BUS

2024: Absatz von Bussen steigt EU-weit

Vor allem Italien legte deutlich zu, während in Deutschland ein kleines Minus stand.

Vor allem E-Busse sind die Wachstumstreiber im europäischen Bussegment. (Foto: Bünnagel)
Vor allem E-Busse sind die Wachstumstreiber im europäischen Bussegment. (Foto: Bünnagel)

Die Verkäufe neuer Busse in der EU stiegen 2024 gegenüber 2023 um 9,2 % auf insgesamt 35.579 Einheiten. Italien verbuchte einen zweistelligen Zuwachs von 26,7 %, Spanien einen Anstieg von 10,3 % und Frankreich ein Plus von 2,2 %. In Deutschland hingegen wurde ein Rückgang von 2 % registriert. Das ist das Ergebnis einer Marktbeobachtung des Verbands der europäischen Automobilhersteller (ACEA).

Plus auch bei Transportern – Lkw rückläufig

Im Jahr 2024 stiegen die Neuzulassungen von Transportern in der EU um 8,3 % auf knapp 1,59 Mio. Einheiten, angetrieben durch positive Ergebnisse in allen vier Schlüsselmärkten. Spanien lag mit einem Anstieg von 13,7 % an der Spitze, gefolgt von Deutschland (+8,4 %), Frankreich (+1,1 %) und Italien (+0,9 %). Im Gegensatz zu den Transportern gingen die Neuzulassungen von Lkw in der EU im Jahr 2024 um 6,3 % zurück und beliefen sich auf fast 328.000 Einheiten. Dieses Minus war in erster Linie auf einen Einbruch der Verkäufe von schweren Lkw um 8,5 % zurückzuführen, der jedoch durch einen Anstieg der Zulassungen von mittelschweren Lkw um 5,6 % teilweise wieder ausgeglichen wurde. Von den vier großen Märkten verzeichneten Deutschland (–6,9 %), Frankreich (–2,9 %) und Italien (–0,7 %) Rückgänge, während Spanien einen bemerkenswerten Anstieg von 12 % erzielte.

Neue Nutzfahrzeuge nach Antriebsart

  • Busse: Die Neuzulassungen von E-Bussen in der EU stiegen im Jahr 2024 um 26,8 %, wobei der Marktanteil von 15,9 % auf 18,5 % stieg (inkl. Überland- und Reisebusse). Italien wurde mit einem beeindruckenden Wachstum von 161,7 % zum volumenmäßig größten Markt, während Spanien mit einem Zuwachs von 17,5 % zum viertgrößten Markt für diese Antriebsart aufstieg. Der deutsche Markt zeigte sich ebenfalls robust und wuchs um 4,9 %, während der französische um 11,4 % zurückging. Die Verkäufe von Bussen mit Dieselhybridantrieb gingen um 16,1 % zurück und machten einen Anteil von 9,8 % aus. Die Zulassungen von Dieselbussen stiegen um 11,1 % und steigerten ihren Marktanteil auf 63,1 %, ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zu 2023.
  • Transporter: Dieselfahrzeuge blieben auch im Jahr 2024 die bevorzugte Wahl der Käufer von neuen Transportern in der EU: Die Zulassungen stiegen um 10,5 % auf 1,34 Mio. Einheiten. Durch dieses Wachstum stieg der Marktanteil des Diesels um 1,7 Prozentpunkte auf 84,5 %. Benziner verzeichneten einen Zuwachs von 3 % und stabilisierten sich bei einem Marktanteil von 6 %. Bei den vollelektrischen Transportern war ein deutlicher Rückgang um 9,1 % zu verzeichnen, wodurch ihr Marktanteil von 7,2 % im Vorjahr auf 6,1 % sank. Die Verkäufe von Transportern mit Dieselhybridantrieb gingen ebenfalls um 4,8 % zurück und erreichten nur noch einen Marktanteil von 2 %.
  • Lkw: Trotz eines Rückgangs von 6,2 % dominierten Diesel-Lkw auch im Jahr 2024 mit einem Anteil von 95,1 % an den Neuzulassungen in der EU. Die Zulassungen von elektrischen Fahrzeugen gingen um 4,6 % zurück, wobei ihr Marktanteil mit 2,3 % im Vergleich zum Vorjahr stabil blieb. Die Ergebnisse für vollelektrische Modelle waren in den einzelnen Ländern unterschiedlich: Deutschland (+57,4 %), Italien (+115,2 %) und Schweden (+59,6 %) bilanzierten ein starkes Wachstum, aber diese Zuwächse reichten nicht aus, um die erheblichen Rückgänge in Frankreich (–57,4 %) und den Niederlanden (–42,3 %) auszugleichen.

Über ACEA

Der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) ist der in Brüssel ansässige Handelsverband der 15 größten Pkw-, Transporter-, Lkw- und Bushersteller in Europa. Die ACEA-Nutzfahrzeugmitglieder sind DAF Trucks, Daimler Truck, Ford Trucks, die Iveco Group, MAN Truck & Bus, Scania, Volkswagen Nutzfahrzeuge und die Volvo Group.