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„Wir brauchen mehr Power, um das Wachstum zu stemmen“

busplaner sprach mit TeleMatrik-Geschäftsführer Linus Gebhardt über die neue Partnerschaft mit dem europäischen Technologieinvestor Volpi Capital.

TeleMatrik-Geschäftsführer Linus Gebhardt: „Wir brauchen mehr Power, um das Wachstum zu stemmen. Volpi Capital war da der perfekte Partner. Ausschlaggebend war nicht das Kapital, sondern ihre Erfahrung darin, strukturiertes Wachstum gezielt zu begleiten.“ (Foto: TeleMatrik)

Sie haben sich die Unterstützung des europäischen Technologieinvestors Volpi Capital gesichert. Wie kam der Deal zustande?

Wir haben in den letzten Jahren viel aufgebaut: ein stabiles System, ein engagiertes Team und eine Kundenbasis, die uns vertraut. Irgendwann war klar: Der Bedarf am Markt wächst schnell, die Anforderungen steigen mit jedem Projekt und wir wollen nicht nur mithalten, sondern einen Schritt voraus sein. Da war für uns klar: Wir brauchen mehr Power, um das Wachstum zu stemmen. Volpi Capital war da der perfekte Partner. Ausschlaggebend war nicht das Kapital, sondern ihre Erfahrung darin, strukturiertes Wachstum gezielt zu begleiten. Außerdem sind sie ein Partner, mit dem man auf Augenhöhe zusammenarbeiten kann. Ihr Credo war bzw. ist: Was braucht ihr, um noch besser zu werden?

Welche Vorteile bietet der Abschluss für Ihr Unternehmen?

Mit Volpi Capital haben wir einen Partner gewonnen, der unsere Werte teilt, unsere Branche versteht und unser Team gezielt stärkt. Was das für uns bedeutet? Produktseitig können wir neue Funktionen wie ChatMatrik MitarbeiterAPP, TachoMatrik Istdatenimport, EC + Kreditkartenbezahlung+ schneller und gezielter entwickeln. Wir bauen unseren Support weiter aus – und erreichen dadurch eine noch bessere Erreichbarkeit und klare Ansprechpartner, die Verantwortung übernehmen. Zur Stärkung unseres Teams lässt sich sagen: Die Gesichter, die unsere Kunden kennen, bleiben. Gleichzeitig wachsen wir gezielt weiter:

  • In Berlin haben wir bereits ein neues Entwicklungsteam aufgebaut
  • Unser Servicebereich wächst weiter
  • Und im Vertrieb suchen wir aktuell nach Verstärkung, um in der gesamten DACH-Region noch präsenter zu werden, nicht nur digital, sondern auch persönlich vor Ort. Denn Nähe entsteht nur durch echte Ansprechpartner, die da sind, wenn man sie braucht

Ich freue mich besonders, dass uns künftig auch FJ Miller als Chairman begleitet, ein erfahrener Unternehmer, der unsere Entwicklung strategisch unterstützt als Impulsgeber für die nächsten Schritte.

Und wie profitieren Ihre Kunden – rund 200 Verkehrsunternehmen in Deutschland und Österreich von privaten Busbetrieben bis hin zu kommunalen Verkehrsträgern – davon?

Die Vorteile für uns sind auch die Vorteile für unsere Kunden. Denn alles, was wir mit Volpi Capital anstoßen – ob neue Funktionen, bessere Strukturen oder mehr Team vor Ort – hat ein Ziel: den Betrieb für unsere Kunden einfacher und verlässlicher zu machen. Ganz konkret heißt das: Neue Funktionen wie z.B. vollumfängliche MitarbeiterAPP, SumUP Bezahlung und Datenauswertungen kommen schneller und orientieren sich noch stärker am Alltag unserer Kunden. Unser Serviceteam wächst, damit wir besser erreichbar sind, feste Ansprechpartner bieten können und Probleme nicht in der Warteschleife verschwinden. Und auch vor Ort bauen wir gezielt aus. In Berlin ist bereits ein neues Technikteam gestartet, weitere Stellen in Vertrieb und Support folgen. Kurz gesagt: Wenn wir wachsen, wachsen unsere Kunden mit.

Welche Updates und Bausteine oder sogar neue Produkte werden Sie in den nächsten Monaten und Jahren auf den Markt bringen? Können Sie uns hierzu schon etwas verraten?

Ein paar Dinge kann ich schon jetzt sagen: Wir bauen gerade unsere neue Mitarbeiter-App weiter aus mit Dienstplan, Urlaubsfunktion, Schadensmeldung und vielem mehr. Alles direkt auf dem Tablet, intuitiv und modular. Außerdem investieren wir stark in E-Bus-Integration in der Planung mit Rückführung der Betriebsdaten: Datenaufbereitung der erfassten Echtzeitdaten und dazu bessere Fahrgastkommunikation. Fuhrparkmanagement für die Optimierung der Fahrbetriebs. Dies ist gerade in kleinen und mittleren Betrieben ein echter Hebel. Was wir dabei nie aus dem Blick verlieren: Jedes neue Feature muss verständlich sein. Sonst nützt es niemandem.

Wird KI für Ihre ÖPNV-System- und -Softwarelösungen in Zukunft eine Rolle spielen?

Ja, mit Augenmaß. Wir glauben nicht an KI als Selbstzweck. Aber überall dort, wo intelligente Algorithmen helfen können, Entscheidungen schneller oder fundierter zu treffen – wie z.B. in der Disposition oder im Daten- sowie Störungsmanagement –, werden wir diese Technologie auch nutzen. Wichtig ist uns: Die Kontrolle bleibt beim Menschen. Wir wollen nicht ersetzen, sondern entlasten. Digitalisierung muss den Betrieb stärken und nicht verkomplizieren.

Herr Gebhardt, vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte busplaner-Chefredakteur Claus Bünnagel.