ÖBB Rail Cargo: aktuelle News und Entwicklungen des österreichischen Gütertransportunternehmen
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Dieser Artikel besteht aus folgenden ÖBB Rail Cargo News:
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2025:
- ÖBB Rail Cargo: Zusätzliche Verbindung im süddeutschen Raum (24.04.2025)
- ÖBB Rail Cargo Group: Neue Direktverbindung nach Österreich (31.03.2025)
- ÖBB Rail Cargo Group: Optimierte Türkei-Verbindungen (25.03.2025)
- ÖBB Rail Cargo Group: Partnerschaft mit Pallet Control Tower gestartet (21.03.2025)
- Bahnlogistik: Trotz der Flutschäden - ÖBB sichert Zuckerversorgung (20.02.2025)
- ÖBB Rail Cargo Group holt Gold im EcoVadis-Nachhaltigkeitsrating (10.01.2025)
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2024:
- ÖBB Rail Cargo Group: Widerstandsfähige Waggons für Salztransport (25.11.2024)
- ÖBB Rail Cargo: Neue TransFer-Verbindung zwischen Serbien und Kroatien (30.10.2024)
- ÖBB Rail Cargo: Zurück zum Vollbetrieb (21.10.2024)
- ÖBB Rail Cargo: Neue Relationen im TransFER-Angebot (17.10.2024)
- ÖBB Rail Cargo Group: Digitalisierungsprojekt mit Voestalpine am Start (10.10.2024)
- ÖBB Rail Cargo Group: Neue TransFER Salzburg - Augsburg (12.08.2024)
- ÖBB Rail Cargo: Neue TransFER Krusevac–Budapest–Duisburg (02.08.2024)
- ÖBB: Coca-Cola-Transport durch Österreich (25.07.2024)
- ÖBB RCG: Transflex soll mehr Flexibilität auf die Schiene bringen (05.07.2024)
- ÖBB Rail Cargo: Nachhaltige Abfallentsorgung mit FCC Austria Abfall Service (18.06.2024)
- ÖBB Rail Cargo: Neue Korridore mit Transporeon (11.06.2024)
- ÖBB Rail Cargo: Kauf von Captrain Netherlands (03.06.2024)
- ÖBB Rail Cargo: Tochtergesellschaft in Serbien gegründet (24.05.2024)
- ÖBB: Bilanz 2023 - Solides Plus trotz Abschwung und hoher Inflation (26.04.2024)
- ÖBB Rail Cargo: Neue Nord-Süd-Verbindungen (04.04.2024)
- ÖBB Rail Cargo: Neue Türkei-Verbindung (28.03.2024)
- ÖBB: Erweiterung des Netzwerks über den Brenner (12.03.2024)
- ÖBB Rail Cargo: TransFER-Verbindung von Linz nach Rotterdam (29.01.2024)
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2023:
- ÖBB: 600 Containertragwagen gemietet (07.12.2023)
- ÖBB: Voralberger Güterterminal Wolfurt ausbauen (20.11.2023)
- ÖBB RCG: Neue Verbindungen zwischen Zentraleuropa und Zentralasien (19.09.2023)
- ÖBB Rail Cargo: Alternative nach gesperrtem Gotthardtunnel (13.09.2023)
- ÖBB Rail Cargo: Optimierte Logistikleistungen in Italien (01.08.2023)
- Ukraine: ÖBB Rail Cargo verbindet Wien mit Kiew (10.05.2023)
- Italien: ÖBB Rail Cargo fährt nach Venetien (20.04.2023)
- ÖBB Rail Cargo: Verbindung zur nördlichen Adria (14.04.2023)
- ÖBB Rail Cargo: 300 neue Wechselbrücken (06.04.2023)
- ÖBB Rail Cargo: Verbesserter Anschluss zum Hafen Triest (29.03.2023)
- ÖBB Rail Cargo integriert Dienstleistungen auf Transporeon-Plattform (15.03.2023)
- ÖBB Rail Cargo Group: Neue Tochtergesellschaft in Serbien (13.01.2023)
- ÖBB bringt mehr Abfälle auf die Schiene (03.01.2023)
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2022:
- Millionen-Marke überschritten: ÖBB transportiert ukrainisches Getreide per Bahn (19.12.2022)
- ÖBB Rail Cargo: Internationales Netzwerk soll erweitert werden (22.11.2022)
- ÖBB transportiert 580.000 t Getreide aus der Ukraine (14.09.2022)
- ÖBB: Kooperation mit Hafen Triest (14.09.2022)
- Türkei: ÖBB Rail Cargo Group baut Verbindungen aus (03.08.2022)
- Ukraine: ÖBB Rail Cargo Group will Getreideexporte forcieren (12.07.2022)
- Ukraine: ÖBB lädt Getreide auf den Güterzug (09.05.2022)
- Ukraine: ÖBB Rail Cargo Group verstärkt Agrartransporte (02.05.2022)
- Österreich: ÖBB kommt zurück zu alter Stärke (29.04.2022)
- Gütertransport: ÖBB Rail Cargo erhöht Rundlauf (20.04.2022)
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2021:
- ÖBB: Eine Milliarde Euro für europäisches Bahn-Forschungsprojekt (16.12.2021)
- Russland: ÖBB Rail Cargo erweitert Verbindung von Italien (02.11.2021)
- ÖBB Rail Cargo Group: Neue Anbindung an Hafen Triest (12.10.2021)
- Schienengüterverkehr: Hafen Antwerpen und ÖBB intensivieren Partnerschaft (20.09.2021)
- ÖBB Rail Cargo Group: Anschub für Güterbahn (18.06.2021)
- ÖBB Rail Cargo Group erhöht Rundläufe zwischen Curtici und Istanbul (08.06.2021)
- ÖBB Rail Cargo Group: Neue Verbindung zwischen Tschechien und Türkei (11.05.2021)
- Polen: ÖBB Rail Cargo startet neuen Intermodal-Anschluss nach Wien (25.03.2021)
- Nachhaltiger Güterverkehr der ÖBB (14.01.2021)
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2020:
- ÖBB: Lineas verstärkt TSA (30.11.2020)
- Kooperation: Verlängerung durch ÖBB RCG und Gebrüder Weiss (06.10.2020)
- ÖBB Rail Cargo: Digitaler Zugang zur Schiene (02.09.2020)
- Polen: ÖBB Rail Cargo Group kauft Eisenbahnverkehrsunternehmen (11.02.2020)
- ÖBB Rail Cargo: Neue Bahnanbindung zwischen Hafen Hamburg und Enns (24.01.2020)
- ÖBB Rail Cargo: Neue Zugverbindung zwischen Verona und Lübeck (22.01.2020)
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2019:
- ÖBB RCG: Ausbau der Transkaspischen Seidenstraße (27.11.2019)
- ÖBB Rail Cargo Group: Übergabe von Leichtbauwaggon TransANT an Logistik Service (22.11.2019)
- Österreich: Oldtimer fahren ÖBB (17.09.2019)
- ÖBB Rail Cargo Group startet Direktzug Wien-Trelleborg (07.05.2019)
- ÖBB und Hafen Triest wollen Zusammenarbeit vertiefen (18.03.2019)
- ÖBB startet Nonstop-Verbindung Wels-Lübeck (12.02.2019)
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2018:
- Österreich: ÖBB-Terminal in Wolfurt fertiggestellt (22.10.2018)
- ÖBB: Beziehungen zu China vertieft (10.04.2018)
- Ungarn: Neues ÖBB-Güterverkehrszentrum in Budapest (20.02.2018)
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2017:
- ÖBB: Rail Cargo Operator schafft Verbindung zwischen Verona und Arad (08.06.2017)
- Österreich: Rail Cargo Group transportiert Holzhäuser auf Schiene (10.04.2017)
- ÖBB: Rail Cargo Logistics erhöht Anteile an Intereuropa-FLG (06.03.2017)
- ÖBB: Erste Direktverbindung zwischen Kroatien und Deutschland (22.02.2017)
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2016:
- Osteuropa: Rail Cargo Group erweitert Verbindungen zwischen Rumänien und Schweden (14.12.2016)
- Österreich: Neues Güterzentrum in Wien geht in Probebetrieb (15.11.2016)
- Österreich: Neue Umschlaggeräte für Bahnterminals (22.07.2016)
- Österreich: ÖBB und Quehenberger bündeln ihre Stückgutsparten (25.05.2016)
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2015:
- Österreich: Rail Cargo Group kauft EBM Cargo (23.09.2015)
- Österreich: Güterbahn auf Rekordkurs (20.04.2015)
ÖBB Rail Cargo News aus dem Jahr 2008 - 2014:
- Österreich: Express-Interfracht wird zu Rail Cargo Logistics (03.03.2014)
- Rail Cargo Austria: Tarife werden ab August angepasst (06.07.2010)
- Rail Cargo Austria: Neuer Italien-Verkehr (24.02.2009)
- Alpentransit: ÖBB wirbt für die Schiene (16.12.2008)
- Rail Cargo Austria: Anbindung an Benelux (01.12.2008)
ÖBB Rail Cargo: Zusätzliche Verbindung im süddeutschen Raum
News vom 24.04.2025 von Daniela Sawary-Kohnen
Die RCG erweitert ihre Relation zwischen Salzburg und Augsburg bis Ulm um einen zusätzlichen Rundlauf pro Woche.
Damit verkehrt die ÖBB Rail Cargo Group auf der Strecke Salzburg via Augsburg und Ulm wöchentlich künftig mit drei statt bisher zwei Rundläufen.
Die Erweiterung soll die Anbindung des süddeutschen Raums an das internationale TransNET der RCG stärken und den konventionellen Wagenladungsverkehr verbessern. Das fördere nicht nur den Warenfluss zwischen den beiden Regionen, sondern stärke auch die Logistikketten in Zentral- und Südosteuropa, heißt es aus dem Unternehmen. Auch Gefahrguttransporte gemäß RID könnten so abgewickelt werden.
Direktverbindung von Salzburg
Über Antennenverbindungen auf der Schiene gelangen Güter aus ganz Österreich nach Salzburg, wo dann die Zugbildung für den TransFER erfolgt. Der Hauptlauf führt von dort nach Augsburg und Ulm und bietet auch in umgekehrter Richtung eine durchgehende Verbindung bis Salzburg. In Ulm können Waren entweder direkt an Kunden mit Anschlussbahn verteilt werden oder, bei fehlender Schienenanbindung, über den nahegelegenen Umschlag-Hub in Ummendorf zugestellt und abgeholt werden.
Umschlag-Hub Ummendorf
Dabei ist der Hub in Ummendorf für den Wechsel zwischen Schiene und Straße ausgelegt, denn auf rund 2.000 Metern Gleislänge werden Güter, mit Ausnahme von Containern und Rundholz, umgeschlagen. Der Umschlag erfolgt sowohl überdacht als auch auf Freiflächen.
Gleichtzeitig ist laut RCG ein spezielles Handling unter anderem für Papierrollen, Grobbleche und Coils möglich. Die Lagerung erfolgt dann auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern. Für die erste und letzte Meile steht zusätzlich ein Lkw-Transport zur Verfügung, der eine Abholung oder Zustellung ermöglichen soll. Während Kunden mit Anschlussbahn direkt über Ulm versorgt werden können, übernimmt der Hub Ummendorf die Verteilung für Unternehmen ohne direkten Gleisanschluss.
ÖBB Rail Cargo Group: Neue Direktverbindung nach Österreich
News vom 31.03.2025 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnoperateur verbindet ab sofort Wien mit Duisburg als Europas größtem Binnenhafen für die intermodalen Warenströme.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) verbindet mit dem neuen TransFER zwischen Wien und Duisburg ab sofort zwei Logistik-Hubs in Österreich und Deutschland. Zudem gebe es direkte Antennenverbindungen nach Ungarn und Italien sowie innerhalb Österreichs, hieß es. Transportiert werden können Container, Wechselaufbauten (WAB), kranbare Trailer sowie Gefahrgut.
Wien biete mit seiner strategischen Lage eine optimale Verknüpfung zwischen West-, Zentral- und Südosteuropa. Und Duisburg sei Europas größter Binnenhafen, einer der wichtigsten Railports für intermodale Verkehre sowie ein Gateway für Transporte von und nach Asien.
Anbindungen in alle Richtungen
Mit dem neuen TransFER will die RCG durch zwei wöchentliche Rundläufe den stark frequentierten TransFER zwischen Budapest und Duisburg entlasten. Dadurch entünden zusätzliche Kapazitäten, die Engpässe reduzieren und mehr Transportmöglichkeiten eröffnen könnten, so der Bahnoperateur. Für Kunden bedeute dies eine optimierte Nutzung der Transportressourcen und eine höhere Planungssicherheit.
Zudem lasse sich der TransFER zwischen Wien und Duisburg mit den bestehenden Verbindungen TransFER zwischen Budapest und Duisburg, TransFER zwischen Wels, Wien und Budapest sowie TransFER zwischen Budapest und Istanbul kombinieren. So ermögliche beispielsweise eine Umladung in Wien die nahtlose Weiterfahrt in Richtung Budapest und weiter bis in die Türkei. Zudem bestehe ab Wien eine Anbindung an alle österreichischen Terminals.
Mit den abgestimmter Anschlussverbindungen zwischen Wien und Budapest sowie zwischen Wien und Verona sollen sich effiziente Transportmöglichkeiten in den südost- und westeuropäischen Markt sowie ein Dreiecksverkehr zwischen Wien, Budapest und Duisburg ergeben. Der neue TransFER soll laut der RCG nicht nur eine Nonstop-Verbindung zwischen Wien und Duisburg bieten, sondern auch Anschlussoptionen.
- Österreich: Direkte Antennenanbindung an österreichische Terminals
- Von Ungarn bis in die Türkei: Anbindung an Budapest mit Terminal BILK und weiter nach Istanbul mit Terminal Halkali
- Italien: Direkte Verknüpfung mit Verona mit Terminal Sona
ÖBB Rail Cargo Group: Optimierte Türkei-Verbindungen
News vom 25.03.2025 von Anna Barbara Brüggmann
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) verbessert das Angebot für Transporte von und in die Türkei. Der TransFer Sladkovicovo–Istanbul wurde auf Sopron–Istanbul umgestellt und fährt nun ab beziehungsweise nach Ungarn
Die Türkei bildet als zentrales logistisches Drehkreuz vor allem für den intermodalen Handel die Brücke zwischen Europa und Asien. Dabei spielt Istanbul nach Angaben der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) eine zentrale Rolle als Hub für Verkehre in die Stan-Länder und weiter bis nach China.
Hier möchte die RCG mit einem verbesserten Angebot ansetzen. So wurde der TransFer Sladkovicovo–Istanbul auf Sopron–Istanbul umgestellt.
Er fährt nun ab beziehungsweise nach Ungarn. Die Frequenz der Verbindung wird auf zwei Rundläufe pro Woche verdoppelt. Kunden sollen von einer verbesserten Planbarkeit, optimierter Vor- und Nachlauforganisation sowie erweiterten Lager- und Umschlagsmöglichkeiten im osteuropäischen Raum profitieren, heißt es.
Verbesserte Verbindungen
Zusätzlich zur Umstellung auf den TransFer Sopron–Istanbul seien auch bestehende Verbindungen optimiert worden – für mehr Kapazität und schnellere Laufzeiten, so die RCG.
Der TransFer Budapest–Istanbul verkehrt ab sofort fünf- statt viermal pro Woche. Über Antennenverbindungen sind auch Zeebrügge, Ludwigshafen, Duisburg, Wels, Wien und Budapest angebunden.
Auf der TransFer-Verbindung Curtici–Tekirdag wurde der Fahrplan optimiert. Dies soll für zuverlässigere und besser planbare Abläufe sorgen.
Die direkte Anbindung an den Hafen Tekirdag fungiere als entscheidender Knotenpunkt im Transitverkehr zwischen Europa und Asien, so die Unternehmensangaben.
Zwischen Genk und Curtici möchte die RCG mit fünf Rundläufen pro Woche flexible Transportmöglichkeiten zwischen Belgien und Rumänien und kürzere Laufzeiten für Verkehre bis in die Türkei emöglichen.
ÖBB Rail Cargo Group: Partnerschaft mit Pallet Control Tower gestartet
News vom 21.03.2025 von Daniela Sawary-Kohnen
RCG und PCT wollen die globale Präsenz des EUR-Palettensystems stärken und den Austausch sowie Handel von Paletten und anderen RTIs effizienter gestalten.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) kooperiert mit dem niederländischen Unternehmen Pallet Control Tower bv (PCT), das sich auf das Management von Paletten und Mehrweg-Transportverpackungen (Returnable Transport Items, RTI) spezialisiert hat.
Ein zentraler Aspekt der Partnerschaft soll die Wiedereinführung eines effizienten Austauschs von EUR-Paletten und RTIs sein, so die beiden Unternehmen. Gemeinsam mit PCT plant RCG die Implementierung eines Systems, das ein hohes Maß an Transparenz und betrieblicher Effizienz bieten soll. Das eCredits-System von PCT ermögliche virtuelle Tauschvorgänge, die nicht nur in Europa, sondern weltweit genutzt werden könnten, heißt es.
Neben den Tauschdiensten bietet PCT auch Möglichkeiten für den Kauf und Verkauf von Paletten und RTIs in Regionen wie Amerika, Europa, Naher Osten und Afrika sowie Asien-Pazifik. Über die Plattform PCT-Online könnten Nutzer Paletten und RTIs anbieten oder anfragen, wobei die Plattform passende Angebote automatisch identifizieren würden.
EUR-Paletten als globaler Standard
bei der ÖBB Rail Cargo Group sehe man die Kooperation als einen Schritt zur Modernisierung des Palettenmanagements und zur Vorbereitung auf kommende regulatorische Änderungen, einschließlich der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR), heißt es. Die Verordnung unterstreiche die Bedeutung von konformen RTIs beim Export in die EU, und die SaaS-Lösung (Software as a Service) von PCT auf kontinentaler Ebene solle diese Anforderungen erfüllen.
Die Nutzung der API-Technologie (Application Programming Interface) in der Plattform von PCT unterstütze die Digitalisierung der Palettenlogistik. RCG hofft, durch die Partnerschaft das EUR-Palettensystem als globalen Standard zu etablieren und den intermodalen Transport auf internationalen Märkten zu fördern.
In den kommenden Monaten will RCG seine Partner und Kunden über die Möglichkeiten informieren, die die PCT-Online-Plattform bietet. Parallel dazu soll mit der Einrichtung von Benutzerkonten begonnen werden, um den Zugang zu diesen Diensten zu ermöglichen.
Bahnlogistik: Trotz der Flutschäden - ÖBB sichert Zuckerversorgung
News vom 20.02.2025 von Christine Harttmann
Hochwasser legte im vergangenen Jahr Österreichs Bahnstrecken lahm. Die Rail Cargo Group fand dennoch eine Lösung: Ein Sondertransport über Krems sorgte dafür, dass 1,8 Millionen Tonnen Zuckerrüben pünktlich ans Ziel kamen.
Trotz schwerer Überschwemmungen in Niederösterreich hat die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) die diesjährige Zuckerrübenkampagne erfolgreich abgeschlossen. Wie das Unternehmen in einer Pressemeldung bekannt gab, verhinderte es durch schnelle Reaktionsmaßnahmen einen Produktionsausfall bei dem Zuckerhersteller Agrana.
Umgehungsroute in Rekordzeit geplant
Nachdem im September 2024 Hochwasser weite Teile von Niederösterreich getroffen hatte, waren sowohl Zuckerrübenfelder als auch zentrale Bahnstrecken beschädigt. Besonders betroffen war die Transportachse durch das Tullnerfeld, die für den Transport der Rüben zu den Agrana-Standorten in Tulln und Leopoldsdorf von entscheidender Bedeutung ist. Der Ausfall dieser Strecke drohte die Zuckerproduktion in Tulln kurzfristig zu unterbrechen.
Um die Versorgung aufrechtzuerhalten, organisierte die Rail Cargo Group kurzfristig eine alternative Transportroute über Krems. Dabei wurden Dieselloks eingesetzt, um den Ausfall der elektrifizierten Strecke zu kompensieren.
Zwar stellen die dadurch entstandenen Umwege eine logistische Herausforderung dar, dennoch wurden laut Rail Cargo Group alle Lieferungen rechtzeitig durchgeführt. Damit wurde verhindert, dass Teile der Ernte verderben oder unbrauchbar werden.
Transportvolumen steigt gegenüber Vorjahr
Insgesamt wurden während der Kampagne 1,8 Millionen Tonnen Zuckerrüben in Österreich transportiert. Das entspricht einem Anstieg im Vergleich zu den 1,5 Millionen Tonnen des Vorjahres. Auch die ungarische Tochtergesellschaft der Rail Cargo Group verzeichnete eine erfolgreiche Kampagne: Hier wurden 430.000 Tonnen Zuckerrüben in Ungarns einzige Zuckerfabrik, Magyar Cukor, geliefert.
Wie die RCG in ihrer Pressemeldung betont, erfolgt der Transport in Österreich und Ungarn zu rund 55 Prozent per Bahn. Damit bleibt der Zuckerrübenverkehr der mengenmäßig größte Agrar-Einzeltransport der Rail Cargo Group.
Bedeutung von Agrana und der Rail Cargo Group
Agrana ist einer der führenden Zuckerhersteller in Zentral- und Osteuropa und verarbeitet landwirtschaftliche Rohstoffe zu Lebensmitteln sowie industriellen Vorprodukten. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 9.000 Mitarbeiter an 53 Produktionsstandorten.
Die Rail Cargo Group ist ein zentraler Akteur im europäischen Schienengüterverkehr und betreibt ein Netz, das 18 Länder verbindet. Mit rund 5.900 Mitarbeitern bewegt das Unternehmen täglich etwa 1.150 Züge und transportiert jährlich mehr als 78 Millionen Nettotonnen an Waren.
ÖBB Rail Cargo Group holt Gold im EcoVadis-Nachhaltigkeitsrating
News vom 10.01.2025 von Claus Bünnagel
Besonders bei Umwelt, Arbeits- und Menschenrechten überzeugt der österreichische Schienenlogistiker.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) wurde im EcoVadis-Nachhaltigkeitsrating zum vierten Mal in Folge mit Gold ausgezeichnet. Der führende Bahnlogistiker Europas ist damit unter den besten 5 % aller bewerteten Unternehmen gelistet. Legt man den Fokus auf die Unternehmen der Eisenverkehrsbranche, schneidet die RCG sogar besser als 99 % aller Unternehmen ab. Die Auszeichnung sei nicht nur eine Bestätigung des bisherigen Engagements, sondern auch Ansporn, so RCG-Vorstandssprecher Clemens Först.
Starke Ergebnisse bei Umwelt und Sozialem
Die RCG konnte besonders in den Bereichen Umwelt und Arbeits- und Menschenrechte überzeugen. Die Maßnahmen gehen weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Hervorgehoben wurden die Verwendung zurückgewonnener Materialien, die Förderung von Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion – insbesondere durch Initiativen für Lohngleichheit – sowie gezielte Aktionen zur Vermeidung von Diskriminierung während der Rekrutierungsprozesse.
Carbon Scorecard als zusätzliches Bewertungselement
EcoVadis ist ein international anerkannter Nachhaltigkeitsstandard, auf den weltweit mehr als 130.000 Unternehmen setzen. Beurteilt werden die Kategorien Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte und nachhaltige Beschaffung. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist die Carbon Scorecard, die zum zweiten Mal in die Bewertung eingeflossen ist. Dieses zusätzliche Element bewertet das Management von Klimaschutzmaßnahmen und Strategien zur Reduktion von Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen. Die RCG erzielte auch hier die zweithöchste Bewertung „Fortgeschritten“. Energieeffizienzschulungen für Mitarbeiter sowie der Einsatz moderner Softwarelösungen zur Optimierung logistischer Prozesse unterstreichen das Engagement der RCG in diesem Bereich.
Über die Rail Cargo Group
Die Rail Cargo Group ist in 18 Ländern präsent. Ihre 5.912 Beschäftigten bringen jährlich rund 419.000 bzw. täglich rund 1.150 an ihr Ziel. Jedes Jahr transportiert das Unternehmen im Rahmen seiner End-to-End-Logistiklösungen über 78 Mio. Nettotonnen.
ÖBB Rail Cargo Group: Widerstandsfähige Waggons für Salztransport
News vom 25.11.2024 von Anna Barbara Brüggmann
Zusammen mit Donau Chemie und Equipment-Unternehmen hat die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) Wagen vom Typ TALNS speziell für den Transport von Salz konzipiert – die ersten werksneuen Waggons wurden im Frühjahr übergeben und sind auch bereits im Einsatz.
Salztransporte bringen laut ÖBB Rail Cargo Group (RCG) gewisse Herausforderungen mit sich: Salz hafte bei der Be- und Entladung am Wagen und beanspruche das Wagenmaterial durch seine korrosive Eigenschaft sowohl im Inneren als auch an den Außenflächen.
Daher müssten Salzwaggons öfter repariert oder ausgetauscht werden. Aus diesem Grund ist laut RCG eine gute Beschichtung der Wagen von großer Bedeutung.
„Genau hier setzen wir an und haben zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit Donau Chemie einen widerstandsfähigen Wagen vom Typ TALNS konzipiert“, so Christoph Grasl, Vorstand in der RCG, und fügt hinzu: „Kunden wie die Donau Chemie profitieren von den neuen innovativen Wagen enorm und treiben so die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene noch schneller voran.“
Ausstattungsmerkmale
Die ersten TALNS-Waggons wurden im Frühjahr 2024 an Donau Chemie am Standort Brückl (Kärnten) übergeben. Sie seien sehr robust.
Als weiteren Vorteil nennt das Unternehmen, dass die Entladung auf Knopfdruck semi-automatisch mittels Pneumatik erfolgt. Dies soll den Arbeitsaufwand, die Belastung der Mitarbeitenden reduzieren und zur Erhöhung der Arbeitssicherheit beitragen.
Richard Fruhwürth, Vorstand der Donau Chemie AG, zufolge seien die neuen Salzwaggons nach den Bedürfnissen des Unternehmens entwickelt worden.
Von der Straße auf die Schiene
Die RCG transportiert das Salz aus Koper in Slowenien und Ebensee in Oberösterreich zum Werk der Donau Chemie in Brückl, wo es zu Elektrolyse-Zwecken verwendet wird. Der Transport per Bahn soll zur Reduktion der CO2-Emissionen beitragen.
