Kunstlogistik: Hasenkamp baut Präsenz in Belgien aus
Die Hasenkamp Group setzt ihren Wachstumskurs in der europäischen Kunstlogistik fort. In Brüssel erreichtet die belgische Tochter Mobull ein neues Kunstlager und übernimmt den Antwerpener Spezialisten Scheck. Wie das Unternehmen mitteilt, will es mit der Kombination aus moderner Infrastruktur und regionaler Präsenz gezielt auf die steigende Nachfrage nach sicheren und nachhaltigen Logistiklösungen für Kunstwerke reagieren.
Dem Vernehmen nach erreichtet Mobull auf dem bestehenden Firmengelände in Brüssel ein fünfstöckiges Lager mit insgesamt 4.000 Quadratmetern klimatisierter Fläche. Die Fertigstellung ist für Februar 2026 geplant. Das Gebäude soll nicht nur Lagerfläche bieten, sondern auch einen Showroom und ein Restaurationsstudio.
„Wir reagieren mit diesem Angebot funktional und visionär auf die Anforderungen unserer belgischen Kunden“, erklärt Marc Maertens, Managing Director von Mobull, laut Unternehmensangaben.
Im Fokus der Planung stehen Nachhaltigkeit und Sicherheit. Das Gebäude wird geothermisch beheizt, erhält eine Solaranlage auf dem Dach und ist mit einem gasbasierten Löschsystem ausgestattet, das Kunstwerke im Brandfall vor Wasserschäden schützt. Ein gestalterisches Detail setzt zudem ein kulturelles Zeichen: Die Fassade zeigt künftig ein großformatiges Porträt des belgischen Künstlers René Magritte.
Parallel zur Baumaßnahme hat Mobull zum 1. April 2025 das Antwerpener Kunstlogistikunternehmen Scheck übernommen. Der Standort firmiert nun unter dem Namen Mobull Antwerp, das Team bleibt bestehen. Die Übernahme soll die Marktposition in der wirtschaftlich wichtigen Hafenstadt stärken.
„Obwohl Brüssel und Antwerpen nur eine Stunde voneinander entfernt liegen, war unsere Dienstleistung in Antwerpen preislich oft nicht wettbewerbsfähig. Mit dem neuen Standort sind wir näher an unseren Kunden – sowohl geografisch als auch wirtschaftlich“, so Maertens.
Mit diesen Investitionen will sich die Hasenkamp Group als starker Partner für Museen, Galerien und Privatsammler weiter etablieren. Laut Unternehmensangaben unterstreicht das Projekt den Anspruch, Kunstlogistik regional verankert und gleichzeitig international ausgerichtet anzubieten.