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Kreis Heinsberg: WestVerkehr flottet zwölf Wrightbus Kite Hydroliner FCEV ein

Der benötigte Wasserstoff wird am Industrieparkstandort Heinsberg-Oberbruch nicht nur getankt, sondern im Laufe des Jahres auch mittels Elektrolyse von der Konsortium H2HS Wasserstoffversorgung Heinsberg GmbH (H2HS) treibhausgasneutral hergestellt.

 

Die 12.165 mm langen Wrightbus-Brennstoffzellenbusse besitzen eine Kapazität von 32 Sitz- und 39 Stehplätzen sowie eine 70-kW-Ballard-FCmove-Brennstoffzelle. (Foto: WestVerkehr GmbH)

Die WestVerkehr GmbH hat zwölf Wrightbus Kite Hydroliner FCEV offiziell in Betrieb genommen. Die Anschaffung wird vom Bundesverkehrsministerium mit knapp 3,46 Mio. Euro und vom Aachener Verkehrsverbund (AVV) mit weiteren rund 748.000 Euro gefördert. Die 12.165 mm langen Wrightbus-Brennstoffzellenbusse besitzen eine Kapazität von 32 Sitz- und 39 Stehplätzen sowie eine 70-kW-Ballard-FCmove-Brennstoffzelle. Das 350-bar-Wasserstoffspeichersystem weist eine nominale Kapazität von 39,6 kg Wasserstoff auf. Damit sind Reichweiten von mindestens 500 km möglich. Der Antrieb erfolgt über das elektrische VEDS von Voith mit einer Spitzenleistung von 260 kW.

Der benötigte Wasserstoff wird am Industrieparkstandort Heinsberg-Oberbruch nicht nur getankt, sondern im Laufe des Jahres auch mittels Elektrolyse von der Konsortium H2HS Wasserstoffversorgung Heinsberg GmbH (H2HS) treibhausgasneutral hergestellt.

Einweisungen des Personals

Am 18. März bereits fanden auf dem Gelände des Konsortiums H2HS in Heinsberg umfangreiche Einweisungen statt. Dabei wurde u.a. erlernt, wie die Brennstoffzellenfahrzeuge zu betanken sind. Hierfür wurde zunächst eine provisorische Tankstelle in Betrieb genommen. Die Befüllung erfolgt vorübergehend aus einem mobilen Füllpanel mittels Überströmen auf der Grundlage eines Druckausgleichs, bis im November die finale Tankeinrichtung erbaut ist.

Darüber hinaus wurde eine umfassende Sicherheitsunterweisung durchgeführt, so dass die Verantwortlichen mit sämtlichen technischen Gegebenheiten fachgerecht umgehen können. Neben der Betankung werden die Fahrzeuge hier auch abgestellt, sofern sie nicht gefahren werden. Aktuell werden bereits Testfahrten durchgeführt, jedoch wurde der reguläre Linienverkehr noch nicht aufgenommen.

Die H2HS

Auf dem Gelände des Konsortiums H2HS wird an der dauerhaften Gesamtlösung mit Hochdruck gearbeitet. Dort befindet sich somit bald alles rund um das Thema Wasserstoff im Kreis Heinsberg: von der Betankung der Fahrzeuge bis hin zur Herstellung mittels Elektrolyseur, Speicherung, Abfüllung und Nutzung des „grünen“ Antriebsmittels unter Verwendung von erneuerbaren Energien.

Für diese ganzheitliche integrierte Lösung haben sich die lokalen Unternehmen BMR Energy aus Geilenkirchen, die WEP aus Hückelhoven sowie Frauenrath und Veolia aus Heinsberg mit Neuman & Esser zur H2HS Wasserstoffversorgung Heinsberg GmbH zusammengeschlossen. Das Projekt H2HS wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit 1,8 Mio. Euro gefördert und zielt darauf ab, jährlich rund 1.000 t CO2-Emissionen einzusparen.