„Ein Ganzzug transportiert rund 1.100 Tonnen Salz. Dafür würde man 44 Lkw brauchen, die wir mit jedem einzelnen Zug einsparen. Wir nutzen die nachhaltige Schiene und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt Fruhwürth.
Kooperation verlängert
Donau Chemie und RCG kooperieren seit einigen Jahren. Man wolle Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in der Logistik miteinander verbinden.
Durch die TALNS-Wagen-Technologie sei der Umstieg auf die Bahn trotz der erodierenden Eigenschaften von Salz für beide Seiten wirtschaftlich sinnvoll geworden. Zudem sei dies ein Schritt hin zu CO2-reduzierten Logistiklösungen.
Gemeinsam sei man auf dem richtigen Weg, daher haben die Donau Chemie und die RCG ihre Zusammenarbeit um weitere zehn Jahre verlängert.
ÖBB Rail Cargo: Neue TransFer-Verbindung zwischen Serbien und Kroatien
News vom 30.10.2024 von Anna Barbara Brüggmann
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat das Netzwerk erweitert – um eine neue TransFer-Verbindung zwischen dem Container-Terminal Nelt in der Nähe von Belgrad (Serbien) und dem Adriatic Gate Container Terminal (AGCT) in Rijeka (Kroatien)
Die Logistik zwischen Serbien und Kroatien verbessern möchte die ÖBB Rail Cargo Group (RCG). Die RCG hat eigenen Angaben zufolge in den letzten Jahren ihre Position auf dem Westbalkan weiter ausgebaut.
So wurde im Jahr 2023 eine Carrier-Gesellschaft in Belgrad gegründet, 2024 sei die Gründung einer Eisenbahnspeditionsgesellschaft zusammen mit Transfera d.o.o. gefolgt.
Dadurch sollen Logistiklösungen für die Anforderungen des serbischen Marktes angeboten werden können, so beispielsweise die TransFer-Verbindung Krusevac–Budapest–Duisburg. Aktuell kam der TransFer Belgrade–Rijeka hinzu.
Neue Direktverbindung
Dieser verkehrt zwischen dem Container-Terminal Nelt, was in der Nähe von Belgrad und anderen Industriezentren gelegen ist, und dem Adriatic Gate Container Terminal in Rijeka, bei dem es sich um den größten Hafen Kroatiens handle. Über ihn würden circa 70 Prozent der Gütertransporte von und nach Serbien abgewickelt werden, so die Angaben.
Mit der Direktverbindung soll Rijeka an Bedeutung als zentraler Umschlagplatz für den serbischen Markt gewinnen, heißt es. Darüber hinaus sollen sich die Transportzeiten verkürzen.
Der TransFer Belgrade–Rijeka wird von der RCG in Eigentraktion betrieben. Angeboten würden ein bis zwei Rundläufe pro Woche, angegeben ist eine Laufzeit von bis zu 24 Stunden.
Mit einer Kapazität von 76 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) pro Zug könnten 20- sowie 40- und 45-Fuß-Container für intermodale Warenströme transportiert werden.
ÖBB Rail Cargo: Zurück zum Vollbetrieb
News vom 21.10.2024 von Anna Barbara Brüggmann
Die Hochwasserkatastrophe Mitte September 2024 betraf den Schienengüterverkehr in Österreich sowie auch internationale Verkehre. Bald möchte die ÖBB Rail Cargo wieder den Vollbetrieb erreichen – so auch auf der „neuen“ Weststrecke von Meidling bis Tullnerfeld.
Mitte September 2024 kam es zu einer Hochwasserkatastrophe, die nicht nur in Ostösterreich, sondern auch in Tschechien, Polen, Rumänien, Slowenien und Italien massive Schäden an der Bahninfrastruktur und große Störungen in internationalen Lieferketten verursacht hat.
Davon waren nach Angaben der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) auch die Import- und Exportströme österreichischer Unternehmen betroffen. Auch die RCG sah sich gezwungen, das Angebot temporär zu reduzieren.
Doch man habe in den letzten Wochen alles dafür getan, die Versorgung der Industriebetriebe mit Gütertransporten aufrecht zu erhalten - unter anderem durch Umleitungen über Semmering und Pyhrn sowie großräumig über Nachbarländer und deren Ausweichstrecken.
Umleitungen
So seien beispielsweise Haushaltsgeräte aus der Türkei nach Deutschland statt über Ungarn via Slowenien/Kroatien geroutet worden. Rohstoffe aus Polen wurden laut RCG statt über Tschechien über die Slowakei transportiert. Der Einzelwagenverkehr von Wien nach Tirol lief über Villach und Zuckerrüben-Transporte auf der Westrecke sind zum Teil mit zwei Diesel-Lokomotiven über Krems geführt worden, so die Angaben.
Das Jahrhunderthochwasser habe Jahrhundertschäden an der Infrastruktur verursacht, allerdings habe man große Fortschritte bei der Aufarbeitung der akuten Hochwasserschäden und der Schadensinventur gemacht. So hofft der RCG-Vorstand zuversichtlich, bald auf den Normalzustand zuzusteuern.
Bald wieder Normalzustand?
Nun würden die finalen Schritte auf dem Weg zurück zum Vollbetrieb erfolgen: Seit dem 15. Oktober fährt die Güterverkehrstochter der ÖBB den Angaben nach jeweils von Dienstag bis Freitag mindestens 85 Prozent des Regelvolumens. Montags, samstags und sonntags sowie im Nachtbetrieb von 23:00 bis 05:00 Uhr seien es bereits bis zu 100 Prozent.
Ab dem 4. November soll die RCG dank zusätzlicher Kapazitäten auf der „neuen“ Weststrecke von Meidling bis Tullnerfeld annähernd 100 Prozent des Regelvolumens erreichen. Auf derselben Strecke gehe es dann ab dem 15. Dezember in den uneingeschränkten Vollbetrieb. So soll den Kunden wieder Flexibilität und Planungssicherheit geboten werden können.
„Das Jahrhunderthochwasser hat komplette Lieferketten von einem Tag auf den anderen zum Stillstand gebracht. Dennoch haben wir es geschafft, die Versorgungssicherheit für die Industrie zu gewährleisten“, so Clemens Först, Vorstandssprecher der RCG. „Das zeigt uns erneut, dass wir gemeinsam mit Krisen umgehen können und beweist die systemische Relevanz des Schienengüterverkehrs“, erklärt Först weiter.
Die Forderung: eine resiliente Infrastruktur
Die RCG plädiere seit Jahren dafür, dass ein Zug genau so einfach durch Europa fahren können muss wie ein Lkw. Hilfreich seien grenzübergreifende Planung, internationales Krisenmanagement und hochflexible Umleitungsverkehre. So sei es möglich gewesen, Waren teilweise über andere Länder umzuleiten.
Doch die RCG moniert, dass es mehr brauche, um langfristig mehr Güter auf die Schiene zu bringen und fordert: eine resiliente, digitale und gut ausgebaute Infrastruktur, faire Wettbewerbsbedingungen sowie Chancengleichheit.
Die unterschiedlichen Verkehrsträger müssten auf Augenhöhe gebracht werden, betont der Bahnlogistiker. Doch auch Eisenbahnverkehrsunternehmen seien gefordert, "ihre Hausaufgaben zu machen", um Kunden ein gutes Angebot bieten zu können.
ÖBB Rail Cargo: Neue Relationen im TransFER-Angebot
News vom 17.10.2024 von Daniela Sawary-Kohnen
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) bietet neue Schienenverbindungen zwischen Budapest und Zeebrugge, Wels mit Lübeck sowie Kiel, und Wels mit Wien und Budapest an.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) will die Verkehrsverlagerung auf die Schiene weiter vorantreiben. So hat die Güterverkehrstochter der ÖBB im Oktober mit einem Rundlauf den neuen TransFER Budapest–Zeebrugge gestartet und verbindet damit wichtige Drehscheiben in Ungarn und Belgien für intermodale Warenströme.
Mit drei geplanten Rundläufen pro Woche transportiert die RCG alle kranbaren Ladeeinheiten, darunter 20-, 30-, 40- und 45-Fuß-Container sowie 25- und 45-Fuß-Wechselaufbauten (WAB). Des Weiteren ist der sichere Transport von Gefahrgut gemäß den Richtlinien des RID möglich, so die RCG.
Vom Hafen Zeebrügge, einem der wichtigsten Seehäfen Belgiens, gibt es Schiffsverbindungen nach Tilbury, Hull, Teesport, London und zu anderen wichtigen Zielen in Großbritannien. Darüber hinaus bietet der TransFER ab dem Terminal Bilk in Budapest Antennenverbindungen von und in die Türkei an.
TransFER Wels–Lübeck–Kiel
Der neue TransFER zwischen Wels, Lübeck und Kiel verkehrt mit vier Rundläufen pro Woche zwischen dem Logistikzentrum Wels und dem Lübecker Hafen. Während Wels als zentraleuropäischer Logistikknoten die Verteilung von Warenströme in alle Richtungen innerhalb Europas ermöglicht, ist Lübeck ein wichtiger Umschlagplatz für den Schienengüterverkehr in die skandinavischen und baltischen Märkte und darüber hinaus. Als Erweiterung der Logistikkette nach Nordeuropa soll der TransFER dreimal in der Woche ab Lübeck weiter nach Kiel geführt werden.
Güter aller Art können laut der ÖBB zudem sowohl in konventionellen Wagenladungen als Einzelwagen oder Wagengruppen als auch in intermodalen Containern wie 20-, 30-, 40- und 45-Fuß-Container sowie 25- und 45-Fuß-Wechselaufbauten (WAB) und kranbare Trailer befördert werden. Auch umfassende End-to-end-Logistiklösungen aus einer Hand, wie Organisation von Vor- und Nachlauf und speditionelle Zusatzleistungen wie Terminalservices, Umschlagsmöglichkeiten, moderne Lagerlogistik sowie professionelle Zollabwicklung, sind Teil des Leistungsportfolios, heißt es.
TransFER Wels–Vienna–Budapest
Was für den TransFER Genk–Curtici bereits seit einiger Zeit umgesetzt wird, soll nun auch für den TransFER zwischen Wels, Wien und Budapest möglich sein. Ab sofort können demnach neben Containern, Wechselaufbauten und kranbaren Trailern auch nicht-kranbare Sattelauflieger („normale“ Trailer) befördert werden. Der TransFER bietet mit drei Rundläufen pro Woche eine Nonstop-Verbindung zwischen den österreichischen Terminals Wels und Wien Süd und dem Terminal Bilk an. Damit schlage er eine Brücke zwischen den Wirtschaftszentren Westeuropas und den Ländern Süd- und Südosteuropas – und darüber hinaus bis in den asiatischen Teil der Türkei, heißt es.
Durch den Einsatz der sogenannten r2L-Umschlagstechnik könnten nicht-kranbare Sattelauflieger jeglicher Art am Terminal effizient verladen und umgeschlagen werden. Dabei werde der Trailer auf eine spezielle Plattform gestellt, die dann per Kran auf den Waggon gehoben werde. Die einfache Handhabung der Plattform ermögliche einen schnellen und sicheren Umschlag von Sattelaufliegern am Terminal, ohne, dass zusätzliche Rampen oder andere Einrichtungen erforderlich seien.
Pro Hub werde eine Verladezeit von lediglich fünf bis acht Minuten veranschlagt. Dies sorge für eine präzise und sichere Auf- und Abladung mit minimalem Personaleinsatz. Neben den logistischen Vorteilen würden für die Unternehmen durch den Transport nicht-kranbarer Sattelauflieger auf der Schiene auch Mautgebühren und Kraftstoffkosten entfallen. So könne man einen wettbewerbsfähigeren Tarif im Vergleich zum Straßentransport anbieten. Zudem erlaube der Vor- und Nachlauf auf der Straße ein höheres Gesamtgewicht, was die Effizienz weiter steigere.
ÖBB Rail Cargo Group: Digitalisierungsprojekt mit Voestalpine am Start
News vom 10.10.2024 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker und Voestalpine wollen gemeinsam die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene erhöhen und die Lieferkette am Standort Donawitz mit Zu- und Ablaufsteuerung digitalisieren.
Voestalpine Stahl Donawitz, eine Gesellschaft der Voestalpine Metal Engineering Division des Voestalpine Konzerns, und die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) haben die Logistikförderung des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) erhalten. Gefördert wird ein Pilotprojekt für eine integrierte Logistiklösung zur Digitalisierung und Optimierung der schienengebundenen Lieferkette am Standort Donawitz samt Zu- und Ablaufsteuerung.
Die Voestalpine Stahl Donawitz ist Betreiber einer der größten Anschlussbahnen in Österreich und zugleich „Pilotstandort“ für die Entwicklung und Validierung der angestrebten lieferkettenübergreifenden Lösung. Die RCG-Tochter Rail Cargo Logistics - Austria, Muttergesellschaft des RCG-Speditionsnetzwerks, ist ein Logistikanbieter und Partner der österreichischen Industrie im Bereich der Bahnlogistik. Sie will im Projekt an der Konzeption und Entwicklung skalierbarer Schnittstellenlösungen arbeiten. Diese sollen die nachhaltige Digitalisierung von Logistikprozessen entlang der Wertschöpfungskette ermöglichen, so die Unternehmen.
Ziel sei es, in den Bereichen Umwelt, Wirtschaftlichkeit, Standortsicherung und Mitarbeiter:innenzufriedenheit deutlich effizienter zu werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dann als Grundlage für weitere Kunden verwendet werden. Für die Pilotierung der Umsetzung wurde der Fördervertrag mit der SCHIGmbH unterzeichnet.
Leerfahrten vermeiden
Die Grundlage für eine digitale Optimierung der Prozesse seien aktuelle und gemeinsam erkannte Herausforderungen am Standort Donawitz und in der Zusammenarbeit mit (Bahn-)Logistikern wie beispielsweise ressourcenintensive Leerfahrten, nicht ausgelastete Ladekapazitäten sowie hoher manueller Aufwand in der Abwicklung. Diesen Herausforderungen soll das Digitalisierungsprojekt entgegenwirken.
Im Detail bedeutet das, dass das Standortmanagement-Tool weiterentwickelt wird, innovative Datenerfassungssysteme wie ein Video-Checkpoint-System implementiert und lieferkettenübergreifende Schnittstellen zur Prozessintegration geschaffen werden. So wird die Transport- und Informationskette aller relevanten Akteure am Standort durchgängig digitalisiert, es werden Informations- und Datentransparenz geschaffen sowie Energie und Ressourcen gespart.
Von den Verbesserungen profitiere nicht nur die Voestalpine Stahl Donawitz und die RCG, hieß es. Das Projekt leistee zusätzlich zum standortübergreifenden voestalpine-internen Skalierungspotenzial der Schnittstellenlösung auch einen Beitrag für die österreichische Industrie durch CO2-Reduktion, Effizienzsteigerung im Ressourceneinsatz und die Schaffung moderner Arbeitsplätze. Weiter trage das Projekt wesentlich dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene im Transportmix zu erhöhen.
Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) gefördert und im Rahmen des Programms Logistikförderung durch die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) abgewickelt.
ÖBB Rail Cargo Group: Neue TransFER Salzburg - Augsburg
News vom 12.08.2024 von Christine Harttmann
Die Zugverbindung zwischen Österreich und Süddeutschland verkehrt zweimal wöchentlich nach einem fixen Fahrplan und soll den gesamten zentral- und südosteuropäischen Raum erschließen.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) bietet ihren Kunden ab sofort einen neuen TransFER mit fixem Fahrplan zwischen Salzburg und Augsburg an. Damit werde eine Verbindung zwischen Österreich und Süddeutschland geschaffen, die den gesamten zentral- und südosteuropäischen Raum anbindet, teilt das Unternehmen mit.
Mit zwei Rundläufen pro Woche bietet ist die Nonstop-Verbindung zwischen zwei wichtigen Wirtschaftszentren in Österreich und Deutschland unterwegs. Wobei Salzburg, als zentraler Knotenpunkt im österreichischen Schienennetz gilt, und Augsburg, als wichtiges Industrie- und Logistikzentrum im süddeutschen Raum. Dies fördere nicht nur den Warenfluss zwischen den beiden Regionen, sondern stärke die gesamte Logistikkette in Zentral- und Südosteuropa.
Umfassende End-to-end-Logistiklösungen
Von dem neuen Angebot für konventionellen Wagenladungs- und Containertransport auf der Schiene sollen Kunden aus allen Branchen profitieren. Zudem eignet sich der TransFER den Angaben zufolge für den Gefahrguttransport (RID).
Darüber hinaus bietet die RCG umfassende End-to-end-Logistiklösungen an wie den Vor- und Nachlauf, um Güter auch für Kunden ohne eigene Anschlussbahn ans Ziel zu bringen. Zudem werden umfangreiche zusätzliche Speditionsleistungen angeboten. Dazu gehören Umschlag, moderne Lagerlogistik und professionelle Zollabwicklung.
ÖBB Rail Cargo: Neue TransFER Krusevac–Budapest–Duisburg
News vom 02.08.2024 von Nadine Bradl
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) erweitert ihr TransNET um eine multimodale Verbindung von und nach Serbien. Der neue TransFER verknüpft die Wirtschaftszentren West- und Zentraleuropas direkt mit dem Westbalkan.
Die RCG bietet nun einen Rundlauf pro Woche von Kruševac (Serbien), über den ungarischen Terminal BILK (Budapest) nach Duisburg (Deutschland) und vice versa an. Kruševac ist ein bedeutendes Industriezentrum des Westbalkans und spielt eine Schlüsselrolle im regionalen Schienengüterverkehr. Mit seiner zentralen Lage bietet der Standort ideale Bedingungen für den Gütertransport innerhalb Serbiens und in die umliegenden Länder.
Während Budapest als wichtige Drehscheibe den Westbalkan mit den Märkten Zentraleuropas verbindet und durch effiziente Umschlagsmöglichkeiten eine nahtlose Weiterverbindung nach Westeuropa sicherstellt, fungiert Duisburg, einer der größten Binnenhäfen und Logistikzentren Europas, für den internationalen Güterverkehr als Tor zu den Märkten Westeuropas und bietet Weiterverbindungen für Warenströme in die Benelux-Länder.
Fixer Fahrplan und umfassende Zusatzleistungen
Mit dem neuen TransFER bietet die RCG eine zuverlässige Transportlösung auf der nachhaltigen Schiene für die Beförderung von 45-Fuß-Containern und Wechselaufbauten (WAB). Dabei werden alle Branchen abgedeckt, darunter die Getränke-, Chemie-, Baustoff-, Stahl- und Automobilindustrie sowie Gefahrgut (RID). Der fixe Fahrplan sorgt für planbare und pünktliche Transporte zu attraktiven Laufzeiten.
Darüber hinaus werden alle erforderlichen speditionellen Zusatzleistungen angeboten. Dazu gehören die Organisation des Vor- und Nachlaufs, eine moderne Lagerlogistik sowie eine professionelle Zollabwicklung, um einen reibungslosen und sicheren Transport sicherzustellen. Weitere Service-Leistungen wie Nachladung, Reporting und Monitoring, Positionierung und Auslastung des Equipments, Backup-Lösungen auf der Straße sowie eine zentrale Ansprechperson für jeden Kunden runden das Angebot der RCG ab.
ÖBB: Coca-Cola-Transport durch Österreich
News vom 25.07.2024 von Daniela Sawary-Kohnen
Die ÖBB Rail Cargo Group fährt Getränke von Coca-Cola HBC Österreich multimodal vom Burgenland nach Westösterreich. Verwendet werden dabei zweiachsige Flachwagen oder 45-Fuß-Wechselaufbauten der RCG.
Seit einem Jahr transportiert die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) Getränke von Coca-Cola HBC Österreich. Auf dem überwiegenden Teil des Transports (Hauptlauf) werden die Getränkeflaschen dabei nicht mehr ausschließlich mit dem Lkw, sondern nachhaltig per Schiene transportiert.
Vom Produktions- und Logistikzentrum des heimischen Getränkeherstellers in Edelstal im Burgenland werden die Getränke zunächst per Lkw zum Terminal Wien Süd transportiert. Dann geht es im Hauptlauf auf der Schiene in Richtung Tirol und Vorarlberg. Dort angekommen beginnt die letzte Etappe der Lieferkette wieder mit dem Lkw und damit der Nachlauf zu den Lagern. Von dort aus kümmert sich der Lebensmittelhandel um die Feinverteilung zu den Supermärkten. RCG Vorstand Christoph Grasl:
„Dieses Beispiel demonstriert die Stärke multimodaler Logistik. Mit ihr schließen wir die Lücke zwischen Straße und Schiene und sparen pro Transport rund eine Tonne CO2 ein. In einem Jahr waren das bereits 560 vermiedene Lkw-Fahrten – und die Umwelt profitiert.“
Neues Equipment für Getränketransport
Für den Transport der Getränke auf der Schiene kommen laut der ÖBB dabei zweiachsige Flachwagen oder neue 45-Fuß-Wechselaufbauten (WAB) zum Einsatz. Letztere sind multimodal einsatzfähig, das heißt, sie lassen sich sowohl auf der Schiene als auch auf der Straße einsetzen und sind universell verladebar. So können sie von hinten, den Seiten sowie von oben be- und entladen werden. Damit heben sie sich laut der ÖBB stark von einem herkömmlichen Container ab und erleichtern den Transport.
Zudem könnten sie branchenübergreifend für sämtliche Güter eingesetzt werden wie beispielsweise auch in der Chemie- oder Automotive-Logistik, hieß es aus dem Unternehmen. Felix Sprenger, Supply Chain Director bei Coca-Cola HBC Österreich:
„Wir arbeiten aktiv daran, unseren CO2-Fußabdruck innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren. Es freut uns daher sehr, dass wir mit der ÖBB Rail Cargo Group einen Partner an der Seite haben, dem dieses Thema ebenso am Herzen liegt. Die Kooperation erlaubt uns, in unserer Transportlogistik einen wichtigen Schritt zu mehr nachhaltiger Schiene und für unsere Umwelt zu machen.“
ÖBB RCG: Transflex soll mehr Flexibilität auf die Schiene bringen
News vom 05.07.2024 von Christine Harttmann
Mit einem neuen Produkt will ÖBB Rail Cargo Group (RCG) die Flexibilität im Schienengüterverkehr verbessern. Transflex heißt es, maßgeschneiderte Lösungen für die individuellen Bedürfnisse der Kunden verspricht es – und das mit größtmöglicher Bestellflexibilität.
Mit Transflex erweitert die RCG ihre breite Produktpalette an Transfer Verbindungen und individuellen Lösungen. Kunden, die sich für den neuen Service entschieden, verspricht Christoph Grasl, Vorstand der RCG, viel:
„Wer sich für Transflex entscheidet, bekommt noch mehr Flexibilität, was Zeitpunkt, Menge und Relation angeht. Dies ermöglicht unkomplizierte Ad-hoc- beziehungsweise Spot-Verkehre sowie multimodale Lösungen inklusive Lkw-Vor- und Nachlauf und Value Added Services“, weiter ergänzt der Bahn-Manager: „Als nachhaltiges logistisches Rückgrat der europäischen Wirtschaft kommen wir so dem Wunsch unserer Kunden nach einer Erweiterung unseres Produktportfolios nach“.
Vom Pilotprojekt zum Erfolg
Im September 2022 startete die RCG in Deutschland mit zwei Loks in das Pilotprojekt, um im volatilen Markt neben regelmäßigen Transfer Verbindungen mit fixem Fahrplan auch eine flexible Ad-hoc-Lösung zu etablieren. Mittlerweile ist die Zahl der Loks von zwei auf 15 angewachsen. Allein 2023 waren das rund 2.300 Transflex Verbindungen. Das waren laut der ÖBB 2,45 Millionen transportierten Tonne und 1,28 Millionen zurückgelegte Schienenkilometer.
Hauptsächlich sind die Ganzzüge innerhalb Deutschlands, aber auch grenzüberschreitend nach Österreich unterwegs. Besonders bei Kunden aus der Chemie- und Mineralölbranche habe sich die Lösung etabliert, so die Mitteilung. In Zukunft könne das Angebot aber auch auf andere Branchen ausgeweitet werden.
Loktaufe mit Kunden und Partnern
Der Erfolg und offizielle Start von Transflex wurde gemeinsam mit den Partnern MEV und Alpha Trains gebührend gefeiert. Zum Produktstart wurde eine eigens gebrandete Lok am Kölner Hauptbahnhof getauft. Anwesend waren neben zahlreichen Kunden, Partnern und der Presse auch Rail Cargo Group Vorstand Christoph Grasl, Rail Cargo Logistics - Germany Geschäftsführer Cenk Seringölge und MEV CEO Thorsten Dieter.
ÖBB Rail Cargo: Nachhaltige Abfallentsorgung mit FCC Austria Abfall Service
News vom 18.06.2024 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker kann zusammen mit dem österreichischen Abfallentsorgungsunternehmen jährlich 400 Tonnen CO2 einsparen. Genutzt werden unter anderem speziell angefertigte 30-Fuß-Mobiler-Schüttgutbehälter.
Seit 20 Jahren betreiben die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) und das Entsorgungsunternehmen FCC Austria Abfall Service AG nach eigenen Angaben eine nachhaltige Abfallentsorgung.
Im Mittelpunkt steht dabei der Transport von Siedlungsabfällen zur thermischen Verwertung. Jährlich transportiert die RCG demnach zehntausende Tonnen Abfall für die FCC Austria und allein rund 19.000 Tonnen stammten vom Abfallverband Tirol West in Roppen, heißt es. Diese Abfälle würden quer durchs Land nach Zistersdorf in Niederösterreich transportiert.
Komplettabwicklung quer durchs Land
Die RCG wickelt dabei nach eigenen Angaben das gesamte Repertoire in der Supply Chain ab. Der Mobiler-Lkw bringt zunächst den Abfall von Roppen zum rund sechs Kilometer entfernten Bahnhof Ötztal/Imst in Tirol. Auf der Schiene geht es dann weiter im Hauptlauf quer durch Österreich bis zur Anschlussbahn nach Zistersdorf in Niederösterreich, wo die Abfälle per Mobiler-Lkw in der Verwertungsanlage ausgekippt werden.
