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Mitsubishi: Zurück in Europa – dank Luca de Meo!

2020 geriet Mitsubishi Motors ins Trudeln – und beschloss, künftig keine neuen Modelle mehr für die EU zu entwickeln: Die Wende zumindest für Europa brachte Luca de Meo, der bei Renault als CEO startete und Modelle über die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz frisches Blut in die Diamantenmarke strömen ließ – deren Zukunft jetzt dank Kooperationen wieder heller strahlt.

Bis auf den Outlander stammt das Mitsubishi-Programm ab Ende 2025 von Renault - umfasst aber wieder fünf Modelle. | Foto: Mitsubishi Motors

Renault rettete Mitsubishi Motors – zumindest in Europa: Denn man konnte den Clio zum Colt umstricken und den Captur zum ASX. Da man in der Regel mit einem ganz anderen Händlernetz arbeitet, wurde das zur Win-Win-Situation. Die ausgebaut werden dürfte: Der noch für 2025 angekündigte Mitsubishi Grandis nutzt den Renault Symbioz als Basis und der ebenfalls noch 2025 erscheinende Eclipse Cross kommt rein elektrisch – auf Basis des Renault Scenic E-Tech Electric – auch hier gilt das gleiche Prinzip: Wenig Umbau, viel Gemeinsamkeit.

In den USA könnte man stärker mit Nissan kooperieren

Aber Mitsubishi bleibt auch in anderen Exportmärkten aktiv: Für den US-Markt wird ein kompakter Elektro-Crossover erwartet, der 2026 auf den Markt kommen soll und dann auf dem Nissan Leaf basieren dürfte – der wiederum auf der CMF-EV-Plattform der Allianz aufbaut.

Im japanischen Heimatmarkt fahren die Plug-in-Hybride Outlander und Eclipse Cross vorn im Markt, dazu kommen einige Kei-Cars und der Minivan Delica D5. Und auch beim Pick-Up Triton bleibt man dran.

In Ozeanien künftig mit Foxconn

In Ozeanien hat Mitsubishi derweil mit dem taiwanesischen Elektroautohersteller Foxtron, einem Tochterunternehmen des Handy-Fertigers Foxconn, eine Kooperation gestartet. Foxtron soll ein selbst entwickeltes Elektro-Modell für Mitsubishi produzieren, das ebenfalls 2026 auf den Markt kommen soll.

An Eigenentwicklungen von Mitsubishi Motors in Deutschland sind noch Restbestände des günstigen Space Star und jetzt der Outlander Hybrid am Start. Der Space Star erfüllte nicht mehr die seit Juli 2024 gültigen EU-Vorgaben in Bezug auf Assistenzsysteme und die neuen UN-Vorschriften zu Cybersicherheit und Software-Updates für vernetzte Autos, weshalb er auslief.

Der Outlander könnte auch zum Nissan X-Trail werden

Der Outlander hat hingegen noch eine größere Zukunft vor sich:  Er wurde bereits 2021 international vorgestellt, kam aber erst Anfang 2025 in den deutschen Handel. Sein Nachfolger könnte künftig auch die Basis für den nächsten Nissan X-Trail bilden, sodass aus dem "Nehmen" bei Mitsubishi auch wieder ein "Geben" wird.

Was bedeutet das?

Als Car Guy hätte Luca de Meo die bis auf einige Modelle eher unemotinale Marke Mitsubishi Motors in Europa verschwinden lassen können, sah aber zusätzliches Potenzial für Renault. Weshalb er einige Modelle zum Badge Engineering freigab, sodass Mitsubishi sein Europa-Geschäft mit dem eigenentwickelten Outlander am Laufen halten konnte. Und so schmiedete man weitere Allianzen – und nachdem auch Nissan gerade schwächelt, könnte der nächste Outlander auch zum Xtrail werden. Weshalb man auf die Zukunft von Mitsubishi Motors wieder gespannt ein darf!