ÖBB: Wasserstoffbasierte Schiene in Linz
Am 29. Juli 2025 wurde am Hauptbahnhof in Linz, Oberösterreich, eine Schiene mit wasserstoffbasiertem Einsatzmaterial verlegt. Ziel sei es gewesen, diese mit Netto-Null-CO₂-Emissionen zu produzieren.
Auf diese Weise möchten beiden österreichischen Unternehmen ÖBB und Voestalpine die CO₂-Emissionen der Bahn langfristig weiter senken und den Weg zur klimaneutralen Mobilität weiter voranschreiten, heißt es.
„Jede Bahnfahrt beginnt mit dem ersten Meter Schiene. Diese Reise in eine nachhaltige Mobilitätszukunft hat heute weiter Fahrt aufgenommen. Hier trifft die eine Zukunft die andere Zukunft: Die wasserstoffbasierte Schiene trifft auf den wichtigen viergleisigen Ausbau”, so ÖBB CEO Andreas Matthä.
Grüne Schiene
Gefertigt wurde also eine Schiene mithilfe wasserstoffbasierter Technologie, im Produktionsprozess soll grüner Wasserstoff fossile Brennstoffe im Produktionsprozess ersetzen.
Nach Angaben des Voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner habe man den Weg zur grünen Stahlerzeugung bereits gestartet und schreite ihn weiter voran.
Zugleich werde gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft an unterschiedlichen Technologien geforscht. Die klimaneutrale Schiene bestehe außerdem vollständig aus recyceltem Material und soll so zur Kreislaufwirtschaft beitragen.
Kapazitäten ausbauen
Die in Linz verlegte Schiene wurde im Schienenwalzwerk im steirischen Donawitz produziert und von dort aus innerhalb weniger Stunden an den Linzer Hauptbahnhof geliefert.
Verlegt wurde die Schiene im Zuge der Bauarbeiten bei der Westausfahrt des Linzer Hauptbahnhofs. Bei diesem Abschnitt handle es sich um eine der Schlüsselstellen für den durchgängig viergleisigen Ausbau der Weststrecke von Wien nach Wels.
Durch das Neu- und Ausbauprojekt „Linz Hauptbahnhof Westseite“ sollen nötige Kapazitäten für den zukünftigen Bahnverkehr geschaffen werden, so die Angaben.
„Vier Gleise öffnen den Engpass zwischen Linz und Wels. So entsteht ein besseres Zugangebot im oberösterreichischen Zentralraum“, erklärt Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner.
Gesteigert werden soll sowohl die Anzahl an Personen- als auch an Güterzügen – und für die nötige Kapazität sorge wiederum der viergleisige Ausbau von Linz aus Richtung Wels.