Die multimodale Lösung umfasst somit den Hauptlauf auf der nachhaltigen Schiene im Einzelwagenverkehr und den Vor- und Nachlauf mittels Mobiler-Logistik sowie die Bereitstellung des benötigten Equipments. Christopher Prax-Huber, Segment Manager Environmental Solutions bei der RCG:
„Dazu zählen speziell angefertigte 30-Fuß-Mobiler-Schüttgutbehälter, die gemeinsam mit FCC weiterentwickelt wurden, um die Nutzlast zu erhöhen und damit Siedlungsabfälle noch effizienter transportieren zu können.“
Im Einzelwagenverkehr würden pro acht-achsigem Tragwagen vier solcher Behälter transportiert. Günter Hickl, Betriebsleiter der FCC Zistersdorf Abfall Service:
„Die RCG ist ein wichtiger Partner für uns, denn mit diesen modernen Container-Systemen können wir große Mengen Abfall effizient und klimafreundlich transportieren. Der Umschlag findet direkt bei uns am Standort mit dem MOBILER-Lkw statt.“
70.000 Tonnen pro Jahr per Bahn
Georg Kraxner, Prokurist der FCC Austria Abfall Service AG:
„Der Antrieb war der Transport von Abfällen über eine weite Strecke. Dazu sind wir mit der RCG ins Gespräch gekommen. Seitdem fahren wir mit der Bahn doch beträchtliche Mengen in unsere thermische Verwertungsanlage. Pro Jahr sind das rund 70.000 Tonnen.“
Die Zusammenarbeit sei ein Beleg dafür, dass es möglich sei, wirtschaftliche Ziele mit dem Schutz des Planeten in Einklang zu bringen und zugleich neue Maßstäbe in der Entsorgungs- und Logistikbranche zu setzen. Rund 400 Tonnen eingesparte CO2-Emissionen pro Jahr würden für sich sprechen.
Thermische Energie nutzen
Nora Bohrn, Head of Corporate Sustainability der FCC Environment CEE:
„Darüber hinaus entsteht durch die thermische Verwertung zusätzlich Energie. In Zistersdorf verwerten wir den Abfall thermisch und gewinnen am Ende Energie für bis zu 20.000 Haushalte oder Industrien.“
Die Transporte stünden zudem im Einklang mit dem novellierten Abfallwirtschaftsgesetz (AWG). Demnach muss der Transport von Abfällen ab einer Entfernung von 200 Kilometern auf der Schiene erfolgen. Wolfgang Riedl, Business Unit Manager bei der RCG:
„Bis 2026 wird die RCG 75 Millionen Euro in neues Equipment investieren. Das setzt sich aus Containertragwagen und speziellen Containern der Gattung MOBILER zusammen. Damit werden bereits heute und auch in Zukunft Abfalltransporte aller Art im Einklang mit dem Abfallwirtschaftsgesetz abgewickelt.“
ÖBB Rail Cargo: Neue Korridore mit Transporeon
News vom 11.06.2024 von Anna Barbara Brüggmann
Transporeon und Bahnlogistiker ÖBB Rail Cargo Group (RCG) bieten neue Korridore an. In Eurasien, Zentral-Europa sowie bei den Ost-West-Verbindungen sollen ab sofort weniger CO2-intensive-Bahn- und Multimodalketten ermöglicht werden.
Anlässlich der Verleihung des Österreichischen Logistikpreises am 5. Juni 2024 kündigten Transporeon und ÖBB Railcargo eine erweiterte Zusammenarbeit sowie neue Korridore an.
Kunden könnten ab sofort ihre Transporte auf weniger CO2-intensive-Bahn- und Multimodalketten verlagern, bei denen die Langstrecke auf der Schiene und die ersten und letzten Kilometer flexibel mit dem Lkw abgewickelt werden – vom und zum Wunschort des Auftraggebers, so die Angaben.
Die neuen Korridoren betreffen folgende Strecken:
- Eurasien: Belgien – West-Türkei; Nordrhein-Westfalen – West-Türkei; Zentral-Ungarn – West-Türkei
- Zentral-Europa: Niedersachsen – Venetien; Nordrhein-Westfalen – Venetien; Ost-Österreich und Ungarn – Venetien
- Ost–West: Zentral-Serbien – Nordrhein-Westfalen; West-Rumänien – Belgien
Echtzeit-Tracking
Durch den Einsatz von Telematik zur Erfassung von Primärdaten könnten Verlader ihre Bahnsendungen in Echtzeit über die Transporeon-Plattform verfolgen. Die Plattform biete zudem eine Berechnung des CO2-Fußbabdrucks nach CountEmissionsEU an.
Multimodale Transporte
Derzeit untersucht Nestlé Ungarn in Zusammenarbeit mit Transporeon und RCG das Potenzial des multimodalen Transports. Laut Zsolt Zahucki, DC Manager für die Nestlé Purina Fabrik in Bük, Ungarn sollen Fahrzeuge effizienter beladen und die Fahrten besser geplant werden.
„Die steigende Nachfrage nach Dekarbonisierung bestärkt auch Verlader darin, den Güterverkehr von der Straße auf den multimodalen Verkehr zu verlagern. Neue Studien haben jedoch gezeigt, dass die fehlende Integration von Schiene und multimodalen Verkehren mit anderen Supply-Chain-Lösungen eine große Hürde darstellt“, so Christopher Keating, Senior Vice President von Trimble Transportation Europe.
Dieses Problem gehe man gemeinsam mit der ÖBB Rail Cargo Group an. Im März 2023 kündigten die beiden Unternehmen die Integration der Angebote und Dienstleistungen der RCG auf der Transporeon-Plattform an, es folgten Tests auf Pilotstrecken zwischen Deutschland, Österreich und Italien.
Ermöglicht werden soll eine integrierte End-to-End-Lieferkette. Man wolle zeigen, dass Transporte auf der Schiene und im multimodalen Verkehr ebenso effizient und bequem abgewickelt werden können wie auf der Straße, so die Kooperationspartner.
„Unsere Strategie ist es, multimodale Transporte anzubieten, die die Nachhaltigkeit der Schiene mit der Flexibilität der Straße verbinden. Unsere Zusammenarbeit mit Transporeon ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer einfachen und nahtlosen Nutzung dieser Dienste“, so Clemens Först, CEO ÖBB Rail Cargo Group.
Nach Aussage von Först biete man bereits ein hohes Maß an Real-time Visibility. Dies wolle man weiter ausbauen, bekräftigt er.
ÖBB Rail Cargo: Kauf von Captrain Netherlands
News vom 03.06.2024 von Daniela Sawary-Kohnen
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat ihren Internationalisierungskurs fortgesetzt und das niederländische Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) Captrain Netherlands b.v. gekauft.
Die Übernahme zwischen der Muttergesellschaft Captrain Holding Paris (SNCF) und der Rail Cargo Carrier Kft. wurde vergangenen Freitag abgeschlossen. Über die Kaufsumme sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. Andreas Matthä, CEO der ÖBB:
„Die Expansion der ÖBB Rail Cargo Group geht weiter: Nach Gründungen in China und Serbien wird das internationale Netzwerk der RCG nun um die Niederlande vergrößert. Es freut mich sehr, die neuen Kolleg:innen im Team ÖBB bei uns willkommen zu heißen. Zusammen verbinden wir die europäischen Wirtschaftszentren mit den Häfen Europas und so mit der ganzen Welt.“
Henrik Würdemann, Geschäftsführer der Captrain Deutschland-Gruppe, bislang für das Management von Captrain Niederlande verantwortlich gewesen:
„Wir freuen uns, mit der ÖBB Rail Cargo Group einen Käufer gefunden zu haben, der bereit ist, alle unsere Mitarbeitenden herzlich willkommen zu heißen, sie in sein Netzwerk zu integrieren und neue Möglichkeiten für die Entwicklung des Unternehmens zu bieten. Die Zusammenarbeit zwischen der österreichischen Gruppe und Captrain hat sich in den letzten Jahren gefestigt und diese geplante Transaktion ist ein neuer Meilenstein.“
Großes Potenzial für Schienengüterverkehr
Die RCG als Nummer zwei unter den Bahnlogistikern in Europa baue mit diesem Schritt ihre Position konsequent weiter aus, hieß es. In 18 Ländern tätig, 13 – und bald 14 – davon in Eigentraktion und mit Transporten bis nach China bilde sie das Rückgrat der europäischen Wirtschaft.
Die Niederlande seien geografisch und strategisch durch die direkte Anbindung der ARA-Häfen Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam an Deutschland und die Positionierung an wichtigen Bahnkorridoren sowie Terminals wie Geleen und Moerdijk von großer Bedeutung. Zudem bestehe großes Interesse, den Modal-Split im Sinne der Klimaziele auszubauen. RCG Vorstandssprecher Clemens Först:
„Die Benelux-Staaten sind für uns ein wichtiger Markt. Mit der Erweiterung unseres Eigentraktionsnetzwerks können wir künftig unsere TransFER Verbindungen auch in Eigentraktion end-to-end abwickeln.“
Eigentraktion, also das Fahren mit eigenem Personal und Lokomotiven, bringe neben Kostenvorteilen auch mehr Flexibilität. Bereits jetzt verkehrt die RCG mit ihren TransFER Netzwerkverbindungen mit fixen Fahrplänen wie dem TransFER Linz–Duisburg–Rotterdam mit vier Rundläufen pro Woche, dem TransFER Wolfurt–Rotterdam mit zwei Rundläufen pro Woche oder dem TransFER Linz–Antwerp, der fast täglich von und in die Benelux-Staaten verkehrt, und verbindet so West- mit Zentral,- Süd- und Südosteuropa. Mit der Übernahme des niederländischen EVU deckt die RCG eine weitere Region Europas mit eigenem Personal und Lokomotiven ab.
Das EVU Captrain Netherlands b.v. ist seit 2007 in den Niederlanden aktiv und konzentriert sich auf die Organisation und Durchführung von Bahntransporten mit Schwerpunkten auf die Terminals Geleen und Moerdijk sowie den Rotterdamer Hafen. Captrain Netherlands b.v. hat 61 Mitarbeiter:innen und 2022 bei einer Transportleistung von 765 Millionen Tonnenkilometern einen Umsatz von 12,2 Millionen Euro erzielt. Der Fuhrpark besteht aus sieben Loks, alle für Verschub und Last-Mile-Services. Das bringe einen großen Vorteil bei End-to-end-Transporten auf der letzten Meile, hieß es abschließend
ÖBB Rail Cargo: Tochtergesellschaft in Serbien gegründet
News vom 24.05.2024 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker hat gemeinsam mit dem serbischen Speditionsunternehmen Transfera ein Joint Venture gegründet.
Die ÖBB Rail Cargo Group und Transfera d.o.o. haben sich zusammengeschlossen. Am gestrigen Donnerstag wurde in der österreichischen Botschaft in Belgrad eine Vereinbarung über die Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet. Die Zusammenarbeit sei ein wichtiger weiterer Schritt auf dem Weg zu innovativen Logistiklösungen am West-Balkan, so die Unternehmen. Christian Ebner, österreichischer Botschafter in der Republik Serbien:
„Ich freue mich, dass mit der Zusammenarbeit von ÖBB Rail Cargo Group mit Transfera Transport & Logistics die Präsenz österreichischer Unternehmen in Serbien noch weiter ausgebaut wird. Österreich ist mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund EUR 3.6 Mrd. einer der größten ausländischen Investoren in Serbien, ein zunehmend bedeutender Markt mit viel Potenzial gerade auch im Schienengüterverkehr.“
Die serbische Wirtschaft befinde sich im Wandel und die Nachfrage nach umweltfreundlichen Transportlösungen steige immer weiter. Die RCG knüpfe genau da an, setze ihren Expansionskurs fort und verbinde mit der Erweiterung ihres europaweiten Netzwerkes Serbien enger mit der Türkei beziehungsweise Griechenland und den Häfen in Hamburg oder Rotterdam. Christoph Grasl, Vorstand in der RCG:
„Transfera liefert das Netzwerk, wir das Know-how. Gemeinsam nutzen wir unsere Stärken, um nachhaltige Logistik- und Speditionslösungen für den serbischen Markt zu etablieren, der seit Jahren zu den wachstumsstärksten in Europa zählt. Dies ermöglicht der serbischen Industrie den einfachen Umstieg von der Straße auf die Schiene. Davon profitiert nicht nur die Wirtschaft, sondern letztlich auch unser Klima.“
Fokus auf multimodale Transporte
Das gemeinsame neu gegründete Unternehmen mit Sitz in Belgrad soll sich zu Beginn mit der Entwicklung intermodaler Logistiklösungen befassen und perspektivisch der Fokus um konventionelle Transporte erweitert werden. Carl Azinger, Geschäftsführer der Rail Cargo Logistics - Austria:
„Multimodalität ist die Zukunft und gemeinsam mit Transfera wollen wir maßgeschneiderte End-to-end-Lösungen entwickeln und nachhaltig in Serbien und darüber hinaus etablieren. Mit diesem Joint Venture setzen wir unsere langjährige erfolgreiche Präsenz auf dem Balkan fort. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und den gemeinsamen Erfolg in einer vielversprechenden Zukunft.“
In den vergangenen Jahren wurden in Serbien wichtige Schritte für den Wiederaufbau der Eisenbahnen sowie Modernisierungen und Verbesserungen in der Eisenbahninfrastruktur unternommen. Der Bau von intermodalen Terminals ist ein wichtiger Faktor für die Integration der serbischen Eisenbahnen in das europäische Transportnetz, so die beiden Unternehmen. Im November letzten Jahres fuhr der erste Güterzug in Zusammenarbeit von der RCG und Transferavom neuen intermodalen Terminal in Kruševac und markierte den Grundstein für Bahntransporte von Kruševac nach Westeuropa. Duško Radović, CEO von Transfera:
„Diese Zusammenarbeit ist ein Symbol für langjährige Freundschaft und Vertrauen, das zur Gründung eines Joint Ventures in Serbien geführt hat. Der multimodale Verkehr stellt die Zukunft der Logistik dar, und wir sind fest davon überzeugt, dass wir durch die Bündelung gemeinsamer Ressourcen, Kenntnisse und Erfahrungen positive Veränderungen anstoßen und neue Standards in der Branche setzen können."
Seit 2023 durch Serbien in Eigentraktion
Im Januar 2023 gründete die RCG ihre 13. Carrier-Gesellschaft Rail Cargo Carrier -Serbiad.o.o. in Belgrad. Dadurch kann die RCG auch in Serbien internationale Transporte in Eigentraktion anbieten, das heißt mit eigenen Lokomotiven und eigenem Personal. Neben Serbien und der Westbalkanregion selbst bietet der Standort laut RCG auch wichtige Verbindungen in die Türkei. Zwar seien die Transporte auf der Schiene zwischen der EU und der Türkei in den letzten Jahren stetig gestiegen, der türkische Außenhandel bleibe jedoch weiterhin stark von Lkw-Transporten abhängig.
ÖBB: Bilanz 2023 - Solides Plus trotz Abschwung und hoher Inflation
News vom 26.04.2024 von Nadine Bradl
Alle Teilkonzerne der ÖBB konnten 2023 positiv abschließen. ÖBB Rail Cargo Group bleibt stabil.
Die ÖBB haben sich trotz Energiekrise, hoher Inflation und Wirtschaftsabschwung im Geschäftsjahr 2023 wirtschaftlich gut behaupten können. Hauptverantwortlich dafür sei die positive Fahrgastentwicklung: Knapp 494 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr mit dem Zug bzw. mit dem Bus gefahren, 10,5 % mehr als 2022 und mehr als je zuvor. Insgesamt konnte der ÖBB Konzern im Jahr 2023 ein solides Plus erwirtschaften - das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt 111,6 Mio. Euro. Es liegt um 42,2 % unter 2022 (193,2 Mio. Euro), wobei das Ergebnis aufgrund eines Sondereffekts im Jahr 2022 schwer vergleichbar ist.
Alle Teilkonzerne sind 2023 im Plus gelandet: Der ÖBB Personenverkehr hat mit 109,1 Mio. Euro abgeschlossen (2022: 158,2 Mio.), die ÖBB Rail Cargo Group mit 13 Mio. Euro (2022: 7,3 Mio.) und die ÖBB Infrastruktur mit 7,7 Mio. Euro (2022: -15,7 Mio.). Während der Personenverkehr einen Rekordwert bei den Fahrgastzahlen verzeichnen konnte, hat sich der Güterverkehr mit 26,1Mrd.Nettotonnenkilometer Transportleistung hingegenim rezessiven Industrieumfeld rückläufig (-8,4 %) entwickelt. Die Betriebsleistung im Netz der ÖBB Infra unterstreicht diese Entwicklungen: Die zurückgelegten Zugkilometer sind im Vergleich zum Vorjahr nur um 1,3 % auf 165,9 Mio. (2022: 163,8 Mio.) gestiegen, womit aber auch hier ein neuer Rekordwert erreicht wurde.
ÖBB CEO Andreas Matthä: „Es ist uns gelungen, trotz der wirtschaftlich herausfordernden Situation ein stabiles Plus zu erarbeiten. Das verdanken wir nicht zuletzt unseren Fahrgästen. In Österreich sind noch nie so viele Menschen mit der Bahn und dem Bus gefahren. Ich freue mich sehr über diesen Zustrom und Zuspruch.“
ÖBB CFO Manuela Waldner ergänzt: „Es ist sehr erfreulich, dass alle Teilkonzerne trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv abgeschlossen haben. Der Wirtschaftsabschwung und die hohen Strompreise haben den Güterverkehr allerdings belastet. Wir investieren in intermodale Angebote, um die Verlagerung auf die Schiene attraktiver zu machen.“
ÖBB Rail Cargo Group im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld
Auch der Schienengüterverkehr war 2023 von den massiv steigenden Energiepreisen, der industriellen Rezession und der damit zurückgehenden Liefermengen konfrontiert: Trotz dieses herausfordernden Marktumfelds ist der Umsatz bei rund 1,907 Mrd. Euro (2022: 1,943 Mrd.) stabil geblieben. Die Nettotonnenkilometer sind von 28,5 auf 26,1 Mrd. gesunken.
ÖBB investierte 4,5 Milliarden Euro vor allem in Infrastruktur und Züge
Eine Rekordsumme von 4,5 Mrd. Euro investierte der Konzern 2023 (2022: 3,9 Mrd. Euro) in die Bahninfrastruktur und in die Modernisierung und den Ausbau ihrer Flotte. Im Bereich Schieneninfrastruktur sind besonders der Ausbau der Süd- und Weststrecke, die weitere Elektrifizierung von Regionalbahnen und die Modernisierung und Errichtung von Bahnhöfen und Park&Ride-Anlagen zu erwähnen.
Die größten ÖBB-Infrastruktur Projekte bleiben Semmering Basistunnel, Koralmbahn und Brenner Basistunnel. Die Großbauprojekte auf der Südstrecke werden es möglich machen, dass Reisende zukünftig in weniger als zwei Stunden zwischen Wien und Graz und in 45 Minuten zwischen Graz und Klagenfurt reisen können.
Ein weiterer Fokus wird auf Investitionen in Kraftwerke und Photovoltaikanlagen gesetzt. Der Bau von Netzanschlüssen für erneuerbare Energieanlagen ist neu im Rahmenplan. Sie machen es möglich, dass der in ÖBB eigenen Wind- und Sonnenkraftwerken nachhaltig produzierte Strom ins Bahnstromnetz gelangen kann. Insgesamt wollen die ÖBB ihren Eigenversorgungsanteil im Bahnstrombereich bis 2030 von 60 auf 80% erhöhen.
Ausblick: Fahrgastrekord und Anstieg des Ergebnisses erwartet
Die Planung für 2024 ist von den Auswirkungen der geopolitischen Krisen und dem daraus resultierenden inflationären und rezessiven Umfeld geprägt. Die ÖBB halten dennoch an ihrem langfristigen Ziel, dem Ausbau und der Verbesserung des Mobilitäts- und Logistikangebots sowie der Eisenbahninfrastruktur fest.
CEO Andreas Matthä zum laufenden Jahr: „Wir rechnen damit, dass der “Bahnboom” auch 2024 weiter anhält. Wir wollen die ÖBB der steigenden Nachfrage entsprechend ausbauen und wachsen. Wachstumfelder bieten der Mikro-Verkehr oder Software-Lösungen, aber auch der Güter- und Nahverkehr im Ausland.“
ÖBB Rail Cargo: Neue Nord-Süd-Verbindungen
News vom 04.04.2024 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker bietet einen neuen TransFER zwischen Wien und Verona sowie eine neue maritime Ganzzugverbindung zwischen Burghausen und Triest an.
Ab sofort bietet die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) den regelmäßigen Transport von Containern und Wechselaufbauten (WAB) zwischen dem Terminal Sommacampagna-Sona bei Verona und dem Terminal Wien Süd CCT an.
Kunden profitierten durch den neuen TransFER mit einer Netzwerkverbindung mit fixem Fahrplan von einer durchgängigen, länderübergreifenden Abwicklung aus einer Hand und verkürzten Transportzeiten, heißt es von der RCG. Transportiert werden Container zwischen 20 und 45 Fuß und Wechselaufbauten (WAB) zwischen 25 und 45 Fuß.
Mehr Abfahrten für Ungarn und Slowenien
Der TransFER Duisburg–Villach–Ljubljana verbindet zudem Slowenien über Villach mit Deutschland. Die Erhöhung der Rundläufe von vier auf fünf pro Woche soll laut dem Bahnlogistiker zur weiteren Effizienz beim Transport von Containern und Wechselaufbauten (WAB) sowie kranbaren Trailern beitragen.
Gleichzeitig verkehrt die RCG mit der Verbindung zwischen Budapest und Neuss ab sofort mit fünf statt drei Rundläufen pro Woche zwischen Ungarn und Deutschland und verbindet damit hochfrequent Westeuropa mit Süd- und Südosteuropa. Transportiert werden Container zwischen 20 und 45 Fuß, Wechselaufbauten (WAB) zwischen 25 und 45 Fuß sowie Trailer – sowohl kranbar als auch nicht kranbar.
Neue maritime Verbindung nach Trieste
Seit Anfang April gibt es zudem eine wöchentliche Ganzzugverbindung für intermodale Warenströme zwischen Burghausen und Triest. Der neue TransFER verkehrt einmal wöchentlich im Rundlauf und bietet eine Transportmöglichkeit für intermodale Warenströme zwischen dem süddeutschen Terminal Burghausen UBF und dem italienischen Terminal Triest CMR an der Adria. Dabei werden 20- und 40-Fuß-Container sowie Gefahrgut (RID) transportiert.
Mit der Einführung der neuen Verbindung reagiere man auf die steigende Nachfrage nach Bahntransportlösungen im bayerischen und österreichischen Markt, heißt es vom Bahnlogistiker. Dabei fungiere Burghausen als wichtiger Knotenpunkt für den Güterverkehr zwischen Deutschland, Österreich und anderen europäischen Wirtschaftszentren. Triest wiederum sei ein wichtiges Tor für den Handel zwischen Zentral- und Osteuropa, dem Mittelmeerraum und auch für Transporte nach Fernost.
ÖBB Rail Cargo: Neue Türkei-Verbindung
News vom 28.03.2024 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker bietet seit kurzem eine neue Bahnverbindung zwischen München und dem rumänischen Curtici sowie Curtici und dem türkischen Tekirdag an. Gleichzeitig können nicht-kranbare Sattelauflieger zwischen dem belgischen Genk und Curtici befördert werden.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) fährt seit kurzem mit fünf Rundläufen pro Woche von Curtici nach Tekirdag und mit einem Rundlauf pro Woche von München nach Curtici. Zudem geben es auf der Strecke zwischen dem belgischen Genk und dem rumänischen Curtici eine Rundlauferhöhung von drei auf fünf Mal pro Woche und ein neues Pilotprojekt für nicht kranbare Sattelauflieger, so das Unternehmen.
Die RCG will damit nach eigenen Angaben ihr Netzwerk für Kunden verbessern, die ihre Güter in Richtung Türkei transportieren wollten. Denn dies sei eine wichtige Güterverkehrsdrehscheibe für Transporte zwischen Europa und Asien, so der Bahnlogistiker.
So fährt die RCG seit Anfang Februar mit fünf Rundläufen pro Woche den TransFER zwischen Curtici und Tekirdag, was mit Unterstützung von Pasifik Eurasia möglich gemacht worden sei. Die Verbindung ersetze den Verkehr mit drei wöchentlichen Rundläufen von Curtici nach Istanbul und schaffe eine direkte Anbindung an den Hafen von Tekirdag – einem wichtigen Umschlagplatz für Verkehrsströme zwischen Westeuropa und der Türkei über das Gateway Curtici sowie für den Transitverkehr.
Mit einem Rundlauf pro Woche fährt der Bahnlogistiker zudem auch von München direkt nach Curtici und vernetzt dieses regelmäßig mit Süddeutschland und in Kombination der beiden neuen Verbindungen ab beziehungsweise bis Tekirdag.
Der TransFER Genk–Curtici wird nach eigenen Angaben von drei auf fünf Rundläufe pro Woche erhöht und ermöglicht weitere Verbindungen ab beziehungsweise bis Tekirdag. Zudem können ab sofort auf dieser Verbindung auch nicht-kranbare Sattelauflieger befördert werden, hieß es. Für die Verbindung zwischen Budapest und Neuss sei das zudem in Planung.
Der TransFER Budapest–Istanbul verkehre weiterhin mit vier Rundläufen pro Woche, der TransFER Bratislava–Istanbul mit einem Rundlauf pro Woche.
ÖBB: Erweiterung des Netzwerks über den Brenner
News vom 12.03.2024 von Anna Barbara Brüggmann
Die ÖBB Rail Cargo Group gibt Neuerungen bei den Transfer-Verbindungen von und nach Italien bekannt. Zwei neue Relationen sollen das Netzwerk über den Brennerpass erweitern.
Eigenen Angaben zufolge möchte die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) zur Verkehrsverlagerung auf die Schiene entlang der Brennerachse und zur Entlastung des Transitverkehrs in Tirol beitragen.
Verona-Göttingen
Nun wurden zwei neue Italien-Verbindungen etabliert - so auch eine Direktverbindung für kontinentale Warenströme zwischen Verona und dem DUSS-Terminal Göttingen in Niedersachsen mit vier Rundläufen pro Woche. Die RCG transportiert auf dieser Relation Container zwischen 20 und 45 Fuß sowie kranbare Trailer.
Padua-Hannover
Neu hinzu kam auch die Transfer-Verbindung Padua–Hannover. Angeboten werden vier wöchentliche Rundläufe pro Woche mit direkter Anbindung an das Rail Terminal Hannover-Leinetor. Eine Erhöhung der Frequenz auf sechs Rundläufe pro Woche sei in Planung. Transportiert werden können Container sowie Wechselaufbauten (WAB) zwischen 20 und 45 Fuß.
