugler-König, Oliver Baier, Susanna Hirschler zu sehen.

Zirkusakrobatik und mitreißende Tanzeinlagen

Mit jeder Menge Zirkusakrobatik und mitreißenden Tanzeinlagen (Choreographie: Anna Vita und Patricia Brandao Moura), mit humorvollen Kostümen und einem allgegenwärtigen X auch im stimmungsvollen Bühnenbild (Ausstattung: Ulv Jakobsen) verspricht „Die Zirkusprinzessin“ kurzweilige und zauberhafte Unterhaltung. Die musikalische Leitung dieser dicht und voll instrumentalisierten Operette liegt in den bewährten Händen von Oliver Ostermann.

  • Premiere: 21. Juni 2025 um 19 Uhr in der Sommerarena
  • Weitere Vorstellungstermine: 22., 26. und 29. Juni, 5., 6., 11., 19. und 26. Juli sowie 6., 22. und 29. August 2025

Zum Inhalt

Wer hat noch nie mit der eigenen Identität gespielt, versucht, etwas zu verbergen, ein Bild nach außen zu tragen, das mit dem im Inneren wenig zu tun hat? In „Die Zirkusprinzessin“ geht es genau um diese Geheimnisse, aber auch um den eigenen Stolz und die ewige Frage der Doppelmoral.

„Die Fürstin bewundert einen Artisten, als ernsthaften Partner würde sie ihn aber aus Standesgründen nicht in Erwägung ziehen“, so Isabella Gregor, die Kálmáns Operette in der Sommerarena inszeniert und dabei neben der bunten Zirkuswelt besonderen Wert auf die Zeichnung der Figuren legt. „Ihr unreflektierter Stolz verhindert ihre eigene Wahrnehmung, und das führt wiederum zu Vorurteilen und inadäquatem Umgang mit anderen Menschen. Und Mister X, der Kunstreiter, der stets nur maskiert auftritt, hat das Rätsel um seine Identität zu einer eigenen Kunstform erhoben; ein Geheimnis, das er nach einer tiefen Verletzung regelrecht kultiviert.“

Alle Figuren in diesem Stück haben ihre Geheimnisse, sind nicht nur anderen, sondern manchmal auch sich selbst ein Rätsel – und genau das macht für die Regisseurin den Reiz des Stoffes aus.

„Sich zu maskieren, eine Rolle zu spielen: Das ist nicht nur im Zirkus ein Thema, sondern es ist gerade in Zeiten von Social Media aktueller denn je.“ (Isabella Gregor)

Die Sommerarena birgt besondere Herausforderungen für das Leading Team. So setzen Isabella Gregor und Bühnenbildner Ulv Jakobsen auf trennende und verbindende Räume und ein bewusstes Spiel mit dem Buchstaben X, aber natürlich auch auf Phantasie und Magie. „Die Zirkusprinzessin“ ist ein Stück voller Geheimnisse und Fassaden, die letzten Endes bröckeln müssen. Deshalb reicht Isabella Gregor in ihrer Interpretation die zentrale Frage auch an ihr Publikum weiter: „Wer bist du?“