Facelift mit Familienanschluss: VW ID.3 und ID.4 werden an den ID.2 angeglichen
Volkswagen greift zum Skalpell – und zwar nicht zimperlich. Das nächste Facelift für den ID.3 wird kein bisschen Kosmetik, sondern eher eine kleine Schönheits-OP. Ziel: Der elektrische Kompakte soll endlich „eine familiäre Ähnlichkeit mit dem ID.2“ bekommen und obendrein „niedriger und gedrungener“ dastehen. Klingt, als bekäme er etwas mehr Sportstudio und weniger Designer-Workshop.
Und weil man bei VW ungern allein zum Schönheitschirurgen geht, bekommt auch der ID.4 eine Portion Frischekur. Markenvorstand Kai Grünitz ließ durchblicken, dass das SUV bis 2026 optisch auf Zack gebracht wird – schließlich will man ja auch 2030 noch ein bisschen jung wirken.
Der Innenraum? Wieder zum Anfassen!
Und jetzt kommt’s: Auch innen wird umgebaut – nicht nur schicker, sondern vor allem benutzerfreundlicher. Die überarbeiteten ID.3 und ID.4 bekommen ein komplett neues Armaturenbrett und eine neue Benutzeroberfläche. Aber das eigentliche Highlight ist ein alter Bekannter, wie Grünitz stolz erklärte:
„Wir werden einen runden Knopf für die Lautstärkeregelung zurückbringen.“
Und er setzt noch einen drauf samt Seitenhieb auf die Entwickler der Lautstärkeslider:
„Wenn Sie etwas entwickeln, das funktioniert – und es hat jahrelang funktioniert –, gibt es keinen Grund, es zu ersetzen.“
Ein Hoch auf die Ergonomie – und auf den Knopf, der alles wieder gut macht. Zu den technischen Daten der neuen Modelle schweigt man sich bislang aus – offenbar wollte niemand das Risiko eingehen, versehentlich zu viel zu verraten. Nur so viel: Sowohl ID.3 als auch ID.4 sollen deutlich effizienter und leistungsstärker werden. Wann das alles kommt? Der neue ID.3 soll im zweiten Quartal 2025 vorgestellt werden, der überarbeitete ID.4 folgt gegen Jahresende.
Warum der ganze Aufwand? VW will sein Elektro-Image aufpolieren. Nach früher Kritik an Software, Qualität und Benutzererlebnis der ersten MEB-Generation will man mit besserem Design und clevererem Innenraum punkten – und den „Fehler war Feature“-Ruf endlich loswerden. Gleichzeitig schickt der Konzern drei frische MEB-Entry-Stromer ins Rennen: Neben dem VW ID.2 kommen Cupra Raval und Skoda Epiq – alle mit günstigerer 400-Volt-Architektur.
Und während das alles passiert, bastelt man im Hintergrund schon fleißig an der nächsten großen Sache: Ab 2028 kommt die neue SSP-Plattform – das elektrische Fundament für alle Konzernmodelle.
Was bedeutet das?
VW liftet, krempelt um, denkt nach – und hört endlich hin. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein kleiner Knopf die große Versöhnung zwischen Fahrer und Fahrzeug einleiten könnte?