Rundlauferhöhung
Für die Relation Verona–Wuppertal gibt das Unternehmen eine Rundlauferhöhung auf sechsmal statt bisher viermal pro Woche bekannt. Transportiert werden dabei Container und WAB zwischen 20 und 45 Fuß sowie kranbare Trailer.
Die ÖBB Rail Cargo Group bietet aktuell nach eigenen Angaben rund 60 Transfer-Verbindungen, über 1.500 Transfer-Kombinationen und verschiedene individuelle Routen auf dem eurasischen Kontinent.
Die Transporteinheiten variieren dabei von ganzen Wagenladungen über intermodale Transporte bis hin zu individuellen Gesamtlösungen. Je nach Abfahrts- beziehungsweise Zielort können speditionelle Zusatzleistungen wie Umschlag, Lagerlogistik oder Zollservice gebucht werden.
ÖBB Rail Cargo: TransFER-Verbindung von Linz nach Rotterdam
News vom 29.01.2024 von Anna Barbara Brüggmann
Mit einer direkten Rundlaufverbindung zwischen Österreich, Deutschland und den Niederlanden hat die ÖBB Rail Cargo Group ihre Services erweitert. Angeboten werden vier wöchentliche Rundläufe.
TransFER heißen bei der ÖBB Rail CargoGroup die Netzwerkverbindungen mit fixem Fahrplan. Diese wurden nun um eine Relation nach Rotterdam ergänzt - um eine direkte Rundlaufverbindung zwischen Österreich, Deutschland und den Niederlanden zu ermöglichen, heißt es.
„Mit unserem neuen TransFER Linz–Duisburg–Rotterdam schaffen wir eine weitere, hochfrequente Direktverbindung zu einem der größten Seehäfen der Welt“ so RCG-Vorstandssprecher Clemens Först.
Dies sorge für eine Anbindung maritimer Warenströme an die Wirtschaftsregionen West- und Zentraleuropas. Der erneuerte TransFER ermögliche zudem innerhalb Rotterdams Umfuhren zu allen maritimen und kontinentalen Terminals in den Industrie- und Hafengebieten Maasvlakte und Waalhaven sowie nach Antwerpen und Zeebrügge.
Linz–Duisburg–Rotterdam
Die Verbindung nach fixem Fahrplan startet in Linz und führt über Duisburg nach Rotterdam. Befördert werden könnten stapelbare Container zwischen 20 und 45 Fuß. In Richtung Rotterdam sei auch der Einsatz von Wechselaufbauten (WAB) möglich. Zudem soll bald eine zusätzliche Transportmöglichkeit für kranbare Trailer geschaffen werden.
Auf der gesamten Strecke sei auch der Transport von Gefahrgütern möglich. Laut eigenen Angaben transportiert die Unternehmensgruppe mit rund 60 TransFER-Verbindungen, über 1.500 TransFER-Kombinationen und verschiedenen individuellen Routen Waren in Eurasien.
ÖBB: 600 Containertragwagen gemietet
News vom 07.12.2023 von Daniela Sawary-Kohnen
Die ÖBB Rail Cargo Group hat eine Rahmenvereinbarung über 600 Containertragwagen mit dem Schweizer Wagenvermieter MFD Rail abgeschlossen.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) nutzt die multimodale Logistik, kurz MML und hat dazueine Rahmenvereinbarung mit dem Schweizer Wagenvermieter MFD Rail abgeschlossen. Künftig sollen bis zu 600 zusätzliche Containertragwagen dazu beitragen, noch mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern.
Die angemieteten Containertragwagen von MFD Rail seien speziell auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt und für den Einsatz mit den Mobiler-Behältern konzipiert worden, so die ÖBB.
In Kombination mit der hydraulischen Hubvorrichtung des Mobiler könnten dadurch Güter ohne Kran und Anschlussgleis zwischen Bahn und Lkw umgeschlagen werden. Die Logistiklösung kommt nicht zuletzt beim umweltfreundlichen Transport von Abfällen auf der Schiene zum Einsatz. 2023 seien so bereits über 200.000 Tonnen Abfälle im Sinne des novellierten Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG) vertraglich fixiert und somit nachhaltig auf die umweltfreundliche Schiene verlagert worden. 2024 sollen es laut der RCG noch einmal deutlich mehr werden.
Erste Tranche einsatzbereit
Die ersten 100 Containertragwagen aus Neubauproduktion sind bereits eingetroffen und werden in unterschiedlichsten Bereichen der Entsorgungslogistik eingesetzt. Die nächste Tranche ist laut RCG für 2024 geplant und umfasst dann weitere 100 speziell gebrandeter Containertragwagen, die im Laufe des ersten Halbjahres übergeben werden sollen.
Durch die Bereitstellung multimodaler Tragwagen leiste MFD Rail einen bedeutenden Beitrag zum Ausbau der flexiblen Logistikdienstleistungen der RCG, so die ÖBB.
ÖBB: Voralberger Güterterminal Wolfurt ausbauen
News vom 20.11.2023 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker und das Land Vorarlberg wollen eine stärkere Verkehrsverlagerung auf die Schiene und damit eine Steigerung der Anschlussgleisnutzung erreichen. Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist der ÖBB Güterterminal Wolfurt.
Die Vorarlberger Wirtschaft, die durch einen Mix an verschiedenen Wirtschaftsbereichen und eine hohe Exportquote gekennzeichnet ist, setzt bereits seit längerem auf die umweltfreundliche Schiene. Voraussetzung dafür seien laut ÖBB leistungsfähige, zuverlässige Logistikservices und der einfache Zugang zum Bahntransport.
Vorarlbergs Mobilitäts- und Klimaschutzlandesrat Daniel Zadra und ÖBB CEO Andreas Matthä haben sich am vergangenen Freitag bei der Firma Blum in Dornbirn für gemeinsame Zielsetzungen und damit verbundenen Maßnahmen ausgesprochen, um künftig deutlich mehr Güter von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern.
Kapazität am ÖBB-Terminal Wolfurt ausbauen
Zentraler Dreh- und Angelpunkt für die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene ist dabei der ÖBB Güterterminal Wolfurt. Mit derzeit 1.700 Vollcontainerlager-Stellplätzen im unmittelbaren Kranbereich sowie 3.500 Leercontainerlager-Stellplätzen ist der Terminal laut der ÖBB der wichtigste Güterverkehrsknoten in Westösterreich und zugleich das Containertor von Vorarlberg in die ganze Welt. ÖBB CEO Andreas Matthä:
„Die Vorarlberger Wirtschaft nimmt den Terminal Wolfurt sehr gut an und wir sind mittlerweile schon fast an der Auslastungsgrenze.“
Im Vorjahr wurden 150.000 ITE (intermodale Transporteinheiten = die Bezeichnung für Container, Wechselbehälter sowie Sattelanhänger, die sich für den intermodalen Verkehr eignen) umgeschlagen. Matthä:
„Die Nachfrage ist ungebrochen hoch, daher werden wir bis Ende 2029 in mehreren Etappen die Kapazität am Terminal Wolfurt verdoppeln und unser Service flexibler und nachfrageorientiert gestalten.“
Bereits zum Jahreswechsel 2023/24 sollen die Öffnungszeiten in einem Pilotversuch bei Bedarf für Züge von derzeit Montag 6.30 Uhr bis Freitag 22:00 und für Lkw und Züge auf Samstag 14:00 erweitert werden. 2028 sollen dann die Arbeiten zur Erweiterung des Terminalgeländes beginnen.
Ausbau mit Deutschland und der Schweiz
Gerhard Humpeler, Geschäftsleiter des Beschlägeherstellers Blum:
„Im Sinne der Nachhaltigkeit verschicken wir über 35 % unserer Produkte via Schiene, der Wert steigt kontinuierlich und unser Ziel ist 50 % in den nächsten Jahren zu erreichen. Wir sind seit Jahren vom Erfolgsmodell Anschlussbahn überzeugt. Wir sparen durch die Bahntransporte bereits mehr als 138.000 Tonnen CO2-Emissionen und 7.000 Lkw-Fahrten ein. Für die Zukunft des Güterverkehrs ist ein Schienenausbau in Vorarlberg und die Erweiterung des Güterterminals in Wolfurt aber unumgänglich. Für eine Erhöhung des Anteils muss auch der internationale Ausbau und Zusammenarbeit mit Deutschland und der Schweiz verbessert werden.“
Gemeinsam mit der Rhomberg Gruppe betreibt Blum die Anschlussbahn Stöcken in Dornbirn, eine regelmäßig genutzte Anschlussbahn in Vorarlberg und dem gesamten Österreich.
Im vergangenen Jahr haben die beiden Unternehmen laut dem Unternehmen über 220.000 Tonnen über die Anschlussbahn versandt. Zusätzlich bekommt Blum von den Lieferanten rund 60 Prozent der Stahllieferungen über den Terminal Wolfurt geliefert. Gerhard Humpeler:
„Wir arbeiten daran diesen Anteil auf über 90 % zu erhöhen. Für die Transporte zwischen unseren 8 Werken kommen umweltfreundliche Biogas-Lkw zum Einsatz.“
Anschlussbahnen als Einstieg zum Umstieg
Derzeit rollen jährlich rund drei Millionen Lkw über Vorarlbergs Straßen. Das bedeutet, dass rund 90 Prozent aller Güter über die Straße transportiert werden. Mit rund 10 Prozent ist der Modalanteil der Schiene im Güterverkehrsaufkommen in Vorarlberg laut den Parteien aber noch viel zu gering.
Dabei wäre gerade Vorarlberg für den Schienengüterverkehr prädestiniert, heißt es. Durch die starke Exportorientierung der Wirtschaft überwiegt in Vorarlberg der Quell- und Zielverkehr, das heißt, die Gütertransporte kommen entweder aus dem Ausland, um in Vorarlberger Betrieben verarbeitet zu werden oder sie werden ins Ausland exportiert. Daniel Zadra:
„Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einem Lkw-Transitland oder einem Bahnland leben wollen. Aus meiner Sicht ist die Entscheidung klar. Der Güterverkehr muss von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Daran wollen wir gemeinsam mit der Vorarlberger Wirtschaft arbeiten.“
Ein wichtiger Anker für Transportverlagerung seien die Anschlussbahnen, so Matthä:
„Güter, die ab Werk auf Schiene sind, bleiben meistens bis ans Ziel auf Schiene. Für Kunden ohne eigenen Gleisanschluss stehen öffentliche Ladegleise zur Verladung auf die Schiene zur Verfügung und für den Kombinierten Verkehr sind intermodale Terminals die ideale Drehscheibe zwischen Straße und Schiene.“
Es bleibe dabei: Ohne eine substanzielle Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene werden man die Klimaziele nicht erreichen, so Zadra. Zugleich müsse allen klar sein, dass diese Transformationsprozesse Zeit bräuchten – logistische Abläufe ließen sich nun einmal nicht von heute auf morgen auf den Kopf stellen. Doch eine Umfrage, die man gemeinsam mit den ÖBB in den letzten Wochen durchgeführt habe, liefere wertvolle Erkenntnisse und belastbare Daten, auf deren Basis man nun die Unterstützungsangebote für interessierte Unternehmen ausbauen wolle.
Unternehmen zufrieden mit Anschlussbahn
Die Umfrage der ÖBB und des Landes unter Vorarlberger Betrieben ergab, dass Unternehmen, die über eine Anschlussbahn verfügen, damit sehr zufrieden sind. Gleichzeitig fehle es aber bei Unternehmen ohne Anschlussbahn an Informationen über die Rahmenbedingungen für Anschlussbahnen und die bestehenden Fördermöglichkeiten.
Förderanreize seien allerdings ein wichtiger Hebel, um Anschlussbahnen attraktiver zu machen. Denn Errichtung und Betrieb einer Anschlussbahn fielen im Gegensatz zur Straßenerrichtung komplett in die Verantwortung des jeweiligen Unternehmens.
Um die Attraktivität von Anschlussbahnen und öffentlichen Ladegleisen als Einfüllpunkte für den Schienengüterverkehr weiter zu steigern, wollen ÖBB und Land Vorarlberg auf Basis der Umfrageergebnisse zunächst die Information und Beratung rund um Transportverlagerung für Unternehmen ausbauen. Zadra und Matthä:
„Dafür haben sowohl ÖBB als auch Land Vorarlberg die Funktion eines Güterverkehrskoordinators geschaffen. Auf Seiten des Landes steht ab sofort Jörg Zimmermann, auf Seiten der ÖBB Michael Bares für alle Fragen zur Verfügung, die sich im Zusammenhang mit der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene ergeben. Es wird kein Anliegen zu klein und kein Problem zu groß sein.“
Für jeden ein Bahnanschluss
Neben dem ÖBB Containerterminal in Wolfurt und dem kleineren Bahnterminal in Bludenz bestehen in Vorarlberg 24 firmeneigene Anschlussbahnen mit Anschluss ans ÖBB Netz und weitere sieben auf der Montafonerbahn. Für die Unternehmen sind ihre Anschlussbahnen der direkte Zugang zum hochrangigen internationalen Bahnnetz und damit zu internationalen Häfen und Wirtschaftszentren.
Rund 60 Prozent des Gesamtgüteraufkommens kommen derzeit in ganz Österreich über Anschlussbahnen ins Transportsystem. Mit jeder zusätzlichen Anschlussbahn und jedem zusätzlichen Betrieb, der Ladegleise nutzt, steigt die Netzwirkung und damit die Gesamtattraktivität des Gütertransports auf Schiene. Andreas Matthä:
„Unser Ziel ist, dass es für ein Unternehmen genauso einfach und günstig wird, einen Bahnanschluss zu bekommen wie einen Straßenanschluss.“
Die Errichtung und der Betrieb von Anschlussbahnen müssen derzeit von den verlagerungswilligen Unternehmen selbst bezahlt werden. Für den Neubau, die Erweiterung und Reaktivierung von Anschlussbahnen besteht ein Förderprogramm des Bundes, mit dem bis zu 50 Prozent der Kosten gefördert werden, abgewickelt über die bundeseigene Schieneninfrastrukturgesellschaft (SCHIG).
ÖBB RCG: Neue Verbindungen zwischen Zentraleuropa und Zentralasien
News vom 19.09.2023 von Anna Barbara Brüggmann
Mit 16 neuen intermodalen Verkehren über den Mittelkorridor verbindet die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) die Handelszentren Zentraleuropas und Zentralasiens. Kürzere Transitzeiten verspricht das Unternehmen für die regelmäßig verkehrenden Züge.
Die ÖBB Rail Cargo Group erweitert ihr TransNet und bietet neue Transfer-Verbindungen für intermodale Warenströme. Die Handelszentren in Zentraleuropa und -asien sollen damit via Mittelkorridor näher zusammenrücken, so die Angaben.
Die Abwicklung erfolge in Zusammenarbeit mit Partnern, um auf der der ganzen Strecke effiziente Transportlösungen sicherzustellen, heißt es. Die angegebenen Laufzeiten für die regelmäßig getakteten Züge betragen der Pressemitteilung zufolge rund 30 Tage.
Kürzerer Transit, Umgehen geopolitischer Einschränkungen
Profitieren sollen die Kunden von kürzeren Transitzeiten, zuverlässigen und nachhaltigen Transportlösungen für 20-Fuß- und 40-Fuß-Container und verbesserten Verbindungen zwischen den Märkten in beiden Regionen. Da die Routen nicht durch sanktionierte Länder führen, sei es für die Kunden möglich, eine Transportversicherung abzuschließen.
Zudem umginge man mit den angebotenen Transportlösungen die aktuell überlasteten Be- und Entladehäfen sowie die Seeterminals und Hinterlandterminals – mit folglich weniger Engpässen und einer effizienteren Abwicklung von Import- und Exportsendungen, so RCG.
Das Unternehmen bietet dabei eigenen Angaben gemäß alle Logistikservices einschließlich zusätzlicher Speditionsleistungen an. Die Kunden sollen dabei täglich über den aktuellen Transportstatus informiert werden.
Drei Routen
Verfügbar sind drei verschiedene Routen: Über Istanbul (Türkei) nach Tiflis (Georgien), Eriwan (Armenien), Baku (Aserbaidschan), Astana und Almaty (Kasachstan), Ashgabat (Turkmenistan) und Taschkent (Usbekistan).
Über Constanta (Rumänien) verläuft die Route nach Tiflis (Georgien), Baku (Aserbaidschan), Astana und Almaty (Kasachstan), Aschgabat (Turkmenistan) und Taschkent (Usbekistan).
Zusätzlich geht es über den Nordkorridor nach Astana (Kasachstan), Taschkent (Usbekistan) und bis nach Ulan Bator (Mongolei).
ÖBB Rail Cargo: Alternative nach gesperrtem Gotthardtunnel
News vom 13.09.2023 von Nadine Bradl
Als Ausweichmöglichkeit für den Güterverkehr nach der Sperre im Gotthardtunnel hat ÖBB Rail Cargo einen neuen TransFER Verona–Wuppertal geschaffen.
Aufgrund der jüngsten Sperren im Gotthardtunnel und auf der Brennerstrecke bietet die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) mit ihrem neuen TransFER Verona–Wuppertal eine Ausweichmöglichkeit für den Güterverkehr zwischen Italien und Deutschland. Der internationale Güterverkehr ist auf dieser Achse aktuell erheblich beeinträchtigt. Die Brennerstrecke ist nach einer Komplettsperre im August für Güterzüge wieder freigegeben, doch im Gotthardtunnel gibt es weiterhin Einschränkungen. Auf der Nord-Süd-Verbindung durch die Schweizer Alpen dauern die Aufräumarbeiten nach der Entgleisung eines Güterzuges an.
Direkte Verbindung
Der TransFER Verona–Wuppertal biete eine attraktive Alternative für den Transport von Gütern zwischen den beiden Märkten. Damit schafft die RCG eine direkte Netzwerkverbindung ohne Zwischenstopp für kontinentale Warenströme zwischen Norditalien und dem Ruhrgebiet und trägt zudem zur Verkehrsverlagerung auf die umweltfreundliche Schiene entlang der Brennerachse und zur Transitentlastung in Tirol bei.
Ab sofort drei Rundläufen pro Woche
Der TransFER Verona–Wuppertal eignet sich besonders für 20-, 30-, 40- und 45-Fuß Container sowie 25- und 45-Fuß Wechselaufbauten (WAB) und kranbare Trailer. Nach Einschränkungen der letzten Wochen verkehrt der TransFER ab sofort mit drei Rundläufen pro Woche zwischen dem Terminal in Sommacampagna-Sona bei Verona und dem DUSS Terminal Wuppertal-Langerfeld. Bei steigender Nachfrage besteht die Möglichkeit, die Anzahl der Rundläufe weiter zu erhöhen.
ÖBB Rail Cargo: Optimierte Logistikleistungen in Italien
News vom 01.08.2023 von Nadine Bradl
Aus zwei mach eins: ÖBB Rail Cargo hat die Logistikzentren in Desio und San Stino zu einer Tochtergesellschaft zusammengelegt.
Bisher sind die beiden Logistikzentren der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) in Desio und San Stino von den Gesellschaften Rail Cargo Terminal - Desio S.r.l. und Rail Cargo Terminal - S. Stino S.r.l. betrieben worden. Nun wurden sie zusammengelegt und firmieren neu als Rail Cargo Logistics - Terminals Italy S.r.l. Dies soll nach eigenen Angaben die Position der RCG als Anbieter von intermodalen und konventionellen Bahnlogistikleistungen in Italien stärken. Für Kunden bringe die Fusion sowohl im Produktions- als auch im Logistikbereich mehrere Vorteile: effiziente Transportlösungen, verstärkter Service und umfassendere Unterstützung bei der Warenverteilung.
Wichtig für den Güterverkehr in Italien und darüber hinaus
Italien spielt laut RCG eine entscheidende Rolle als Verkehrsknotenpunkt für interkontinentale und maritime Verbindungen sowie den Handel im Mittelmeerraum. Mit hochfrequenten TransFER Verbindungen verknüpft die RCG die Wirtschaftsräume Italiens mit zahlreichen Wirtschaftszentren Europas. Die beiden Logistikzentren in Desio (Provinz Monza Brianza) und San Stino di Livenza (Provinz Venedig) bilden das Herzstück für den Güterverkehr in ganz Italien. Sie ermöglichen ganzheitliche Transport- und Lagerlogistik bis hin zur landesweiten Enddistribution. Durch die zentrale Lage der Logistikstandorte sei eine optimale Anbindung an die bedeutendsten Wirtschaftsmärkte Zentral-, Süd- und Südosteuropas möglich.
TransFER
Mit rund 60 TransFER Verbindungen, mehr als 700 TransFER Kombinationen und zahlreichen individuellen Routen transportiert die ÖBB Rail Cargo Group nach eigenen Angaben Waren am gesamten eurasischen Kontinent. Die Transporteinheiten variieren dabei von ganzen Wagenladungen über intermodale Transporte bis hin zu individuellen Gesamtlösungen. Je nach Abfahrt- bzw. Zielort können speditionelle Zusatzleistungen wie Umschlag, Lagerlogistik oder Zollservice gebucht werden.
Ukraine: ÖBB Rail Cargo verbindet Wien mit Kiew
News vom 10.05.2023 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker hat zusammen mit der ukrainischen Bahn Ukrsalisnyzja eine neue Cargo-Verbindung gestartet.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) bindet in Zusammenarbeit mit der Ukrainischen Bahn durch den neuen TransFER Vienna–Kyiv nun auch die Ukraine an ihr intermodales Netzwerk an. Mit der neuen Verbindung zwischen Kiew und Wien mit Halt in Budapest und Lemberg bietet die ÖBB-Güterverkehrstochter eine erste regelmäßige, hochfrequente intermodale Verbindung zwischen der Ukraine und den Hubs in Zentraleuropa. ÖBB-CEO Andreas Matthä:
„Ganz Europa muss, was den Schienengüterverkehr angeht, enger zusammenwachsen. Daher bin ich überzeugt davon, dass nicht nur die Ukraine von ihrer Aufnahme in das internationale Netzwerk der ÖBB Rail Cargo Group profitiert – sondern wir alle. Denn das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, für Wirtschaft, Länder und Umwelt.“
Der Schienengüterverkehr habe in den zahlreichen internationalen Krisen seine Systemrelevanz zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit bewiesen. Viacheslav Yeromin, Vorstand Güterverkehr Ukrainische Bahn:
„Die Ukraine ist als Quellmarkt vor allem im Bereich der Rohstoffe und der Agrarprodukte essenziell für die europäischen Versorgungsketten. Durch qualitative Transportprodukte möchten wir die Integration des Landes an das europäische Transportnetz gewährleisten, um unsere Produzenten sowie unsere Aufnahmemärkte effizient mit den europäischen Häfen und Logistikknoten zu verbinden.“
Die RCG unterstützt die Ukraine seit März 2022 intensiv mit Transport- und Logistikdienstleistungen. Allein im Segment der Agrarprodukte wurden mehr als zwei Millionen Tonnen exportiert mit mehr als 100 Zügen pro Monat.
In Zusammenarbeit mit den Ukrainischen Eisenbahnen (Ukrzaliznytsia/UZ) verbindet die RCG damit die Ukraine mit der Europäischen Union und darüber hinaus. Unternehmen haben dadurch:
- Vollen Zugang zu den maritimen, kontinentalen und eurasischen Verbindungen der RCG
- Trucking-Service zu jeder europäischen Destination – ausgehend von Budapest und Wien
- Fixen Fahrplan mit wöchentlichen Abfahrten in beide Richtungen
Die Traktion in Europa auf Normalspur soll ab der ukrainischen Grenze aus einer Hand durch die RCG durchgeführt werden, hieß es. Sie werde auch zusätzliche logistische Dienstleistungen wie Terminal-Services, Import- und Exportzoll abwickeln. Auf der Breitspur bis zur ukrainisch/ungarischen Grenze übernimmt der Partner Ukrzaliznytsia.
Italien: ÖBB Rail Cargo fährt nach Venetien
News vom 20.04.2023 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker hat seinen Fahrplan ab dem österreichischen Villach um die zwei neuen italienischen Ziele Treviso und Frosinone erweitert.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) baut ihr flächendeckendes Netzwerk (TransNET) weiter aus und erweitert den TransFER Villach–Italy um die Destinationen Treviso in der Region Venetien und Frosinone in Latium.
Mit einem Rundlauf pro Woche werden jetzt auch Verkehre zwischen Villach und Treviso angeboten. Treviso sein ein bedeutender Umschlagplatz für Güter und die Drehscheibe für den Warenverkehr zwischen Nord- und Südeuropa, hieß es.
Frosinone sei hingegen ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt in der Region Latium und werde auf Anfrage bedient. Von dort aus können Güterzüge zwischen verschiedenen Regionen Italiens und in weitere europäische Länder fahren.
Kunden profitieren von umfassenden Logistiklösungen, die die gesamte Lieferkette abdecken sowie von mehreren wöchentlichen Abfahrten zwischen Villach und zehn Destinationen in ganz Italien. End-to-end-Logistiklösungen inklusive der Organisation von Vor- und Nachlauf, konventionellem Wagenladungs- aber auch Containerverkehr sowie speditionellen Zusatzleistungen wie Umschlagsmöglichkeiten, Lagerlogistik und Zollservice kommen aus einer Hand.
Mit rund 60 TransFER Verbindungen und über 700 TransFER Kombinationen sowie zahlreichen individuellen Routen transportiert die ÖBB Rail Cargo Group Waren am eurasischen Kontinent. Die Transporteinheiten variieren dabei von ganzen Wagenladungen über intermodale Transporte bis hin zu individuellen Gesamtlösungen. Je nach Abfahrt- bzw. Zielort können speditionelle Zusatzleistungen wie Umschlag, Lagerlogistik oder Zollservice gebucht werden.
ÖBB Rail Cargo: Verbindung zur nördlichen Adria
News vom 14.04.2023 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker verbindet ab sofort Ungarns Hauptstadt Budapest mit dem kroatischen Rijeka.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) erweitert ihr flächendeckendes TransNET und bietet laut eigenen Angaben ab sofort eine schnelle und zuverlässige Transportlösung zwischen Ungarn und der nördlichen Adria an. Der Hafen von Rijeka ist ein wichtiger Umschlagplatz für Süd-, Zentral- und Südosteuropa. Mit dem neuen TransFER schafft die RCG neben mehreren Ganzzugslösungen eine direkte Netzwerkverbindung ohne Zwischenstopp für maritime Warenströme zwischen Budapest und Rijeka.
