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Bauma 2025: Chinas Einfluss wächst – aber nicht grenzenlos

Die Bauma 2025 verdeutlicht Chinas wachsende Rolle im Baumaschinensektor. Dennoch gibt es Grenzen, insbesondere beim Export großer Maschinen.
Sorgte 2012 für große Wellen: Die Übernahme von Putzmeister durch Sany. | Foto: G. Soller
Sorgte 2012 für große Wellen: Die Übernahme von Putzmeister durch Sany. | Foto: G. Soller

China drängt auf die internationalen Märkte – allerdings nicht überall. Der Grund hierfür ist: In der Baubranche dominieren große Produkte, die viel Stahl brauchen und nicht einfach in Container gepackt werden können. Und da Stahl auch in China Weltmarktpreise kostet und der Versand der ganz großen Stücke teuer ist, schmilzt der Wettbewerbsvorteil der günstigeren Arbeitskräfte hier auf ein niedrigeres Niveau.

Trotzdem kann China hier mit Expertise klotzen, vor allem im Segment des Betonbaus und -gusses. Sodass es nicht verwundert, dass der Betonpumpenhersteller Putzmeister mittlerweile zum chinesischen Konkurrenten Sany gehört. Aber auch Unternehmen wie Zoomlion, ebenfalls im Betonmisch- und -pumpgeschäft zu Hause, treten mittlerweile selbstbewusster auf.

Chinesische Hersteller fanden sich vor allem im Segment der Betonverarbeitung und des Hochbaus

Und so wundert es nicht, dass sich die meisten chinesischen Hersteller im Freigelände im Bereich Betonverarbeitung und Hochbau finden. So hat Autokranhersteller XCMG bereits diverse Kundenfahrzeuge aufgefahren, die in den Niederlanden laufen und LCMG versucht, mit Knicklenkern und Dumpern Kunden zu gewinnen, an ersterem stand am letzten Bauma-Tag auch ein „Sold“-Schild.

Ansonsten begann man hier am Sonntagnachmittag bereits dezent mit dem Abbau – es fanden sich kaum noch (potenzielle) Kunden und Gäste. Viele Produkte (hauptsächlich Krane und Autokrane) stachen dann auch technisch nicht nennenswert heraus, ganz zu schweigen vom Händler- und Servicenetz, das oft mit einzelnen Anbietern startet. Zu wenig im B2B-Geschäft.

Sodass wir hier dezente „Entwarnung“ geben können – gebaut wird in der EU vorerst weiter mit hauptsächlich europäischen Produkten, auch wenn man hier spürt, dass die Baumaschinen- nicht die Lobby der Autoindustrie hat: Neben Liebherr (und Wacker Neuson im Kompaktsegment) als einzigem verbliebenen deutschen Großkonzern dominieren Caterpillar, Hitachi, Komatsu und Volvo. Die Wirtgen-Gruppe gehört seit 2017 bereits zu John Deere – und Putzmeister zu Sany.

Diesen dominanten Firmen gemeinsam sind zahlreiche neue Entwicklungen vor allem im Bereich der Digitalisierung, die durch KI einen weiteren Schub bekommen könnten. Und den Fachkräftemangel am Bau dereinst beheben könnten: Man steckt den Fahrzeugen und Maschinen ihren Bereich ab, programmiert, was zu tun ist – und lässt bauen!

Was bedeutet das?

In der Branche der Baumaschinen und -fahrzeuge steht China nicht ganz so bedrohlich vor den Pforten der EU wie in anderen Segmenten: Denn grundsätzlich gilt: Je kleiner und weniger materialintensiv ein Produkt zu produzieren ist, desto größer ist der Vorteil des Verschiffens im Container und der Materialeinsatz. Sodass umgekehrt gilt: Für einen riesigen Dumper oder Bagger braucht auch China viel Stahl und Schiffskapazität, was die Kostenvorteile der günstigeren Produktion zu einem Gutteil auffrisst.