Der TransFER zwischen Budapest und Rijeka eignet sich laut dem Bahnlogistiker besonders für 20- und 40-Fuß Container. Mit zwei Rundläufen pro Woche verkehrt er zwischen dem Terminal BILK in Budapest und dem Terminal im Hafen von Rijeka. Vom Terminal BILK aus besteht die Möglichkeit über Antennenverbindungen weitere Ziele in Westeuropa wie Neuss, Wien, Wels oder Ludwigshafen zu erreichen.
Zu Beginn des Jahres hat die RCG bereits ein eigenes Büro im Hafen von Rijeka eröffnet. Die Mengen an Containertransporten vom und zum Hafen von Rijeka haben laut Mitteilung deutlich zugenommen und mit einem eigenen Büro vor Ort können diese nun schneller aus einer Hand abgewickelt werden.
Der Standort in Rijeka bietet Hafen-Agenturleistungen für Import und Export, Zollabfertigung für Import, Export und Transitanmeldung, Hafenbetrieb und Disposition, Lkw-Transporte von und nach Rijeka, Erstellung von Frachtbriefen (CIM, CMR) sowie weitere Dienstleistungen auf Anfrage.
ÖBB Rail Cargo: 300 neue Wechselbrücken
News vom 06.04.2023 von Daniela Sawary-Kohnen
In die neuen Curtainsider Swap-Bodies will der Bahnlogistiker noch in diesem Jahr investieren und in ganz Europa einsetzen.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) investiert nach eigenen Angaben in diesem Jahr in 300 multimodal einsatzfähige Wechselbrücken, konkret Curtainsider Swap-Bodies. Damit reagiere man auf die enorme Nachfrage der Kunden und erweitere das Equipment-Portfolio, um die Lücke zwischen Straße und Schiene weiter zu schließen und so effiziente End-to-end-Logistiklösungen anbieten zu können.
Mit einer Außenlänge von mehr als 13 Metern (45 ft) und einer Innenhöhe von mehr als 2,5 Metern sollen die neuen Swaps demnächst in ganz Europa unterwegs sein. Die Wechselbrücken sind universell verladebar, das heißt, sie können von allen Seiten sowie von oben be- und entladen werden. Damit heben sie sich von einem herkömmlichen Container ab, so der Bahnlogistiker. Ein weiterer Vorteil sei, dass sie branchenübergreifend für alle möglichen Güter einsetzbar sind wie beispielsweise in der Getränke-Logistik, Chemie und im Automotive.
Der Equipment-Zuwachs im RCG-Portfolio sei für alle Unternehmen interessant, die nach universellen sowie kranfähigen Ladeeinheiten suchten, hieß es. Und das treffe auf viele verschiedene Branchen und Produkte zu – von Lebensmitteln über Stahl bis hin zu Holz und Papier. Der Fokus liegt auf Paletten-Ware, die in der Vergangenheit klassisch mit dem Lkw transportiert wurde.
Die Züge werden dabei als Werbeflächen genutzt. Die neuen Curtainsider Swap-Bodies sind im leuchtenden ÖBB-Verkehrsrot gebrandet.
ÖBB Rail Cargo: Verbesserter Anschluss zum Hafen Triest
News vom 29.03.2023 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker hat die bestehende Verbindung um zwei neue Direktzüge zwischen Wien, Linz und Triest erweitert.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) bietet nach eigenen Angaben ab sofort über ihr Netzwerk TransNET verbesserte Transportlösungen für maritime Warenströme zwischen Österreich und Italien an.
Die zwei neuen Verbindungen von Vienna nach Trieste und von Linz nach Trieste fahren ab sofort mit jeweils zwei wöchentlichen Rundläufen und fixen Fahrplänen zwischen Österreich und dem Adriahafen. Sie bieten für FCL (Full Container Load) schnellere Umlaufzeiten und ermöglichen Verbindungen im intermodalen Netzwerk der RCG.
Der Bahnlogistiker betreibt regelmäßige Verkehre zwischen Triest und österreichischen Terminals in beide Richtungen. Eine bereits bestehende Dreiecksverbindung wurde nun auf zwei Direktzüge umgestellt. Damit werde man dem hohen Aufkommen an Kunden und Partnern an den Terminals Wien Süd und Linz Stadthafen gerecht und ermögliche eine einfachere Abwicklung der Transporte.
Als großer Seehafen der oberen Adria ist der Hafen Triest für Europa von Bedeutung und bildet eine wichtige Drehscheibe für den europäischen Güterverkehr, spielt zudem eine Schlüsselrolle für Transporte von und nach Fernost.
Mit rund 60 TransFER Verbindungen, mehr als 700 TransFER Kombinationen und individuellen Routen transportiert die ÖBB Rail Cargo Group Waren am eurasischen Kontinent. Die Transporteinheiten variieren von ganzen Wagenladungen über intermodale Transporte bis hin zu individuellen Gesamtlösungen. Je nach Abfahrt- und Zielort können speditionelle Zusatzleistungen wie Umschlag, Lagerlogistik oder Zollservice gebucht werden.
ÖBB Rail Cargo integriert Dienstleistungen auf Transporeon-Plattform
News vom 15.03.2023 von Christine Harttmann
Beiden Unternehmen multimodale Transporte effektiver machen und die Akzeptanz der Bahn verbessern.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) will ihre Angebote und Dienstleistungen auf der Transportmanagement-Plattform von Transporeon integrieren. Das gaben die Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. Von der Partnerschaft wollen beide Seiten profitieren. Außerdem soll die strategische Zusammenarbeit den Kunden Vorteile aus einer Reihe von Funktionen bieten, die sukzessive auf der Transporeon-Plattform getestet, erweitert und ausgerollt werden.
So soll es einen vollständig integrierten Modus Operandi für Bahn- und Intermodal-Transporte als Teil der gesamten Lieferkette (End-to-end) geben. Angekündigt ist außerdem eine niederschwellige Anfrage, Buchung und Durchführung von Bahn- und Intermodal-Transporten über die Transporeon-Plattform. Der Abruf von Echtzeitdaten, wie Position, Status oder ETA, soll auf Sendungsebene möglich sein. Außerdem werde es eine zuverlässige Berechnung der Treibhausgasemissionen auf Grundlage der neuen ISO-Norm 14083 geben, einschließlich der höchstmöglichen Anzahl an Primärdaten.
European Green Deal als Chance
Die gemeinsamen Bemühungen von RCG und Transporeon fußen nicht zuletzt auf den ehrgeizigen Zielen der Europäischen Kommission, die in der Verkehrsverlagerung auf die Schiene einen wesentlichen Bestandteil ihrer Green-Deal-Strategie sieht. Er wurde darin das Ziel formuliert, den Schienengüterverkehr bis 2050 zu verdoppeln – von etwa 385 Milliarden Tonnenkilometer im Jahr 2015 auf 770 Milliarden Tonnenkilometer im Jahr 2050.
Das Roll-out der Zusammenarbeit von RCG und Transporeon soll auf Pilotstrecken in Deutschland, Österreich und Italien starten. Es wird zunächst auf folgenden Pilotstrecken verfügbar sein:
• Nordostösterreich (Großraum Wien) bis Lombardei (Raum Mailand)
• Südösterreich (Kärnten) nach Nord- und Süditalien
• Nordbayern (Raum Würzburg) / Mitteldeutschland (Wuppertal / Kreuztal) bis Venetien (Raum Verona / Vicenza)
Rail Cargo Group CEO Clemens Först erklärte dazu:
„Multimodale Transporte, die die Nachhaltigkeit des Schienengüterverkehrs mit der Flexibilität des Lkw-Verkehrs auf der ersten und letzten Meile verbinden, sind unsere beste Chance auf einen nachhaltigen Landverkehr in Europa. Für eine breite Akzeptanz sind Einfachheit und leichter Zugang essenziell. Wir freuen uns, mit Transporeon einen starken und innovativen Partner auf diesem Weg zu haben. Gemeinsam verfügen wir über die besten Voraussetzungen, um multimodale Transporte attraktiv zu machen.“
Transporeon-CEO Stephan Sieber fügte hinzu:
„In einem Umfeld, das zunehmend von neuen Herausforderungen geprägt wird, müssen Lösungsanbieter noch enger zusammenarbeiten, um nachhaltige End-to-end-Lösungen anzubieten. Einfacher Zugang, Transparenz, die Verfügbarkeit von Echtzeit-Informationen und exakte Berechnungen des CO2-Fußabdrucks sind wesentliche Elemente, um bessere Entscheidungen zu treffen, sei es bei der strategischen Planung, der taktischen Beschaffung oder der täglichen Umsetzung. Wir sind sehr stolz auf unsere Partnerschaft mit der Rail Cargo Group und freuen uns darauf, gemeinsam eine neue Landschaft im europäischen Güterverkehr zu gestalten.“
ÖBB Rail Cargo Group: Neue Tochtergesellschaft in Serbien
News vom 13.01.2023 von Nadine Bradl
RCG fährt nun auch in Serbien mit eigenem Personal und Lokomotiven. Schnellere TransFER Verbindungen mit Griechenland und der Türkei.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat eine neue Tochtergesellschaft in Belgrad gegründet. Mit der Rail Cargo Carrier - Southeast d.o.o ist Serbien nun das 13. Land in Europa, in dem die RCG in Eigentraktion – sprich mit eigenem Personal und Lokomotiven – nachhaltige Schienengütertransporte anbietet, teilt das Unternehmen mit. Das neue Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) werde hauptsächlich Transitverkehre zwischen der Türkei und Zentral- und Südosteuropa abwickeln.
RCG CEO Clemens Först: „Als nachhaltiges logistisches Rückgrat der europäischen Wirtschaft können wir nun auch der serbischen Industrie eine effiziente und nachhaltige Anbindung an unser unser Netzwerk (TransNET) anbieten. Eigentraktion in 13 Ländern bietet neben Kostenvorteilen und erhöhter Qualität zudem ein höheres Maß an Flexibilität. So können wir jetzt beispielsweise Transporte in die Türkei auf zwei alternativen Routen durchführen – über Rumänien und über Serbien – um so resilienter gegenüber Infrastruktureinschränkungen zu sein.“
Potenzial für Wirtschaft und Klimaschutz
Die Anbindung an die Türkei berge großes Potenzial für den nachhaltigen beziehungsweise klimafreundlichen Schienengüterverkehr. Der türkische Außenhandel sei aktuell noch stark von Lkw-Transporten abhängig. Derzeit betrage der Schienenanteil der türkischen Exportwirtschaft nur circa ein Prozent. Mit der Gesellschaft in Serbien will die RCG dafür sorgen, den Schienengüterverkehr in Südosteuropa auszubauen und attraktiver zu machen.
ÖBB bringt mehr Abfälle auf die Schiene
News vom 03.01.2023 von Claus Bünnagel
Die RCG investiert zunächst 75 Mio. Euro in neue Mobiler-Behälteraufbauten und Tragwagen.
Ab diesem Jahr müssen in Österreich im Rahmen des neuen Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG) Transporte von Abfällen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 10 t ab 300 km Wegstrecke mit der Bahn transportiert werden. Ab 1. Januar 2024 sollen die entsprechenden Fahrten ab 200 km und ab 1. Januar 2026 ab 100 km ebenfalls auf der Schiene erfolgen. In Summe ergibt sich dadurch ein Potenzial von rund 15 Mio. t Abfall für den Schienentransport. Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) wird für die Abfrage von Bahnangeboten eine digitale Plattform zur Verfügung stellen.
300.000 Lkw-Fahrten vermieden
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) transportiert in Österreich bereits jetzt rund 8 Mio. t Abfall und Sekundärstoffe wie Schrott, Siedlungsabfälle und Abfälle aus dem Bauwesen jährlich auf der Schiene. Dadurch werden im Vergleich zum Straßentransport mehr als 146.000 t CO2 eingespart bzw. rund 300.000 Lkw-Fahrten pro Jahr vermieden.
Investition in neues Wagenmaterial
Die RCG investiert nun zunächst 75 Mio. Euro in neue Mobiler-Behälteraufbauten und Tragwagen, um die vermehrten Abfalltransporte abwickeln zu können. Damit wird der derzeitige Bestand an solchen Behälteraufbauten schrittweise auf insgesamt 2.500 Einheiten bis 2026 verdoppelt. Die Mobiler-Logistik – bestehend aus Behälter, Güterwagen (intermodaler Tragwagen) und Straßenfahrzeug – ist flexibel für den Transport unterschiedlichster Güter einsetzbar und speziell in Entsorgungs- und Baustoffverkehren bereits etabliert. Die hydraulische Hubvorrichtung am Mobiler-Sattelauflieger ermöglicht den Umschlag der Behälter zwischen Lkw und Tragwagen – ohne Kran und ohne eigene Anschlussbahn. Die Funktionsweise des Behältersystems wird in diesen beiden Videos demonstriert.
Die ÖBB Rail Cargo Group lädt ihre Kunden ein, gemeinsam individuelle Bahnlogistikkonzepte zu erarbeiten und umzusetzen.
Rail Cargo Group: Güterverkehr der ÖBB
Die ÖBB Rail Cargo Group ist in 18 Ländern präsent – in 15 davon mit eigenen Mitarbeitern. 5.755 Mitarbeiter aus 34 Nationen bringen jährlich 463.000 bzw. täglich rund 1.270 Züge an ihr Ziel. Mit Hilfe dieser End-to-end-Logistiklösungen transportiert die RCG jedes Jahr 94 Mio. Nettotonnen. Ein Schienenanteil von 28 % am Gesamtgüteraufkommen in Österreich bedeuten einen Spitzenwert in Europa. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG.
Millionen-Marke überschritten: ÖBB transportiert ukrainisches Getreide per Bahn
News vom 19.12.2022 von Christine Harttmann
Über eine Million Tonnen hat die RCG seit März nach Europa transportiert. Damit bleibt die Bahn eine essenzielle Alternative zum Seeweg.
Bereits seit März unterstützt die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) die Ukraine mit Transport- und Logistikdienstleistungen von Agrar-Produkten. Bis Ende November hatte das Unternehmen über eine Million Tonnen Getreide seit Kriegsausbruch nach Mittel- und Südeuropa transportiert. Wie es in einer Pressemeldung heißt, ist es damit eigenen Informationen zufolge europaweit führend.
Pro Monat, rechnet RCG vor, werden zwischen 100.000 und 150.000 Tonnen befördert. Dabei handle es sich hauptsächlich um Getreide und Mais, gefolgt von Zucker und Ölraps. Die Hauptabnahmeländer sind Ungarn und Deutschland, gefolgt von Italien und Österreich.
Schiene ist versorgungs- und systemrelevant
Die Ukraine ist in Europa der größte Agrar-Produzent – dementsprechend wichtig sind die Agrar-Exporte für den gesamten Kontinent und darüber hinaus. Der Transport auf der Schiene blieb auch noch nach der Wiederaufnahme des Seetransports eine wichtige Alternative. Die Nachfrage ist unverändert hoch.
Online-Marktplatz Grainlane
RCG leistete jedoch nicht nur mit dem rein physischen Transport von Getreide einen Beitrag. Das Unternehmen hat außerdem den Onlinemarktplatz Grarainlane etabliert, der vor allem in der Anfangsphase der Schwarzmeerblockade wesentlich war, um den Agrarhandel auf dem Landweg anzukurbeln.
Seit Juli 2022 verbindet Grainlane ukrainische Landwirt:innen mit Händlern, Verbrauchern und Logistikanbietern. Bereits über 1.000 User handeln auf der Plattform Mais, Soja, Weizen und andere Agrar-Produkte. Interessenten können sich individuell mit Verkäufern zu Details absprechen – GrainLane unterstützt mit Transportangeboten des Partnernetzwerks der RCG.
ÖBB Rail Cargo: Internationales Netzwerk soll erweitert werden
News vom 22.11.2022 von Anna Barbara Brüggmann
Anlässlich der Jahrespressekonferenz sprach die ÖBB Rail Cargo Group von Expansionsplänen Richtung China und am Balkan. Geplant sind unter anderem Niederlassungen in China und Serbien.
Ein für den Schienengüterverkehr krisenreiches Jahr mit massiv gestiegenen Energiepreisen, Kriegsgeschehnissen, der fortgesetzten Corona-Pandemie, Engpässen in der Treibstoffversorgung und internationalen Lieferkettenproblematik neige sich dem Ende zu, so das Resümee der Jahrespressekonferenz des Bahnlogistikunternehmens ÖBB Rail Cargo Group.
ÖBB-CEO Andreas Matthä und Clemens Först, Vorstandssprecher ÖBB Rail Cargo Group, betonten zu diesem Anlass die Versorgungs- und Systemrelevanz des Schienengüterverkehrs und sprachen von Expansionspläne der RCG.
„Wir bereiten uns mit Investitionen von 75 Millionen Euro in neues Wagenmaterial intensiv auf die Änderungen im Abfallwirtschaftsgesetz ab Jänner 2023 vor. Wir werden auf dieser Basis dann zunehmend mehr Abfalltransporte von der Straße auf die Schiene verlagern können“, so CEO Matthä.
Zudem verspreche man sich vom geplanten Zollfreikorridor vom Hafen Triest zum Dry Port Villach, zusätzliche Straßentransporte auf die Schiene zu lenken. Das Projekt sei von großer Bedeutung für die ÖBB. Villach liege künftig am Meer und werde zum Eintrittstor für Waren aus der ganzen Welt in die EU.
RCG-Vorstandssprecher Clemens Först zufolge investiert das Bahnlogistikunternehmen zudem in den Ausbau des Netzwerks in Richtung China und verstärkt am Balkan.
„Mit 1. Jänner 2023 sind wir mit einer Niederlassung in Shanghai operativ tätig. Dabei soll auch vor allem der Transportweg auf dem Mittelkorridor weiter ausgebaut werden. In Belgrad haben wir darüber hinaus eine weitere Carrier-Gesellschaft mit Start im ersten Quartal 2023 gegründet“, erklärte Först.
Auf diese Weise sei es laut Först möglich, die TransFER-Verbindungen in Richtung Türkei und Griechenland über zwei alternative Routen anzubieten, mit dem Ziel krisenresistenter aufgestellt zu sein.
Vorausblickend auf das kommende Jahr sei das Unternehmen aber auch von massiven Preissprüngen am Energiemarkt betroffen, was wiederum Mehrkosten für die Kunden bedeute.
Matthä forderte schließlich faire Rahmenbedingungen für die Bahn. Als Bahnunternehmen fühle man sich gegenüber dem Straßengüterverkehr im Nachteil.
„Der Schienengüterverkehr ist die Grundvoraussetzung für das Erreichen der Klimaschutzziele. Aber für die notwendige Verkehrswende brauchen wir faire Kostenwahrheit im Verkehrssektor“, so seine Forderung. „Allein in Österreich sind die externen Kosten (unter anderem Lärm-, Stau- und Unfallkosten) beim Lkw dreimal höher als bei der Bahn. Diese Kosten werden aber nicht von den Verursachern getragen, sondern von den Steuerzahler:innen. Hier muss sich dringend etwas ändern – für die Zahlenden, aber auch für die Schiene und damit für das Klima“, verlieh er seiner Sichtweise Nachdruck.
Eigenen Angaben gemäß ist das Unternehmen aktuell in 18 Ländern vertreten, pro Jahr werden insgesamt 463.000 Züge beziehungsweise pro Tag rund 1.270 Züge auf die Schiene gebracht.
ÖBB transportiert 580.000 t Getreide aus der Ukraine
News vom 14.09.2022 von Claus Bünnagel
Allein im Monat August waren es über 145.000 t.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat seit Kriegsausbruch bis Ende August 580.000 t Getreide aus der Ukraine transportiert. Allein im Monat August waren es über 145.000 t, als aufgrund der geographischen Lage der verarbeitenden Getreidebetriebe ein Großteil der Lieferungen nach Ungarn, Deutschland, Italien, Rumänien sowie die Niederlande ging. Die RCG-Getreidezüge fahren dabei über vier Grenzübergänge: über die ukrainisch-slowakische Grenze bei Chop, die ukrainisch-ungarische Grenze Záhony, die ukrainisch-rumänische Grenze Reni sowie die ukrainisch-polnische Grenze Chyriw.
Verstärkte Zusammenarbeit mit der ukrainischen Staatsbahn
Die RCG rechnet in den kommenden Monaten mit einer unveränderten Nachfrage auf dem aktuellen Niveau. Zur Beschleunigung der Getreideexporte baut sie ihre Kooperation mit der ukrainischen Staatsbahn Ukrzaliznica (UZ) aus. Die Einrichtung einer ständigen bilateralen Arbeitsgruppe wurde Ende August 2022 beschlossen. Dabei sollen u.a. der Datenaustausch und die Prozesse zwischen den Kooperationspartnern bzw. die Auslastung der Umschlagkapazitäten optimiert werden.
Schon über 1.000 User auf GrainLane
Der von der RCG gemeinsam mit einem IT-Partner entwickelte Online-Agrarmarktplatz GrainLane verbindet seit Juli 2022 ukrainische Landwirte mit Händlern, Verbrauchern und Logistikanbietern. Gehandelt werden derzeit über 200.000 t an Getreide, Soja und Trockenmais von über 1.000 angemeldeten Usern. Interessenten von Agrarprodukten können sich individuell mit Verkäufern zu Details absprechen – GrainLane unterstützt optional mit Transportangeboten dank des Partnernetzwerks der RCG. So können ukrainische Produzenten neue Geschäftsbeziehungen mit internationalen Abnehmern wie Mühlen, Händlern, Exporteuren anbahnen und so die Grundlage für wachsende Exporte auf dem Landweg schaffen. Die RCG stellt GrainLane kostenlos allen Markteilnehmern unter www.grain-lane.com zur Verfügung.
Über die ÖBB Rail Cargo Group
Die ÖBB Rail Cargo Group ist in 18 Ländern präsent – in 15 davon mit eigenen Mitarbeitern. 5.755 hauseigene Logistiker aus 34 Nationen ermöglichen den Betrieb von jährlich rund 463.000 bzw. täglich ca. 1.270 Zügen, wobei jedes Jahr etwa 94 Mio. Nettotonnen transportiert werden.
ÖBB: Kooperation mit Hafen Triest
News vom 14.09.2022 von Anna Barbara Brüggmann
Die Österreichische Bundebahn (ÖBB) und der Hafen Triest wollen verstärkt zusammenarbeiten. Geplant ist, mehr Gütertransporte auf die Schiene zu verlagern und einen Schienen-Zollfreikorridor zwischen Triest und dem in Kärnten gelegenen Fürnitz zu etablieren.
Die ÖBB möchte nach eigenen Angaben den Wirtschaftsstandort Kärnten attraktiver gestalten. In Zusammenarbeit mit dem Land Kärnten soll das Logistik Center Austria Süd (LCA-Süd) in Fürnitz gestärkt werden und zudem ein Schienen-Zollfreikorridor zwischen Triest und Fürnitz eingerichtet werden.
Auf diese Weise soll das LCA-Süd zur internationalen Logistikdrehscheibe ausgebaut werden. Ein avisierter Schienen-Zollfreikorridor soll zukünftig der Hafen Triest entlasten, der sich nach eigenen Angaben mit steigenden Gütertransportvolumina konfrontiert sieht.
Geplant ist laut ÖBB, einen Teil der ankommenden Container künftig am Hafen direkt ab Schiff auf die Schiene zu verladen und sie umgehend zum LCA-Süd nach Fürnitz bei Villach zu transportieren, um sie dort zu verzollen, je nach Bedarf zwischenzulagern und sie national sowie international weiterzuverteilen. Der Großteil der Gütermengen, die am Hafen Triest umgeschlagen werden, sind laut ÖBB für die Länder Österreich, Deutschland, Ungarn und Tschechien bestimmt.
Erste Details zur verstärkten Zusammenarbeit zwischen der ÖBB und dem Hafen Triest und dem geplanten Zollkorridor wurden am 14. September im Congress Center Villach von ÖBB-CEO Andreas Matthä, Wirtschafts- und Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig, dem Geschäftsträger a.i. der Italienischen Botschaft in Wien Gabriele De Stefano, dem Präsidenten der Häfen Triest und Monfalcone, Zeno D’Agostino und dem CEO von Adriafer, Maurizio Cociancich vorgestellt.
„Triest ist für die ÖBB ein bedeutender Knotenpunkt für Verkehre von und nach Österreich sowie in Europas Hinterland“, sagte Andreas Matthä, und fügte hinzu: „Auf diese Art wollen wir die steigenden Gütermengen, die mit dem Schiff in Triest ankommen, künftig unmittelbar auf die Schiene verlagern.“
Die Planungen sehen vor, die aktuell mehrmals wöchentlich zwischen dem Hafen Triest und dem LCA-Süd verkehrenden Züge mit dem geplanten Schienen-Zollfrei-Korridor mittels Shuttleverkehre weiter auszubauen. Von einem solchen Schienen-Zollfrei-Korridor erhofft man sich nach Aussage der ÖBB, den Süden Österreichs wirtschaftlich zu stärken, die Wettbewerbsfähigkeit des LCA-Süd auszubauen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Neben der Verzollung könnten im LCA-Süd auch Value-adding Services wie beispielsweise die Reparatur von Waggons und Containern angeboten werden. Das LCA-Süd verfügt Unternehmensangaben gemäß bereits über ausreichend Lagerkapazitäten und personelle Ressourcen für eine rasche Abwicklung der Verzollung und eine Reduzierung der Lagerzeiten sowie -kosten.
Eine große Herausforderung für die Zollabwicklung auf Wirtschafts- wie Zollseite liegt nach ÖBB-Aussage darin, den Workflow so aufeinander abzustimmen, dass sowohl ein durchgängiger flüssiger Transport und Verfahrensablauf als auch die Einhaltung der im internationalen Handel erforderlichen Regeln gewährleistet ist.
Von großer Bedeutung bei den angestrebten Liefermengen sei auch die Nutzung von IT-Systemen und ein darauf aufbauendes effizientes Risikomanagement. Daher finden derzeit Arbeitsgespräche nicht nur zwischen den Zollverwaltungen, sondern auch unter Einbindung der involvierten Wirtschaftsbeteiligten in Italien und Österreich statt. Nach Angaben der Österreichischen Bundesbahn zeigen sich die Zollbehörden beider Länder zuversichtlich, die erforderlichen Konsultationen noch in diesem Jahr abschließen zu können.
„Diese Initiative stellt einen innovativen und nachhaltigen Beitrag unserer beiden Länder zur Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der EU dar, wie dies auch bereits durch das Euregio-Projekt und die EU-Alpenstrategie geschieht“, erklärte Gabriele De Stefano.
Türkei: ÖBB Rail Cargo Group baut Verbindungen aus
News vom 03.08.2022 von Christine Harttmann
Von Deutschland und der Slowakei aus schafft die Güterverkehrssparte der Österreichischen Bundesbahn neue Transfer-Verbindungen nach Cerkezköy nahe Istanbul.
Wegen ihrer Größe und der strategisch wichtigen Lage zwischen Asien und Europa spielt die Türkei als internationaler Logistikhub eine wichtige Rolle. Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat daher den internationalen Frachtterminal Halkali in ihr Netz integriert. Mehr als 40 Transfer-Kombinationen verbinden europäische und asiatische Städte mit Istanbul.
Nun baut die Gütersparte der ÖBB ihr Netzwerk in Richtung Türkei weiter aus. Wie das Unternehmen in einer Pressemeldung am 2. August 2022 mitteilte, handelt es sich bei den neuen Relationen um direkte Verbindungen mit fixen Fahrpläne und attraktiven Laufzeiten. Besonders geeignet seien diese Transfer-Verbindungen für ISO Container – auch Gefahrgut-Transporte seien möglich.
Eine neue Direktverbindung startet von Giengen im Osten Baden-Württembergs nach Cerkezköy, etwa 80 Kilometer westlich von Istanbul. Mit zwei Rundläufen pro Woche verläuft der Transfer ab August über die Route Giengen - Ulm - Passau - Vienna - Hegyeshalom - Curtici - Giurgu - Ruse - Svilengrad - Kapikule - Cerkezköy und vice versa. Antennenverbindung zu weiteren Terminals in Westeuropa und der Türkei existieren es ebenfalls. Die Laufzeit gibt RCG mit rund sieben Tagen an.
Eine weitere Direktverbindung nach Istanbul startet von Bratislava aus mit einer Laufzeit von rund fünf Tagen. RCG plant zunächst mit einem Rundlauf pro Woche. Eine zweite Transfer-Verbindung ab Bratislava führt durch den Marmaray Tunnel in den asiatischen Teil der Türkei nach Köseköy. Mit zwei Rundläufen pro Woche und einer Transitzeit von knapp sechs Tagen startet diese neue Verbindung. Der bestehende Transfer vom rumänischen Curtici nach Istanbul in der Türkei wird ab sofort von zwei auf drei Rundläufe pro Woche erhöht.
Ukraine: ÖBB Rail Cargo Group will Getreideexporte forcieren
News vom 12.07.2022 von Christine Harttmann
Der Online-Marktplatz Grainlane soll Landwirtschaft, Handel, Verbraucher und Logistikanbieter verbinden und so den dringend notwendigen Getreideexport aus der Ukraine ankurbeln.
Mit Partner V_labs startet die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) den virtuellen Marktplatz Grainlane für Getreideexporte aus der Ukraine. Damit will der Bahnlogistiker die derzeit durch die Seeblockade stockenden Getreideexporte aus der Ukraine beschleunigen. Seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts hatte die Güterbahn-Tochter der Östereichischen Bundesbahn ihre Agrar-Transporte aus der Ukraine verstärkt. Zusätzlich setzt das Unternehmen, das bis Ende Juni bereits ein Gesamtvolumen von knapp 330.000 Tonnen transportiert hat, auf digitale Lösungen, um den Agrar-Handel auf dem Landweg anzukurbeln.
Grainlane-Marktplatz für Agrarprodukte
Gemeinsam mit dem Open Innovation Team der ÖBB-Holding und dem externen Company-Building Partner V_labs hat RCG dafür den Online-Markplatz Grainlane entwickelt – ein offenes und transparentes Tool für den Agrar-Handel. Der Marktplatz soll ukrainische Landwirt:innen mit Händlern, Verbrauchern und Logistikanbietern verbinden. Mit nur wenigen Klicks, so beschreibt die Güterbahn-Tochter der ÖBB, können detaillierte Getreideangebote – inklusive Angaben zu Proteingehalts, Anbaumethode oder anderem – und Getreidegesuche erstellt werden. Nach einem erfolgreichen Match können Kontaktinformationen getauscht und schließlich auch Transportanfragen gestellt werden. Grainlane bilde damit die Basis für einen florierenden Markt zwischen ukrainischen Produzenten und europäischen oder afrikanischen Abnehmern und Händlern, die vor dem Krieg oft keine Geschäftsbeziehung hatten.
Aktuell über 61.000 Tonnen Agrar-Produkte im Angebot
Für alle Interessenten ist Grainlane kostenlos. Abrufbar ist der Marktplatz und unter www.grain-lane.com. Laut RCG verzeichnet er bereits über 600 User. Aktuell werden dort demnach 64.000 Tonnen Agrar-Produkte angeboten: von Weizen über Soja bis hin zu Trockenmais. Über ein Partnernetzwerk können optional auch Transportangebote eingeholt werden.
Hintergrund
Seit Beginn des Ukraine-Krieges steht die Weltwirtschaft und vor allem der Agrarhandel vor beispiellosen Herausforderungen. Mehr als 20 Millionen Tonnen Getreide hängen in der Ukraine fest. Bisher wurden die Bestände über den Seeweg exportiert, der nun blockiert ist. Dies hat verheerende Auswirkungen auf die gesamte Versorgungssicherheit – immerhin haben weltweit 50 Prozent des Sonnenblumenöls, 15 Prozent des Maises und 12 Prozent des Weizens ihren Ursprung in der Ukraine. Allen voran Afrika ist stark abhängig von den Exporten.
Ukraine: ÖBB lädt Getreide auf den Güterzug
News vom 09.05.2022 von Christine Harttmann
Die Schienengütersparte der Österreichischen Bundesbahnen hat seit Kriegsbeginn schon 60.000 Tonnen Getreide aus Ukraine in Richtung Deutschland exportiert. Künftig soll es auch nach Österreich mindestens zwei Transporte pro Monat geben.
Seit Kriegsbeginn hat die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) den Transport von Getreide von der Ukraine nach Deutschland verstärkt. Jetzt ist erstmals auch eine Lieferung für Österreich eingetroffen. Damit sei der Grüne Korridor, den Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger angekündigt hatte, aktiv, teilt das Unternehmen mit.
Mit den Transporten will es Bäuerinnen und Bauern in der Ukraine unterstützen, die gerade vor beispiellosen Herausforderungen stehen. Um neues Saatgut erwerben zu können, muss zunächst ihr geerntetes Getreide verkauft und exportiert werden. Der Export von Getreide aus der Ukraine sichert nicht nur das existentielle Überleben der Landwirte und Landwirtinnen, sondern garantiert gleichzeitig auch die Versorgungssicherheit von gleich mehreren Ländern – von Europa bis nach Afrika. So wird ukrainischer Mais EU-weit als Tierfutter eingesetzt.
Dass nun die ÖBB-Güterverkehrstochter Getreide aus der Ukraine transportiert, ist nicht neu. Das Unternehmen fährt schon lange die mit Getreide beladenen Güterzüge Richtung Westen. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine seien die Transporte jedoch verstärkt, teilt RCG mit, – vorwiegend in Richtung Norddeutschland. Von März bis April 2022 hat die das Unternehmen 30 Getreidezüge aus der Ukraine organisiert. In Summe wurden dabei bereits 60.000 Tonnen Getreide transportiert. Seit Mai hat RGC die Anzahl der Transporte verdoppelt – somit fahren aktuell täglich Getreidezüge aus der Ukraine in die EU.
Der erste Zug, beladen mit ukrainischem Mais für Tierfutterzwecke, landete am Freitag, 6. Mai 2022 in Österreich. Ziel des Transports ist die Gemeinde Aschach an der Donau im oberösterreichischen Bezirk Eferding. Vor dieser Endstation hielt der Zug in Wien Kledering, wo er von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, dem ukrainischen Botschafter Vasyl Khymynets sowie ÖBB CEO Andreas Matthä in Empfang genommen wurde.
Köstinger sagte dazu:
„Indem wir Lieferungen durch die Schaffung Grüner Korridore ermöglichen, helfen wir der Ukraine, die ihre Waren sonst nicht exportieren könnte. Und wir helfen die Versorgung mit landwirtschaftlichen Rohstoffen und Lebensmitteln aufrecht zu erhalten. Unser Ziel ist, Österreich in Zukunft verstärkt als Drehscheibe für Rohstoff-Lieferungen aus der Ukraine zu positionieren.“
ÖBB-CEO Andreas Matthä betonte, dass das Unterhemen mit Hilfstransporten unterstützen und zugleich einen kleinen Beitrag zum wirtschaftlichen Überleben der Ukraine leisten wolle.
„Daher fahren wir regelmäßig Getreidetransporte aus der Ukraine nach Europa und wollen in nächster Zeit hier auch noch verstärken.“
Die weitere Planung sieht mindestens zwei Getreide-Transporte pro Monat aus der Ukraine nach Österreich vor. Auch hier wird aktuell ein Aufstocken der Intervalle geprüft. Jeder Zug besteht aus 25 Schüttgutwagen und transportiert jeweils 1.400 Tonnen Getreide. Die Wagen können nach entsprechender Reinigung auch für Bioware und Lebensmittel eingesetzt werden.
Ukraine: ÖBB Rail Cargo Group verstärkt Agrartransporte
News vom 02.05.2022 von Redaktion (allg.)
Ab Mai erweitert die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) die Güterzug-Verbindungen für Agrarprodukte aus der Ukraine in Richtung Deutschland. Der Bahnkonzern reagiert damit auch auf den Krieg.
Die österreichische ÖBB Rail Cargo Group (RCG) baut ihre Agrartransporte aus der Ukraine speziell seit Beginn des Krieges aus. Von März bis April 2022 habe man jeden zweiten Tag Getreidezüge aus der Ukraine nach Deutschland organisiert, teilte die RCG jetzt mit. In Summe seien dabei 60.000 Tonnen Getreide transportiert worden.
Aktuell fährt die RCG drei Mal pro Woche Getreide in Güterzügen aus Čierna (Slowakei) nach Brake (Norddeutschland) über die Route Slowakei, Tschechien, Polen, Deutschland. Mitbeteiligt sind die RCG Tochtergesellschaften Rail Cargo Carrier und Rail Cargo Logistics. Ein Zug ist dabei rund 480 Meter lang und befördert etwa 2.000 Tonnen Getreide.
Ausbau ab Mai
Ab Mai 2022 fährt die RCG den Angaben zufolge für mindestens drei Monate täglich einen Güterzug mit Agrarprodukten aus der Ukraine, ab Čierna (Slowakei) in Richtung Norddeutschland. Das entspricht 25 Zügen in Richtung Deutschland pro Monat. Fünf Züge pro Monat bleiben in Tschechien und der Slowakei.
Österreich: ÖBB kommt zurück zu alter Stärke
News vom 29.04.2022 von Christine Harttmann
Von einem „Ergebnis auf Vorkrisenniveau“ spricht der Österreichische Bahnkonzern bei der Verkündung seiner Bilanz des Jahres 2021. Damit sieht sich das Unternehmen wieder auf Kurs.
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben, wirtschaftlich betrachtet, die Corona-Pandemie hinter sich gelassen. Wie das Unternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz am 29. April 2022 bekannt gab, sind die Finanzergebnisse wieder auf Vorkrisenniveau. Die Fahrgäste kommen zurück und der Güterverkehr entwickelt sich mit 94,1 Millionen Nettotonnen stabil. Insgesamt konnten der Konzern das Jahr 2021 mit einem Ergebnis vor Steuern von 170 Millionen Euro abschließen – ein großer Sprung gegenüber den 58,6 Millionen Euro im Jahr 2020. Vor der Pandemie, im Jahr 2019, waren es 168,5 Millionen Euro.
ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä:
„Ich freue mich, dass wir wieder auf Kurs sind und an den wirtschaftlichen Erfolg vor der Pandemie anschließen konnten. Das sichert unsere Investitionsfähigkeit. Sie ist Grundlage für den Bahnausbau und die Modernisierung unserer Flotte und Infrastruktur.“
ÖBB Finanzvorstand Arnold Schiefer:
„Das deutlich positive Konzernergebnis ist Beweis dafür, dass die ÖBB auch in Krisenzeiten stabil unterwegs sind.“
Obwohl auch das Jahr 2021 von der Pandemie geprägten war, melden alle Teilkonzern ein positives Ergebnis. Ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus erwirtschaftete die Bahnlogistik. Zwar verzeichneten die Gesamterträge im Teilkonzern Rail Cargo Austria einen rechnerischen Rückgang um 15 Prozent auf 1.933,1 Millionen Euro, doch ist dieser Wert – so argumentierte der Konzern – nicht mit dem des Vorjahres vergleichbar. Die ÖBB hatte nämlich 26 Prozent der Anteile an der ÖBB-Technische Services-GmbH an die ÖBB-Personenverkehr AG verkauft.
Bereinigt um den Einmaleffekt dieser Anteilstransaktion errechnen sich laut ÖBB bei den Bahnlogistikgeschäften ein Anstieg der Erträge um zehn Prozent. Um knapp 50 Millionen Euro liegen sie über den bereinigten Gesamterträgen von 2019. Zurückzuführen sei das vor allem auf das Wachstum bei Intermodal-, Stahl-, Baustoff- und Abfallverkehren.
Die Gesamtaufwendungen des Teilkonzerns Rail Cargo Austria wurden mit 1.879,0 Millionen Euro um 16 Prozent niedriger als im Vorjahr ausgewiesen. Bereinigt um die Anteilstransaktion sind die Aufwendungen um acht Prozent gestiegen. Auch das um alle Einmaleffekte bereinigte Ergebnis im Teilkonzern sei klar positiv und liege deutlich über 2020 und 2019, so die Mitteilung. Das Ergebnis vor Steueren stieg vor allem aufgrund des Verkaufs der Anteile an der Wartungstochter stark auf 121,6 Millionen Euro. Der Konzern kalkuliert allerdings die Einmaleffekte aus der Anteilstransaktion mit 86,4 Millionen Euro.
Auf der Ebene des Gesamtkonzerns der ÖBB-Holding AG hat diese Anteilstransaktion zwischen zwei Teilkonzernen allerdings keinen Effekt auf den Konzernabschluss. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 94,1 Millionen Nettotonnen Güter mit eigenen Lokomotiven und Personal befördert, um etwa ein Prozent weniger als 2020. Vor der Pandemie, im Jahr 2019, waren es noch 105,3 Millionen Nettotonnen.
Mit Gesamterträgen von 6.986,3 Millionen Euro verzeichnete der ÖBB-Konzern gegenüber dem Vorjahr einen leichten Anstieg von knapp vier Prozent. Die Gesamtaufwendungen stiegen 2021 ebenfalls um rund vier Prozent auf 6.357,6 Millionen Euro. Das Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im Berichtsjahr um sechs Prozent auf 1.965,5 Millionen Euro.
Gütertransport: ÖBB Rail Cargo erhöht Rundlauf
News vom 20.04.2022 von Nadine Bradl
Die ÖBB Rail Cargo Group erhöht den Gütertransport nach Belgien und Skandinavien: Sechsmal pro Woche zwischen Linz und Antwerpen und dreimal pro Woche zwischen Linz und Malmö.
Die Nachfrage nach nachhaltigem Gütertransport auf der Schiene von Österreich nach Nordeuropa nimmt stetig zu. Aus diesem Grund erhöht die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) ab sofort ihre Rundläufe von Linz nach Belgien und Skandinavien. Sie will damit auch rasche Anbindungen in die Wirtschaftsregionen in Zentral-, Nord- und Südosteuropa ermöglichen. Weitere Vorteile seien die Vernetzungsmöglichkeit mit den europäischen Nord- und Südhäfen und die Anbindung an den Hochseeschiffverkehr für den weiteren Gütertransport.
Sechsmal pro Woche nach Belgien
Die RCG verbindet seit sieben Jahren Linz und die belgischen Hafenareale Antwerpen, Zeebrügge, Gent sowie die weitläufigen Industriegebiete in ganz Belgien. Aufgrund der steigenden Nachfragen in den Bereichen Stahl, Chemie, Mineralöl, Papier und Baustoffe erhöht die RCG die Frequenz dieser Verbindung auf sechs Rundläufe pro Woche. Damit transportiert die RCG nun fast täglich Wagenladungen (einschließlich Gefahrgut) zwischen Österreich und Belgien – mit nur einem Tag Laufzeit.
Dreimal pro Woche nach Skandinavien
Mit Anfang des Jahres startete die RCG mit dem Gütertransport ab Linz über Rheinkamp (nahe Duisburg) nach Malmö in Schweden und zurück nach Wels. Seit dem Start steigt die Auslastung, vor allem beim Transport von Stahl, Papier und Konsumgütern, teilt RCG mit. Aus diesem Grund wird der TransFER, bei dem auch Gefahrgut transportiert werden kann, nun auf drei wöchentliche Rundläufe erhöht. Gütermengen können auch in Rheinkamp in den Zug Richtung Skandinavien eingespeist beziehungsweise aus Skandinavien auch auf andere Destinationen aufgeteilt werden (unter anderem innerhalb Deutschlands oder nach Frankreich, Belgien oder die Niederlande). Die Laufzeit von Linz nach Malmö beträgt rund zweieinhalb Tage.
End-to-end-Verbindung von der ersten bis zur letzten Meile
Die TransFER Verbindungen der RCG können laut RCG auf Kundenwunsch auch als End-to-end-Verbindungen von der ersten bis zur letzten Meile (inklusive Vor- und Nachlauf) organisiert werden. Der Kunde muss dabei nicht einmal zwingend einen eigenen Bahnanschluss haben.
ÖBB: Eine Milliarde Euro für europäisches Bahn-Forschungsprojekt
News vom 16.12.2021 von Nadine Bradl
Gemeinsam mit der Europäischen Union gründen die ÖBB und 24 europäische Partner aus den Bereichen Bahnen, Industrie und Forschung das mehrjährige, mit über einer Milliarde Euro dotierte Forschung- und Entwicklungsprogramm „Europe’s Rail Joint Undertaking“.
Mit der Beteiligung an "Europe´s Rail Joint Undertaking" will die ÖBB einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung des Systems Bahn setzen.
"Durch den Einsatz von innovativen, digitalen und automatisierten Technologien sollen die europäische Bahnen bis 2030 noch leistungs- und wettbewerbsfähiger werden, um die geforderte Verkehrsverlagerung auf die Schiene zu bewältigen und die europäischen und nationalen Klimaziele erreichen zu können,“ betont Andreas Matthä, CEO der ÖBB.
Für die ÖBB stünden Bedarfs- und Umsetzungsorientierung bei der Entwicklung von Technologien klar im Vordergrund. Zusätzlich werde ein starker Fokus auf Entwicklungen in den Bereichen Kapazität, Qualität und Produktivität gelegt.
„Wir müssen als Bahnen die technologischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts besser für uns nutzen“, hebt Mark Topal-Gökceli, CTO der ÖBB, hervor.
Wichtige Projekte des ÖBB-Engagements sind die Entwicklung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) für den europäischen Güterverkehr, Innovationen im Bereich der Regionalbahnen, die Stärkung der grenzüberschreitenden Güterverkehre sowie weitere Automatisierungsschritte in der Betriebsführung.
Russland: ÖBB Rail Cargo erweitert Verbindung von Italien
News vom 02.11.2021 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker bietet ab sofort eine neue Bahnstrecke zwischen Mailand und Moskau an.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) erweitert nach eigenen Angaben gemeinsam mit der russischen Novik Gruppe ab sofort ihr Netzwerk mit einer neuen TransFER Verbindung zwischen Italien und Russland. Damit können in beide Richtungen intermodale Gütertransporte zwischen dem italienischen Mailand und den russischen Städten Chernyakhovsk, Kaliningrad und Moskau umweltschonend durchgeführt werden, hieß es am heutigen Dienstag. Die Verbindung auf der nachhaltigen Schiene zwischen Mailand und Moskau stelle eine Transitzeit von zehn bis zwölf Tagen sicher und werde vorab mit einem Rundlauf pro Woche bedient.
Der TransFER soll End-to-end-Lösungen von der ersten bis zur letzten Meile umfassen, die auch komplexe Lager- und Distributionsanforderungen abdecken, einschließlich Etikettierungs- beziehungsweise Zollabwicklungsdienstleistungen für Waren gemäß der russischen Gesetzgebung. Durch die Verwendung von über 1000 Novik-eigenen 40-Fuß-High-Cube-Pallet-Wide-Containern könnten alle Arten von Waren transportiert werden, einschließlich Schwergütern. Zusätzlich sollen auch spezielle Transportlösungen für Autotransporte und Getränke- und Alkoholladungen angeboten werden, auf Anfrage einschließlich der Lieferung von Thermodecken, um die Ladung vor Temperaturschwankungen zu schützen.
Mit dem direkten Ganzzugs-Service einschließlich Be- und Entladungsmöglichkeiten über das Chernyakhovsk Border Crossing Terminal bei Kaliningrad schaffe man weitere Optionen mit der Anbindung an das flächendeckende RCG-Netzwerk für den Transport von und nach umliegenden europäischen Ländern entlang der Strecke, so der Bahnlogistiker.
ÖBB Rail Cargo Group: Neue Anbindung an Hafen Triest
News vom 12.10.2021 von Daniela Sawary-Kohnen
Ab sofort gibt es eine Nonstop-TransFER-Anbindung zwischen dem österreichischen Villach und dem italienischen Hafen Triest.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) erweitert ihr Netzwerk für konventionelle Wagenladungen ab sofort mit einer neuen TransFER-Verbindung zwischen dem Terminal Villach Süd und der Piattaforma Logistica di Trieste. Die Abfahrtszeiten können bei diesem Nonstop-Anschluss, der laut der ÖBB Rail Cargo erstmals in Eigentraktion durchgeführt wird, individuell vereinbart werden. Zudem eigne sich die Verbindung besonders für den Transport von Holz, Stahl, Aluminium und weiteren Nichteisenmetallen, hieß es vom Bahnlogistiker.
Die neue TransFER Verbindung zeichne sich neben einer Laufzeit von einem Tag vor allem durch die internationalen Antennenverbindungen aus. Von Villach aus können die Kunden das Netzwerk der ÖBB Rail Cargo Group an die wichtigsten Wirtschaftszentren in Zentral-, Nord- und Osteuropa nützen. Triest ist ein wichtiger Verkehrsknoten für interkontinentale, maritime Langstrecken- sowie Kurz- und Mittelstreckenverbindungen für den Handel vom Mittelmeerraum bis nach China. Der Multifunktions-Terminal Trieste Servola (Piattaforma Logistica di Trieste) besteht aus dem etablierten Terminalteil für Wagenladungen am Scalo Legnami mit Anlegestelle für Schiffe und einem neu errichteten Areal für Container und Roll-on-Roll-off (RoRo)-Einheiten mit eigener Schiffsanlegestelle.
Zudem soll der TSA Standort Villach Süd, ÖBB-Infrastruktur Terminaldienstleister im Logistik Center Austria Süd, in den kommenden Jahren zum „Dry Port“ ausgebaut werden. An der Schnittstelle der Baltisch-Adriatischen Bahnachse und der Tauernachse ergäben sich nach Aussagen des Bahnlogistikers Chancen für ein erstklassiges Logistikzentrum, das zukünftig die Häfen von Triest, Ravenna, Koper und Rijeka mit Fürnitz noch besser verbinde. Dafür zeichnet die Standortagentur LCA Logistik Center Austria Süd, eine Gesellschaft der K-BV Kärntner Beteiligungsverwaltung und der ÖBB Infrastruktur AG, verantwortlich.
Kunden profitierten auch bei dieser TransFER-Verbindung vom durchgehenden Handling sowie pünktlichen Transportzeiten. Die Traktion und Abwicklung liegen dabei lückenlos in einer Hand. Mit der Transportlösung von und nach Italien bietet man nicht nur eine exzellente Wagenladungsverbindung, sondern auch eine effiziente Weiterleitungsmöglichkeit im flächendeckenden TransNET am eurasischen Kontinent.
Schienengüterverkehr: Hafen Antwerpen und ÖBB intensivieren Partnerschaft
News vom 20.09.2021 von Daniela Sawary-Kohnen
Die Terminal Service Austria (TSA) der ÖBB und der Hafen Antwerpen haben gemeinsame Strategien für zukünftig noch mehr klimafreundlichen Schienengüterverkehr zwischen den beiden Standorten beratschlagt. Bereits jetzt steigen die Güterströme von und nach Österreich
Die Terminal Service Austria (TSA) betreibt österreichweit die sieben Terminals der ÖBB Infrastruktur. Der Hafen Antwerpen ist nach Rotterdam der zweitgrößte Hafen Europas, im Bereich Stückgut ist er sogar der größte Hafen der Welt. Die Hafenanlagen in Antwerpen sind damit auch das Tor zur globalen „Güterverkehrswelt“ für die gesamte Bodenseeregion.
„Es ist sehr erfreulich, dass es durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Hafen Antwerpen gelungen ist, mehr Güter auf die umweltfreundliche Schiene zu verladen und damit ein starkes sichtbares Zeichen im europäischen Güterverkehr zu setzen. Zudem bringen die Rundläufe aus Belgien den Terminalstandorten eine weitere wichtige Aufwertung im europäischen Güterverkehrsnetzwerk“, so die Geschäftsbereichsleiterin von Terminal Service Austria Dr. Renate Glisic bei der Veranstaltung.
Trotz Corona: Güterverkehre nach und aus Österreich gestiegen
Steigende Güterströme würden zeigen, dass diese Anbindung an Europas zweitgrößten Seehafen den Bedarf der verladenden Wirtschaft trifft. Trotz Corona-Pandemie sind beispielsweise die Güterverkehre nach und aus Österreich um insgesamt fünf Prozent gestiegen, Importe um 2,9 Prozent und Exporte um 7,1 Prozent. Das Güterzentrum in Wolfurt dient dabei als Konsolidierungsplattform und Railport für die Warenströme zwischen der Vierländerregion und Antwerpen.
„Das Terminal in Wolfurt wurde erst kürzlich komplett runderneuert und zukunftsgerichtet, unter anderem mit entsprechend leistungsfähigen neuen Kränen ausgebaut. Zudem bieten wir unseren Kunden laufend neue Terminallogistikleistungen, um die derzeitige Dynamik im Güterverkehr zu nützen“, berichtet Robert Steger, Terminal Leiter in Wolfurt.
Derzeit verkehren 16 Ganzzüge pro Woche von den Terminals in Wolfurt, Wels und Wien-Süd von und zum Hafen Antwerpen.
„Mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern funktioniert nur mit starken Partnerschaften. Alleine durch die aktuellen Rundläufe Hafen Antwerpen und Terminal Service Austria schaffen wir hochgerechnet für das Jahr 2021 eine Einsparung von insgesamt rund 14.350 Tonnen CO2“, so Glisic.
„Intermodale Verkehre mit der Bahn werden als nachhaltige und sichere Transportlösung sehr aktiv von der Logistikbranche der Vierländerregion genutzt. Die Nachfrage nach zusätzlichen Verbindungen ist hoch“, sagt Walter Holzhammer, Repräsentant des Hafens Antwerpen für Österreich und Ungarn.
Elmar Ockenfels, Repräsentant des Hafens Antwerpen für Deutschland und die Schweiz, beschreibt es als essentiell, kontinuierlich neue und marktgerechte Transportkonzepte für die letzte Meile zu entwickeln.
Sieben Terminals der ÖBB Infrastruktur in Österreich
Die Terminal Service Austria (TSA) betreibt die sieben Terminals der ÖBB Infrastruktur. Die Standorte sind
- das Güterzentrum Wien Süd (UKV),
- das Terminal Wels (UKV, ROLA),
- das Terminal St. Michael (UKV),
- das Terminal Villach (UKV) und
- das Güterzentrum Wolfurt (UKV) sowie
- die beiden Terminals für die Rollende Landstraße (ROLA) in Wörgl und Brennersee.
ÖBB Rail Cargo Group: Anschub für Güterbahn
News vom 18.06.2021 von Christine Harttmann
Die österreichische Güterbahn will Transporte stärker auf die Schiene verlagern und setzt dabei auf Digitalisierung. In die Modernisierung des Wagenmaterials will das Unternehmen ebenfalls investieren.
In Sachen Digitalisierung setzt ÖBB Rail Cargo Group (RCG) bereits seit September 2020 auf SmartLINK. Das Tool ermöglicht den Zugang zum Leistungsspektrum und stellt dabei eine klare Übersicht aller möglichen Bausteine, die es für den Güterverkehr auf Schiene benötigt, zur Verfügung. Man könne sich damit sehr „leicht hineinklicken“ in die Eisenbahnwelt, beschreibt CEO Clemens Först in einem Youtube-Interview. Transportunternehmen könnten sich dort die gewünschten Bahnlogistik-Dienstleistungen zusammensuchen. Ergänzend dazu ging der digitale Assistent Mike live. Er adressiert laut Först Bestandskunden und ermöglicht das Tracking, die Bestellung von Equipment sowie die Kapazitätsplanung. Ziel sei, dass über Mike zukünftig die gesamte Wertschöpfungskette der Bahn digital abgebildet wird.
In die Modernisierung des Wagenmaterials soll in den kommenden Jahren eine Gesamtinvestitionssumme von mehr als 200 Millionen Euro fließen. Das zentrale Vorhaben der RCG ist es, 2.150 leistungsfähige Güterwagen anzuschaffen. Ein besonderer Fokus besteht dabei mit einem Investitionsvolumen von mehr als 130 Millionen Euro auf innovativen modularen Güterwagen. Von gesamt 1.400 dieser Wagen sollen 450 offene- und Schüttgutwagen, 475 Flach- und Rungenwagen, 150 Stahlwagen sowie 325 Tragwagen beschafft werden.
ÖBB Rail Cargo Group erhöht Rundläufe zwischen Curtici und Istanbul
News vom 08.06.2021 von Christine Harttmann
Die TransFER Verbindung zwischen Rumänien und der Türkei verbindet Europa mit Asienund endet am Istanbuler Güterbahnhof Halkali.
Mit zwei Rundläufen pro Woche bietet die TransFER Verbindung der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) ab 2. Juni 2021 eine erhöhte Frequenz zwischen Curtici und Istanbul. Die österreichische Güterbahn gibt die Transitzeit zwischen den beiden Wirtschaftsregionen mit 72 Stunden an. Der TransFER schaffe eine direkte Anbindung an Halkali, einen wichtigen internationalen Frachtterminal in der Türkei. Für Transporte zwischen Europa und Asien sei die Türkei eine entscheidende Güterverkehrsdrehscheibe auf der südlichen Seidenstraße.
Beim TransNET spricht die ÖBB Rail Cargo Group von einer „digitalen Landkarte“. Diese setze neue Maßstäbe am europäischen Güterverkehrsmarkt. Nutzer:innen haben dabei die Wahl über drei Möglichkeiten ihre Wunschverbindung zu finden: Entweder sie wählen mithilfe der Eingabefelder „Go“ und „Thanks“ den Start- und Bestimmungsort ihrer Waren, finden ihre Verbindung in einer übersichtlichen Listenansicht oder klicken ganz einfach auf einen Standort in der Karte. Schon eröffnet sich eine Welt aus allen TransFER Verbindungen sowie Kombinationen, die sie angepasst an ihre Bedürfnisse verbinden können. Nach Auswahl der entsprechenden Route, wird diese in der Karte grafisch dargestellt und angezeigt, welche Leistungen an den ausgewählten Standorten zur Verfügung stehen.
Mit über 50 Netzwerk und zahlreichen individuellen TransFER Verbindungen transportiert die ÖBB Rail Cargo Group Waren am eurasischen Kontinent. Die Transporteinheiten variieren dabei von ganzen Wagenladungen über intermodale Transporte bis hin zu individuellen Gesamtlösungen. Je nach Abfahrt- oder Zielort können speditionelle Zusatzleistungen wie Umschlag, Lagerlogistik oder Zollservice gebucht werden.
Unter smartlink.railcargo.com stellt die ÖBB Rail Cargo Group den Link in die digitale RCG und damit zur ihrem gesamten Leistungsspektrum zur Verfügung. Sie will so den einfachen Zugang zum System Schiene ermöglichen und zugleich eine klare Übersicht der Bausteine geben, die es für den Güterverkehr auf Schiene bedarf. Als Einstieg in die digitale Welt der Bahnlogistik führt SmartLINK durch vier Bereiche: Kunden wählen fahrplanmäßige oder individuelle TransFER Verbindungen, sie informieren sich über das zur Verfügung stehende Equipment sowie über die für sie relevanten Services und Zusatzleistungen. Am Ende steht die Kontaktaufnahme mit den Kundenbetreuer:innen, die mit den Kunden gemeinsam ein individuelles Angebot erstellen.
ÖBB Rail Cargo Group: Neue Verbindung zwischen Tschechien und Türkei
News vom 11.05.2021 von Daniela Sawary-Kohnen
Der österreichische Bahnlogistiker erweitert seine TransFER-Verbindungen und verbindet so die Türkei, Ungarn und Tschechien miteinander.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat ihr intermodales Netzwerk erweitert und eine neue TransFER-Verbindung zwischen Budapest und dem tschechischen Brünn (Brno) mit der bestehenden Verbindung zwischen Budapest und Köseköy abgestimmt. Mit der Verdopplung der Rundläufe zwischen Budapest und dem türkischen Köseköy und der Kombination des neuen TransFER zwischen Budapest und Brno können damit zukünftig Waren zwei Mal in der Woche direkt von der Türkei nach Ungarn und von dort weiter bis nach Tschechien transportiert werden, so das Bahnunternehmen. Beide Verbindungen seien gut in das TransNET der RCG eingebunden und ermöglichten dadurch jeweils Weiterleitungen in alle RCG-Destinationen.
Zudem reiche die neue Transportroute durch ihre Anbindungen von Brünn Richtung Nord- und Nordosteuropa beziehungsweise von Köseköy in Richtung Asien. Darüber hinaus könne auch der Knotenpunkt Budapest für die Verbindung zur Neuen Seidenstraße genutzt werden, hieß es.
Mit der neuen Verbindung Budapest–Brno ab dem 5. Mai sei eine effiziente und umweltschonende Transportlösung zwischen Ungarn und Tschechien für kontinentale und maritime Warenströme möglich. Die Verbindung zwischen dem Container Terminal Brünn und dem Terminal BILK in Budapest stellt laut dem Bahnunternehmen zudem eine rasche Transitzeit von nur 12 Stunden sicher und wird mit zwei Rundläufen pro Woche bedient.
Mit der direkten Anbindung an den größten Terminal der ÖBB Rail Cargo Group in Budapest bietet die RCG Terminalleistungen und über das RCG TransNET auch die Anbindung an Koper, mit der eine schnelle, zuverlässige und kostengünstige Verbindung zwischen dem Adriahafen und Tschechien sowie die angrenzende Slowakei gewährleistet ist.
Mit der neuen Verbindung soll auch die Route weiter in die Türkei gestärkt werden. Daher verdoppelt die ÖBB RCG ihre TransFER Verbindung Budapest–Köseköy auf zwei Rundläufe pro Woche. Der TransFER Budapest–Köseköy verbindet durch den Marmaray Tunnel den asiatischen Teil der Türkei mit Europa. Mit der Möglichkeit den neuen TransFER Budapest–Brno mit Anatolien und Zentralasien/China zu verbinden, werden darüber hinaus Wirtschaftszentren ganz Westeuropas verbunden und der gesamte eurasische Raum an das RCG-Netzwerk angeschlossen.
Dabei sei die neue Partnerschaft mit Pasifik Eurasia, Operator der Türkischen Staatsbahn TCDD, am Terminal Köseköy ein wichtiges Bindeglied um Transporte von und in die Türkei, in die sogenannten GUS Staaten bis nach China zu stärken. Unternehmen würden auch bei dieser TransFER Verbindung vom durchgehenden Handling sowie pünktlichen Transportzeiten profitieren. Die Traktion und Abwicklung liegen dabei in einer Hand. Mit der Transportlösung von und nach Türkei bietet die ÖBB RCG nicht nur eine Verbindung in ihrem Intermodalnetzwerk, sondern auch eine Weiterleitungsmöglichkeit an ihr flächendeckendes TransNET am eurasischen Kontinent.
Polen: ÖBB Rail Cargo startet neuen Intermodal-Anschluss nach Wien
News vom 25.03.2021 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker nimmt ab Mitte April einen neue Direktverbindung zwischen dem österreichischen Wien und dem polnischen Lodz in Betrieb.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) erweitert damit ab dem 14. April ihr Netzwerk und bringt mit der neuen TransFER Verbindung einen intermodalen Nonstop-Anschluss zwischen Wien und der westlich von Warschau gelegenen polnischen Stadt Lodz mit zwei Rundläufen pro Woche auf Schiene.
Damit ermöglicht die RCG zudem die direkte Anbindung an den Terminal Wien Süd der ÖBB Infrastruktur, dem Hauptbahnhof der Güter im Osten Österreichs. Das neue Angebot Richtung Polen ermöglicht darüber hinaus Anbindungen im RCG-Netzwerk an die wichtigsten Wirtschaftszentren in Europa wie Mailand oder Istanbul, zu den Südhäfen, GUS-Staaten und bis nach China.
Mit rund 600 Zügen pro Woche auf 120 Verbindungen betreibt die RCG ein dichtes intermodales Netzwerk am eurasischen Kontinent. 3.500 Wagen, 53 eigene und Partnerterminals in Europa sowie Eigentraktionsleistungen in zwölf europäischen Ländern garantieren den intermodalen Warenverkehr. Auch konnten seit 2018 Kooperationen mit den Häfen im Norden und Süden Europas – allen voran Triest, Piräus und Rijeka – weiter ausgebaut, sowie das Angebot in den asiatischen Raum über die Seidenstraße wesentlich erweitert werden.
Das intermodale Leistungsspektrum der RCG gliedert sich in die Segmente „Eurasia“ für Operationen auf den Breitspurstrecken bis nach China. Durch die Anbindung der Seidenstraße an das dichte und leistungsstarke Netzwerk wird nicht nur der schnelle Warentransport als Alternative zur Luftfracht, sondern auch die effiziente Weiterverteilung in Europa gewährleistet.
Das europäische Pendant dazu ist die Sparte „Kontinental“, in der das europäische Netzwerk von und zu Europas Wirtschaftszentren laufend erweitert wird. Im Segment „Maritim“ werden Intermodalverkehre zwischen verschiedenen Containerterminals mit den Terminals von 13 Seehäfen gebündelt.
Nachhaltiger Güterverkehr der ÖBB
News vom 14.01.2021 von Redaktion (allg.)
Die ÖBB Rail Cargo Group fährt seit Anfang des Jahres mit 100 Prozent Grünstrom in Deutschland, um die Verkehrswende weiter voranzutreiben.
Seit dem 01. Januar 2021 befahren sämtliche TransFER Produkte der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) die TransFer Verbindungen mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen, wie heute bekannt gegeben wurde. Die Bahn sei das klimafreundlichste Verkehrsmittel und werde auch in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren die einzige Alternative für einen nachhaltigen Landverkehr bleiben, so die Sicht des Bahnlogistikunternehmens. Daher habe die ÖBB RCG in Deutschland die Nutzung von grünen Bahnstrom eingeführt, nachdem in Österreich bereits im Sommer 2018 alle Güterzüge der ÖBB RCG erfolgreich auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen umgestiegen sind.
In Österreich betreibt der Bahnlogistiker acht eigene Wasserkraftwerke sowie ein Solarkraftwerk, die laut eigenen Angaben zusammen mehr als ein Drittel des benötigten Bahnstroms erzeugen. Dieser Strom wird über Bahnstromleitungen verteilt und anschließend in Unterwerken in die Fahrleitungsspannungen umgewandelt. Die Oberleitungen wiederum leiten den grünen Strom zu den Zügen, die das ÖBB-Streckennetz befahren. In Deutschland werde der Grünstrom bisher aus Partner-Kraftwerken und dem öffentlichen Netz bezogen und sei CO2-neutral, teilt das Unternehmen mit. Die Herkunft aus Wasserkraftwerken sei dabei mit Zertifikaten des TÜV Nord bestätigt.
Die ÖBB RCG möchte vornehmlich zum modal shift beitragen. Jede Tonne, die ihren Weg auf der Schiene zurücklege, verringere den ökologischen Fußabdruck und trage zur Erreichung der österreichischen und europäischen Klima- und Umweltziele bei. Das Unternehmen gibt an, dass mit ihren Schienengüterverkehrsleistungen pro Jahr 1,1 Millionen Tonnen CO2 in Österreich eingespart werden. Man geht davon aus, dass die Verbindungen in Deutschland diese Menge künftig vervielfachen wird. Die Einführung von Grünstrom in weiteren Ländern soll folgen.
Fiona Nitschke
ÖBB: Lineas verstärkt TSA
News vom 30.11.2020 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Betreiber TSA der sieben ÖBB-Terminals erhält mit Lineas einen neuen Zugbetreiber. Die Terminals Wolfurt, Wels und Wien Süd werden Teil des Lineas „Green Xpress Networks“.
Die Terminal Service Austria (TSA) hat mit dem belgischen Schienengüterverkehrsbetreiber Lineas ab Fahrplanwechsel einen neuen Zugbetreiber gewonnen. Künftig wird Lineas ab Mitte Dezember mit seinen Xpress-Zügen die Terminals Wolfurt, Wels und Wien Süd anfahren. Konkret gehen die Züge dreimal wöchentlich von Antwerpen nach Wolfurt, mit Zwischen-Stopps in Recklinghausen und Langweid-Foret.
Mit dem „Green Xpress Network“ sichert sich der Terminal Wolfurt die indirekte Anbindung an die großen Hafengebiete Antwerpen, Zeebrügge, Gent und Rotterdam. Der Vorarlberger Terminal profitiert somit vom Direktanschluss an die mehr als 20 regelmäßigen Green Xpress Züge in ganz Europa.
Der Terminal Wien Süd wird in Zukunft ebenfalls mit drei Rundläufen ein Bestandteil des„Green Xpress Netzwerkes“ sein. Dabei werden wöchentlich sechs gemischte Züge, drei in jede Richtung, mit konventionellen und kombinierten Sendungen die Strecke Antwerpen – Wels – Wien Süd und Bratislava fahren. Geschäftsbereichsleiterin der TSA in der ÖBB Infrastruktur Dr. Renate Glisic.
„Es ist erfreulich, dass wir mit Lineas ein modernes Unternehmen aus dem Schienengüterverkehr an uns binden konnten. Die zusätzlichen 12 Zugsverbindungen sind ein Auftrag an uns, unsere Serviceleistungen in der Terminallogistik in gewohnt guter Qualität und mit Engagement für unsere Kunden abzuwickeln.“
Kooperation: Verlängerung durch ÖBB RCG und Gebrüder Weiss
News vom 06.10.2020 von Daniela Sawary-Kohnen
Die beiden Unternehmen haben ihre Zusammenarbeit im intermodalen Verkehr um weitere drei Jahre verlängert. Die Netzwerkverbindung OCC soll zudem in das TransNET Intermodal der ÖBB RCG integriert werden.
ÖBB Rail Cargo Group und Gebrüder Weiss haben ihren Vertrag über den gemeinsamen Güterzug „Orange Combi Cargo“ (OCC) um weitere drei Jahre verlängert. Gebrüder Weiss setzt den OCC bereits seit 2008 als exklusiven Ganzzug ein, der täglich zwischen Wien und Bludenz mit Zwischenstopp in Hall in Tirol verkehrt.
Der OCC verbindet Wien mit Westösterreich und ermöglicht laut den Unternehmen pro Jahr Einsparungen von rund 9.000 Tonnen CO2. Walter Konzett, Direktor Produkt Management Landverkehr bei Gebrüder Weiss:
„Auf diese Art und Weise hat Gebrüder Weiss in zwölf Jahren rund 180.000 Ladungen von der Straße auf die Schiene verlagert.“
Künftig soll die tägliche Intermodalverbindung OCC über den TransFER Wien–Hall– Bludenz in das TransNET Intermodal der ÖBB RCG integriert und damit international vernetzt werden, teilten die beiden Unternehmen mit. Zudem seien Frequenzsteigerungen vorgesehen.
Durch die Integration des OCC in das TransNET Intermodal werden somit die Streckenführung von Vorarlberg und Tirol bis nach Rumänien oder in die Türkei ermöglicht. Bei allen weiteren geplanten Verbindungen über den Intermodalknoten Wien seien die zwei westlichsten österreichischen Bundesländer und die angrenzenden Regionen in der Ostschweiz und in Süddeutschland damit bestens vernetzt. Bernhard Ebner, Leiter des Intermodalbereichs der ÖBB RCG:
„Mit der Erweiterung der Netzwerkverbindung auf der Ost-West-Achse in Österreich leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und verbessern die Voraussetzungen um auch zukünftig die Verkehrsverlagerung auf die Schiene weiter voranzutreiben.“
ÖBB Rail Cargo: Digitaler Zugang zur Schiene
News vom 02.09.2020 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker arbeitet seit dem 1. September mit dem Tool SmartLink für den digitalen Zugang zum System Schiene.
Die ÖBB Rail Cargo Group arbeitet seit dem 1. September mit dem Softwaretool „SmartLINK“. Laut dem Bahnlogistiker bietet das Tool Kunden den Zugang zum Leistungsspektrum und zeigt übersichtlich alle Bausteine, die es für den Güterverkehr auf der Schiene benötigt werden. ÖBB RCG Vorstandssprecher Clemens Först:
„Wir haben unser umfangreiches Leistungsspektrum übersichtlich strukturiert und leicht navigierbar gestaltet. SmartLINK ist dabei nicht nur ein Demonstrationstool unserer Leistungen, sondern vor allem ein wesentlicher erster Schritt in Richtung eines einfachen, ansprechenden Zugangs zum System Schiene.“
SmartLINK leitet laut ÖBB Rail Cargo dabei durch vier Bereiche. Zunächst können fahrplanmäßige oder individuelle TransFER Verbindungen ausgewählt werden. Unternehmen können sich über das zur Verfügung stehende Equipment sowie über die für sie relevanten Services und Zusatzleistungen (Add-Ons) informieren. Bei der Kontaktaufnahme schließlich kann ein individuelles Angebot erstellt werden.
Zusätzlich zu SmartLINK stünden bereits die ersten Serviceleistungen des digitalen Assistenten MIKE zur Verfügung und würden in den nächsten Monaten ausgerollt. Die Applikation Tracking innerhalb von MIKE zeigt den aktuellen Standort der Sendungen an. Mit Ordering unterstützt das Tool bei der Bestellung von Leerwagen und mit Capacity Planning wird Großkunden eine direkte Ableitung des Wagenbedarfs aus ihrer spezifischen Produktionsmengenplanung heraus ermöglicht.
Die Rail Cargo Group ist mit 9.340 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 2,3 Milliarden Euro eines der führenden Bahnlogistikunternehmen Europas.
Polen: ÖBB Rail Cargo Group kauft Eisenbahnverkehrsunternehmen
News vom 11.02.2020 von Christine Harttmann
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat mit der Übernahme des polnischen Eisenbahnverkehrsunternehmens Rail Time Polska Eigentraktionsleistungen im Land übernommen.
Mit dem neuen Tochterunternehmen, das jetzt als Rail Cargo Carrier – Poland firmiert breitet der österreichische Bahnlogistiker sein Carrier-Netz auf zwölf europäische Länder aus.
Polen sei mit einem Transportaufkommen von rund 234 Millionen Tonnen und etwa 54 Milliarden Tonnenkilometern im Jahr 2017 der zweitgrößte Schienengüterverkehrsmarkt nach Deutschland, so die Mitteilung der ÖBB RCG. Das Land biete somit bietet großes Wachstumspotential für das Unternehmen. Darüber hinaus sei Polen an zwei wichtige Güterverkehrskorridore angebunden. Mit dem eigenen Güterbahnunternehmen Rail Cargo Carrier - Poland will der österreichische Schienenlogistiker nun sicherstellen, dass er eine „durchgehende qualitativ hochwertige Produktion“ in dem Land sicherstellen kann.
Polen spielt auch bei Transporten von und nach China eine immer größere Bedeutung. Mit dem eigenen Carrier in Polen will die ÖBB RCG nun am Güterverkehrskorridor acht die Brücke für Transporte von den Nordseehäfen nach Polen, Russland und weiter bis Asien bilden. Darüber hinaus will er für eine Anbindung polnischer Industriezentren an die Adriahäfen sowie Südeuropa über den Güterverkehrskorridor 5 sorgen.
Um ihren Kunden ein möglichst dichtes Netz in Europa bieten zu können, betreibt die RCG inzwischen zwölf eigenen Güterbahnen in Europa. Neben der Stahlbranche soll von der Netzerweiterung in Polen vor allem der Intermodalsektor profitieren.
Der Ausbau der Eigentraktionsaktivitäten beschreibt ÖBB RCG als eines der „zentralen Elemente der Expansionsstrategie“ des Unternehmens. Der Fokus liege auf der Entwicklung qualitativ hochwertiger Zugprodukte im zentral- und südosteuropäischen Raum durch grenzübergreifende Produktionsleistungen mittels modernem Lokomotivpool.
ÖBB Rail Cargo: Neue Bahnanbindung zwischen Hafen Hamburg und Enns
News vom 24.01.2020 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker startet eine neue intermodale Direktverbindung vom österreichischen Container Terminal Enns zum Seehafen Hamburg mit zwei Rundläufen pro Woche.
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) verstärkt ihre Bahnverbindungen nach Hamburg und startet mit einer zweimal in der Woche fahrenden intermodale Nonstop-Verbindung zwischen dem Container Terminal Enns in Oberösterreich und dem Hafen Hamburg.
Mit dem TransFER Enns – Hamburg wird die direkte Verbindung in Richtung Norddeutschland und dem Universalhafen Hamburg ausgebaut. Zugleich wird dieser an den Container Terminal Enns als wichtiger Verkehrsdrehscheibe im Oberösterreichischen Zentralraum angebunden.
Der Bahnlogistiker fährt den Hafen Hamburg mehrmals pro Woche an und transportierte in 2019 intermodal 76.918 TEU (Zwanzig-Fuß-Standardcontainer) von und nach Hamburg. Davon wurden mit sechs Abfahrten pro Woche und 576 Zügen 33.430 TEU ab beziehungsweise bis zum österreichischen Terminal Wolfurt gebracht. Das Terminal Wien/Linz kam mit ebenfalls sechs Abfahrten pro Woche und 576 Zügen auf 43.488 TEU.
Für Gütertransporte zwischen Österreich und Deutschland habe der Hafen Hamburg eine hohe Bedeutung, so die ÖBB RCG. So liege der Anteil der per Bahn im Österreichverkehr transportierten Container bei über 90 Prozent.
Die Rail Cargo Group mit 8.500 Mitarbeitern erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 2,3 Milliarden EUR. Mit Partnern betreibt das Bahnlogistikunternehmen ein flächendeckendes Netz an End-to-end-Logistik in Europa und bis nach Asien
ÖBB Rail Cargo: Neue Zugverbindung zwischen Verona und Lübeck
News vom 22.01.2020 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Bahnlogistiker erweitert den Schienenverkehr auf der Route Verona und Lübeck durch einen Direktzug. Zugleich wird die Präsenz auf der Brennerachse ausgebaut.
Die ÖBB Rail Cargo Group startet auf der Schiene einen neuen Direktzug zwischen Verona und Lübeck. Der TransFER Verona – Lübeck wird durchgehend in Eigentraktion abgewickelt und ist ein zweimal wöchentlich verkehrender Nonstop-Anschluss, der den norditalienischen Raum mit der Hansestadt und dem nordosteuropäischen Raum verbindet.
Der Ostseehafen Lübeck fungiert als zentraler Umschlagspunkt zwischen den Wirtschaftszentren Süd-, Mittel- und Nordeuropas und dem sich rasch entwickelnden Ostseeraum. Ein Großteil der Sendungen via Lübeck kommt aus Skandinavien oder ist für diesen Markt bestimmt. Schweden, Finnland und Norwegen sind über Fähr-, Bahn- und Feederverbindungen an Lübeck angebunden.
Mit der Umsetzung erweitert die ÖBB RCG laut eigenen Angaben ihr Leistungsgebiet und stärkt den kombinierten Verkehr zwischen Italien und Norddeutschland auf der umweltfreundlichen Schiene.
Gleichzeitig werde die Brennerachse mit ihrem Lkw-Verkehr durch die neue intermodale Zugsverbindung vom Transitverkehr entlastet. Durch den umweltfreundlichen Schienentransport von Planen- und Kühltrailern, Containern sowie Tankcontainern im zweiwöchentlichen Rundlauf werde das stark betroffene Transitland Österreich um 6.144 Lkw-Fahrten entlastet, so die Mitteilung.
ÖBB RCG: Ausbau der Transkaspischen Seidenstraße
News vom 27.11.2019 von Daniela Sawary-Kohnen
Die ÖBB RCG, der Port of Baku und Cabooter Group haben eine gemeinsame Absichtserklärung zur Förderung des eurasischen Korridors unterzeichnet. Der Port of Baku soll dabei künftig eine zentrale Logistikdrehscheibe werden.
Die ÖBB Rail Cargo Group (ÖBB RCG) will die Gütertransportverkehrsverbindungen entlang südlichen Seidenstraßen ausbauen. Dazu hat sie am gestrigen Dienstag im Beisein von Bundesminister Andreas Reichhardt gemeinsam mit dem Port of Baku und der Cabooter Group (Logistik Hub Venlo) eine strategische Absichtserklärung unterzeichnet.
Mit der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding wird damit der Grundstein für eine strategische Zusammenarbeit zur Etablierung eines neuen eurasischen Korridors geschaffen.
Ziel ist es, den eurasischen Bahnkorridor mit der Anbindung an das europäische Güterbahnnetz zu stärken und somit die transkaspische Landseidenstraße auszubauen, so die Mitteilung. Die südliche Landseidenstraße verläuft über das Transkaspische Meer nach Zentralasien.
Im Oktober ist das Projekt mit der Abfertigung eines ersten Testzuges von China über Kasachstan, Aserbaidschan und die Türkei nach Prag gestartet.
Grund für den Ausbau ist laut ÖBB RCG die aktuelle Überlastung an der Grenzstation Malasewicze-Brest von Polen und Weißrussland.
Der Port of Baku soll aufgrund seiner geographischen Lage für den transkaspischen Korridor künftig eine zentrale Rolle spielen und als Logistikdrehscheibe fungieren. Durch die Anbindung des Südkaukasus, Zentralasiens, des Iran, Südrusslands und der Türkei sollen gezielt neu Märkte in das europäische Güterbahnnetzwerk integriert werden. Gleichzeitig habe die unterschreibenden Parteien laut der Mitteilung das Ziel, gemeinsam neue intermodale Produkte zu entwickeln.
ÖBB Rail Cargo Group: Übergabe von Leichtbauwaggon TransANT an Logistik Service
News vom 22.11.2019 von Daniela Sawary-Kohnen
Das Logistikunternehmen hat 13 Doppeleinheiten der modularen Leichtbauwaggons an die Voestalpine-Konzerngesellschaft Logistik Service GmbH übergeben.
Gemeinsam mit Voestalpine hat der Bahnlogistiker ÖBB Rail Cargo Group (RCG) den sogenannten modularen Leichtbauwaggon TransANT für den Schienengüterverkehr auf den Markt gebracht.
Am gestrigen Donnerstag hatte ÖBB Rail Cargo die erste Garnitur an 13 Doppeleinheiten mit einer Zuglänge von 293 Metern an die Tochtergesellschaft Logistik Service GmbH (LogServ) des voestalpine-Konzerns am Standort Linz zugestellt.
Der Gesamtauftrag für die LogServ umfasst 30 Doppeleinheiten. Diese haben eine Gesamtlänge von 675 Metern und insgesamt 1.170 Tonnen Gewicht. AlleEinheiten sollen noch bis Ende dieses Jahres übergeben werden, so ÖBB Rail Cargo. Laut dem Bahnlogistiker hat der Leichtbauwaggon ein um 20 Prozent leichteres Untergestell. Dies ermögliche eine vermehrte Zuladung von bis zu vier Tonnen pro Waggon.
Die Plattform des Waggons ist standardisiert und in Längen zwischen 33 und 70 Fuß möglich. Gleichzeitig können die modularen Aufbauten in verschiedenen branchenspezifischen Ausführungen genutzt werden. Zudem ist der Tragwagen ohne Aufbau als Containertragwagen für den intermodalen Verkehr einsetzbar. RCG Vertriebsvorstand Thomas Kargl:
„Das Besondere an diesem Auftrag ist, dass wir gemeinsam am Papier geplant haben und heute hier die erste Garnitur an spezifischen Wagons inklusive Aufbau übergeben können. TansAnt ist ein Signal, wie sich das Geschäftsmodell Schienengüterverkehr an konkreten Kundenanliegen orientiert und ein maßgeschneidertes Produkt liefert. Und die Innovation ist auch ein Beispiel, wie wir die Bahnindustrie bzw. den Schienengüterverkehr in eine moderne Zukunft führen.“
Österreich: Oldtimer fahren ÖBB
News vom 17.09.2019 von Christine Harttmann
Einen ungewöhnlichen Transport hat die ÖBB Rail Cargo Group auf die Schiene gebracht: den „Classic Car Sonderzug“. Mit 28 Oldtimer-Autos und fünf Motorrädern waren die Waggons beladen.
Der ÖBB-Sonderzug, den Classic Car Auctions by Julius Hügler 1875 und der Messe Wels gemeinsam durchführen, reisten von Wien nach Wels unterwegs. Die Oldtimer sollten zur Classic Austria Messe in Oberösterreich.
Am Wiener Hauptbahnhof wurde der Autoreiszug beladen. Anschließend fuhr die mit Oldtimern bestückte Bahn gemeinsam mit ihren Besitzern und Pressevertretern direkt zur Verladestelle in Wels. Gezogen wurde der Sonderzug von der ÖBB-Klimaschutz-Lokomotive. Das zur Beladung notwendige Equipment stellte laut dem österreichischen Bahnkonzern der Kunde Hödlmayr zur Verfügung.
Jährlich bringt die ÖBB Rail Cargo Group rund 750.000 Neuwagen von den Herstellerwerken Richtung Verteilerplattformen in Europa auf Schiene. Die genau getakteten Logistiklösungen versorgen die Automobilindustrie mit Rohstoffen sowie Halb- und Fertigprodukten. Eingesetzt werden dabei Spezialwagen. Neben den Gütern der Fahrzeugindustrie wie Pkw, Traktoren, Getriebe, Motoren und Teile von Fahrzeugen, werden auch Transporte von Schienenfahrzeugen, Sonder- und Spezialtransporte sowie Transporte des Österreichischen Bundesheers europaweit organisiert.
ÖBB Rail Cargo Group startet Direktzug Wien-Trelleborg
News vom 07.05.2019 von Christine Harttmann
Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) schafft eine Güterbahnverbindung zwischen Wien und Skandinavien und verknüpft damit Österreich enger mit dem nordeuropäischen Raum.
Drei bis viermal wöchentlich fährt der Transfer Vienna-Scandinavia, den die österreichische Güterbahn RCG auf die Schiene gebracht hat. Damit werde, so die Mitteilung, das volle Spektrum an sicheren, zuverlässigen und umweltfreundlichen Transportleistungen für den konventionellen Schienengüterverkehr geboten.
Trelleborg, die südlichste Stadt und somit auch der südlichste Hafen Schwedens, gilt als Gateway zwischen Skandinavien und Zentraleuropa. Der Fährhafen, der als zentraler Umschlagspunkt zwischen den Verkehrsträgern Schiff und Bahn fungiert, bietet sich als Ausgangspunkt für Transporte weiter Richtung Norden an.
Nun will die RCG mit dem neuen Transfer Vienna–Scandinavia eine direkte Anbindung an den skandinavischen Raum schaffen. Vom Zentralverschiebebahnhof Wien geht es nonstop auf der Schiene nach Rostock zur Ostsee. Umgeladen auf das Schiff, geht es weiter mit der zweimal täglich verkehrenden Fährverbindung nach Trelleborg. Von hier aus erfolgt die Weiterverteilung im Einzelwagenverkehr. Damit würden nachhaltige End-to-end-Logistiklösungen für den gesamten skandinavischen Raum realisiert, heißt es seitens RCG. Die Fährverbindung sowie die Weiterverteilung werde über den Partner Green Cargo abgewickelt.
Damit bildet die RCG für den konventionellen Verkehr zwischen Österreich und Skandinavien nicht nur eine Brücke, sondern verkürzt auch die Transitzeiten zwischen Wien und Trelleborg. Durch die durchgehende Kette zwischen Wien und Rostock sowie einer Transportzeit von 25 Stunden will die ÖBB-Tochter ihren Logistikkundinnen und -kunden einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Laut den eigenen Angaben bietet die Güterbahn das volle Spektrum an sicheren, zuverlässigen und umweltfreundlichen Transportleistungen für alle Industriegüter sowie Gefahrgüter zwischen Österreich und Skandinavien. Denn durch den Zentralverschiebebahnhof Wien, als zentrale Drehscheibe für Mengenströme aus und nach Süd- und Südosteuropa, werde ein lückenloser Anschluss an das hochfrequente nationale wie internationale Netzwerk der RCG ermöglicht. Damit würden Märkte ganz Nord-, Zentral-, Süd- und Südosteuropas erschlossen.
Mit 8.500 MitarbeiterInnen, Niederlassungen in ganz Europa und einem Jahresumsatz von 2,3 Milliarden Euro zählt die Rail Cargo Group zu den großen Bahnlogistikunternehmen Europas. Die Rail Cargo Group betreibt gemeinsam mit Partnern ein flächendeckendes Netz an End-to-end-Logistik in Europa und darüber hinaus bis Asien. Sie verbindet europäische Ballungszentren und Häfen mit prosperierenden Wirtschaftszentren Russlands, der Türkei bis nach China.
ÖBB und Hafen Triest wollen Zusammenarbeit vertiefen
News vom 18.03.2019 von Torsten Buchholz
Der Freihafen im italienischen Triest gilt eine zentrale Logistikdrehscheibe für die Wirtschaft Italiens und Österreichs. Anlässlich des 300-jährigen Bestens des Adria Hafens hat nun die ÖBB Rail Cargo Group angekündigt, die bestehende Kooperation weiter auszubauen.
Dazu wurden zwei Absichtserklärungen (Memorandi of Understanding) zur Stärkung des Schienengüterverkehrs angekündigt.
Triest ist für die ÖBB bereits seit fast 25 Jahren ein bedeutender Knotenpunkt für Verkehre von und nach Österreich sowie in Europas Hinterland. Die ÖBB Rail Cargo Group hält dabei rund 45 Prozent Marktanteil. Dazu Andreas Matthä, CEO der ÖBB-Holding AG:
„Triest ist ein Vorbild für die effiziente Verschränkung unterschiedlicher Verkehrsträger. Schiff und Schiene sind hier zu einer optimalen Transportkette verbunden. Wir sind sehr stolz, dass die ÖBB Rail Cargo Group ein starker Logistikpartner im Freihafen Triest ist.“
Man wolle als integrierter Partner mit einem starken Schienennetz den Schienengüterverkehr weiter ankurbeln und auf diese Weise einen wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Transport garantieren.
Derzeit bietet die RCG regelmäßige Verbindungen auf insgesamt sieben Relationen an. Über 3.300 Züge der RCG werden jährlich allein von und zum Hafen abgewickelt – in Italien sind es um ein Vielfaches mehr. Ab März beziehungsweise April erfolgt nun eine zusätzliche Vernetzung: Mit dem TransFER Wolfurt-Trieste im Rundlauf einmal pro Woche sowie dem TransFER Trieste-Vienna-Linz-Trieste im Dreiecksverkehr einmal wöchentlich.
ÖBB startet Nonstop-Verbindung Wels-Lübeck
News vom 12.02.2019 von Christine Harttmann
Der österreichische Schienenlogistiker verbindet mit seinem neuen Güterbahn-Produkt sein österreichisches Hub mit dem nordeuropäischen Raum.
Zweimal wöchentlich fährt ab Mitte Februar 2019 ein Güterzug der ÖBB Rail Cargo Group(RCG) Nonstop zwischen Wels und Lübeck. Der Schienenlogistiker will mit seinem Produkt namens TransFER sein Österreichisches Hub mit dem Nordeuropäischen Raum verbinden. Als größter deutscher Ostseehafen sei der Hafen Lübeck ein zentraler Umschlagspunkt zwischen den Wirtschaftsmetropolen West- und Zentraleuropas und dem sich rasch entwickelnden Ostseeraum, so der Schienenlogistiker.
Über den Terminal Wels hätten die Kundinnen und Kunden aus dem skandinavischen und norddeutschen Raum lückenlosen Anschluss an das nationale und internationale Netzwerk der Rail Cargo Group. Mit der Drehscheibe Wels bietet die RCG Schienenprodukte nach Italien, Schweiz, Südosteuropa und bis nach Griechenland sowie in die Türkei an. Im Gegenzug erreichen Spediteure aus dem Alpenraum Skandinavien direkt und zuverlässig auf der umweltfreundlichen Schiene.
Damit erweitert die RCG ihr Leistungsgebiet und verkürzt zugleich die Transitzeiten von und in den Ostseehafen. Das soll den kombinierten Verkehr innerhalb Österreichs aber auch in Richtung Norddeutschland stärken. Auch für optimale Hinterland- und Antennenverbindungen stellt die Direktverbindung eine hohe Priorität dar. Über den Lübecker Hafen werden außerdem Fährverbindungen angeboten.
Österreich: ÖBB-Terminal in Wolfurt fertiggestellt
News vom 22.10.2018 von Anna Barbara Brüggmann
Die Ausbaumaßnahmen des ÖBB-Güterterminals in Wolfurt (Österreich) sind abgeschlossen. Das neue Terminal bietet mehr Kapazität, neue Logistikprozesse sollen einen schnelleren Umschlag ermöglichen.
Mit den Baumaßnahmen begonnen wurde im Dezember 2014, die Arbeiten wurden dem Unternehmen zufolge bei laufendem Betrieb in drei Phasen auf den Baufeldern Nord, Mitte und Süd vollzogen. Notwendig wurde die Erweiterung dem Konzern zufolge aufgrund steigender Nachfrage und veränderter Marktbedürfnisse.
Die Kapazität für Container wurde vervierfacht, das Terminal bietet nun 1.700 Vollcontainerlager-Stellplätze im unmittelbaren Kranbereich sowie 3.500 Leercontainerlager-Stellplätze im nördlichen Bereich des Terminals. Die Fläche wurde um rund 50 Prozent von bisher 72.000 Quadratmetern auf 106.000 Quadratmeter erweitert.
Komplett neu organisiert wurde der Containerumschlag zwischen Schiene und Straße. Aufgrund der neugestalteten Gleiskonfiguration können die Containerzüge ohne Verschub direkt von der freien Strecke in die Terminalanlage fahren. Die Anlage ist mit vier bis zu 750 Meter langen Containergleisen ausgestattet, diese werden auf je 600 Metern von zwei neuen Containerkränen erreicht.
Mittels Lasertechnik ist laut ÖBB ein punktgenaues Absenken der Container am Zielort möglich. Die neuen Kräne sollen ein schnelles Verladen der Container zwischen Straße und Schiene sowie von einem Zug auf den anderen ermöglichen. Vier neue Stutzgleise bietet auf einer Gesamtlänge von 1.200 Metern Platz für Spezialtragwagen, also Waggons auf denen die Container aufgesetzt werden. So können die Wagen in direkter Nähe zur Verladung zwischengeparkt werden und ohne Zuführung aus anderen Bahnhöfen zum Einsatz kommen.
Nach Angaben des Unternehmen wurden die Kapazitäten durch die Erweiterung mehr als verdoppelt. Derzeit verlassen pro Tag bis zu 800 Container das Güterzentrum, genauso viele kommen auch herein. Im Jahr 2017 wurden bei eingeschränktem Baubetrieb eisenbahnseitig fast 64.000 Container bewegt.
Das Bauprojekt umfasst auch den Neubau einer Container- und Fahrzeugwerkstatt sowie eines sogenannten In-Gate-Gebäudes, in dem alle Verwaltungstätigkeiten abgewickelt werden. Planungsprozess sowie Bauausführung der Werkstatt wurden durch die „Österreichische Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“ ausgezeichnet. In der Anlage wurde - wo Beton nötig war - ein Recyclingprodukt eingesetzt, die anderen Gebäudeteile wurden aus Holz sowie mit umweltfreundlichen Dämmstoffen errichtet. Erdwärme- und Photovoltaikanlagen sollen für ein nachhaltiges Energiemanagement sorgen. Als weitere Nachhaltigkeits-Maßnahmen nennt der Konzern Lärmschutzwände, lärmvermeidende Krantechnologie, insektenschonende Lichtanlagen sowie die naturnahe Gestaltung des Landgrabens.
In das Projekt wurden über den Rahmenplan aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie knapp über 60 Millionen Euro investiert. Zudem wurde die Planung zu 50 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.
ÖBB: Beziehungen zu China vertieft
News vom 10.04.2018 von Anna Maria Schmid
Staatsprädident Alexander van der Bellen und Kanzler Sebastian Kurz waren mit einer Delegation in China. Im Zuge dieses Staatsbesuchs haben auch die ÖBB bilaterale Gespräche mit potentiellen Kunden und Partnern geführt. Ihr Ziel: Stärkung der eurasischen Verkehre.
Die österreichische Rail Cargo Group (RCG), Güterverkehrssparte der ÖBB; hat Unternehmensangaben zufolge mehrere Kooperationsvereinbarungen mit chinesischen Unternehmen unterzeichnet. Ziel der Vereinbarungen mit chinesischen Partnern sei eine Stärkung der eurasischen Verkehre und die Implementierung weiterer hochfrequenter Verbindungen zwischen Europa und Asien. Kunden sollten von einem durchgängigen Transport aus einer Hand und einer verkürzten Transportdauer profitieren, versprechen die ÖBB.
Die Rail Cargo Group (RCG) ist auf der nördlichen, südlichen und maritimen Route der Seidenstraße aktiv und baut weitere alternative Routen über Dobra, Istanbul und Kaliningrad aus. Bis zum Jahr 2025 will die RCG jährlich 150 Millionen Tonnen transportieren. Auf dem eurasischen Korridor verzeichnet das Unternehmen nach eigenen Angaben Wachstumsraten von bis zu 40 Prozent. Vor allem Schienentransporte von und nach Asien über die neue Seidenstraße seien sehr gefragt. Die RCG investiere konsequent in ihre Verkehrsaktivitäten auf der chinesisch-europäischen Achse.
Die RCG möchte Rundlauf-Züge zwischen West-China und Europa stärker auslasten. In Chengdu im Westen Chinas habe man sich über eine Partnerschaft am wichtigsten Eisenbahnhub Chinas positioniert, heißt es bei der ÖBB.
Ungarn: Neues ÖBB-Güterverkehrszentrum in Budapest
News vom 20.02.2018 von Anna Maria Schmid
Bisher hat die Rail Cargo Group Verkehre aus dem und in den Balkan an mehreren Knotenpunkten gebündelt. Jetzt soll ein Zentral-Hub in der ungarischen Hauptstadt die Abwicklung vereinfachen.
Der „Balkan Express“ der Rail Cargo Group (RCG) bietet bereits seit Jahren eine Bahnlogistikverbindung zwischen Westeuropa und den Ländern Süd- und Südosteuropas sowie den GUS-Staaten. Bahntransporte werden dabei in Einzelwagen, Wagengruppen oder Ganzzügen abgewickelt. Sie fahren regelmäßig unter anderem nach Bulgarien, Mazedonien, Serbien, Griechenland oder in die Türkei. Nun wurde in Budapest ein eigenes Dispatcher-Center implementiert, von dem aus ankommende Züge gesteuert und neu zusammengestellt werden. Es soll die Abwicklung für die Kunden der RCG vereinfachen, verspricht die RCG, die Güterverkehrssparte der österreichischen ÖBB.
Bis dato wurden Sendungen aus Europa Richtung Balkan an mehreren Knotenpunkten wie Villach, Budapest, Sopron, Štúrovo oder Belgrad in Zügen gebündelt und weitertransportiert. Seit Januar 2018 erfolgt die Shuttle-Zugbildung zentral in Budapest. Das ermögliche eine vereinheitlichte Abwicklung der Verkehre von und in den Balkan, so die RCG. Das neue Dispatcher-Center in Budapest soll für einen reibungslosen Ablauf der Transporte sorgen. Durch eine rasche Zugbildung und eine bis ins Detail getaktete Planung könnten Wartezeiten reduziert und die Transportdauer nachhaltig um mehrere Tage verkürzt werden, so die RCG. Das Center bietet auch Unterstützung beim Wagenmanagement und bei add-on-Dienstleistungen. Das Angebot reicht von der Vor- und Nachlauforganisation bis zur Zollabwicklung im Bestimmungsland.
ÖBB: Rail Cargo Operator schafft Verbindung zwischen Verona und Arad
News vom 08.06.2017 von Redaktion (allg.)
Die Rail Cargo Group schafft durch ihren Intermodalbereich Rail Cargo Operator eine neue Transportlösung zwischen Norditalien und Rumänien. Am 19. Juli 2017 ist Streckeneröffnung.
Aktuell werden noch immer große Warenströme zwischen der norditalienischen Industrieregion und Rumänien auf der Straße transportiert. Der Intermodalbereich der Rail Cargo Group, Rail Cargo Operator, bietet seinen Kunden künftig eine neue Verbindung auf Schienen zwischen Norditalien und Rumänien an. Drei Mal wöchentlich wird die Verbindung in Betrieb sein und kann bei Bedarf auch fünf Mal pro Woche genutzt werden. Am 19. Juni 2017 startet die intermodale Zugverbindung zwischen Verona und Arad und eröffnet damit einen bisher kaum erreichbaren Intermodal-Korridor. Auf 1.109 Kilometern zwischen Verona/Italien und Arad/Rumänien durchqueren die Züge fünf europäische Staaten innerhalb von 40 Stunden.
Laut ÖBB biete das neue RCO-Zugangebot durch eine konkurrenzfähige Laufzeit zwischen dem Terminal Interporto Quadrante Europa di Verona und dem Railport Arad mit praktischen Bereitstell- und Ladeschlusszeiten und durch ein entsprechendes Preisgefüge eine attraktive Bahnalternative für alle Behälter des kombinierten Verkehrs. Transportfähig seien alle Containertypen, Tanks, Wechselaufbauten und Trailer. (mb)
Österreich: Rail Cargo Group transportiert Holzhäuser auf Schiene
News vom 10.04.2017 von Christine Harttmann
Fertigbauteile für Holzhäuser bringt die Rail Cargo Group von Österreich aus auf dem Schienenweg nach Norwegen. Den Auftrag dazu hat der Skandinavische Stora Enso-Konzern erteilt.
Ein eigens auf die Holzbranche spezialisiertes Expertenteam der zum ÖBB-Konzern gehörenden Rail Cargo Group organsiert den Transport. Startpunkt ist jeweils einer der beiden Stora Enso Produktionswerken im niederösterreichischen Ybbs an der Donau oder in Bad St. Leonhard in Kärnten. Über Deutschland und Schweden geht es von dort weiter nach Oslo und Trondheim in Norwegen – die gesamte Streck auf der Schiene. Vom Verladebahnhof werden die Bauteile dann per Lkw-Nachlauf punktgenau auf die Baustelle zugestellt.
Auf jeden Rungenwagen der Gattung „Laaprs“ passen die CLT (Cross Laminated Timber)-Massivholzplatten fast eines kompletten Gebäude mit 100 Quadratmetern Fläche. Verpackt sind die bis zu 25 Tonnen schweren Pakete mit Abmessungen von knapp 14 Metern Länge und knapp drei Metern Breite in eine Schutzfolie, die sie vor Wettereinflüssen schützen soll.
Wichtig sei, so die Rail Cargo Group, die Lieferfristen exakt einzuhalten. Im Falle von Abweichungen sei ein professionelles Management, das auch mögliche Reaktionen einschließt, essenziell. Schließlich müssten die Bauteile Just-in-time zur Baustelle gebracht werden, um einen planmäßigen Baufortschritt sicherstellen zu können. Elektronisches Tracking & Tracing informiert die Verantwortlichen über die gesamte Laufzeit der rund 2.900 Kilometern nach Oslo sowie der rund 3.600 Kilometer bis in den hohen Norden nach Trondheim über den jeweils aktuellen Status der Sendung.
Stora Enso bietet Konzepte für Bau- und Wohnzwecke. Das geht vom Einfamilienhaus über Studentenwohnheime, Bibliotheksgebäude und Kindergärten bis hin zu mehrstöckigen Gebäuden.
ÖBB: Rail Cargo Logistics erhöht Anteile an Intereuropa-FLG
News vom 06.03.2017 von Anna Barbara Brüggmann
Das Unternehmen Rail Cargo Logistics Austria, Teil der ÖBB-Güterverkehrssparte Rail Cargo Group, ist Mehrheitseigentümerin der Bahnspedition Intereuropa-FLG geworden. Das Unternehmen mit Sitz in Ljubljana wurde demnach zu Rail Cargo Logistics d.o.o. umfirmiert.
Die Anteile an Intereuropa-FLG wurden von 50 auf 74 Prozent erweitert. Das slowenische Unternehmen für Schienenlogistik ist seit 2005 Teil der Rail Cargo Group. Das Leistungsportfolio umfasst Bahn- und Containertransporte sowie die Abwicklung intermodaler Transporte über die Adria-Seehäfen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Logistikleistungen, wie Lkw-Lieferungen, Lagerhaltung, Umladung, Sendungsverfolgung, Verzollung sowie Beratungen.
Mit der Aufstockung der Anteile möchte die Rail Cargo Group eigenen Angaben zufolge ihre Bahnlogistikaktiväten am slowenischen Markt intensivieren. Da Slowenien als Knotenpunkt zwischen zwei paneuropäischen Schienenkorridoren liegt, eigne sich Unternehmensangaben zufolge die geographische Lage besonders für internationale Bahntransporte.
ÖBB: Erste Direktverbindung zwischen Kroatien und Deutschland
News vom 22.02.2017 von Anna Barbara Brüggmann
Für ihren Kunden DP World bietet die Rail Cargo Group, die Güterverkehrssparte der ÖBB, ab 21. Februar 2017 eine direkte Relation von der kroatischen Hafenstadt Rijeka über München nach Ludwigshafen und zurück an.
Pro Woche wird es drei Rundläufe zwischen dem Rijeka Adriatic Gate und dem Kombi-Terminal-Ludwigshafen (KTL) geben. Zum Einsatz kommen dabei 14 Containerwaggons à 90 Fuß sowie vier Containerwaggons à 80 Fuß.
Für die Durchführung des Transports entlang der Route sorgen eigene Carrier-Gesellschaften der Rail Cargo Group in Österreich sowie in Kroatien und Slowenien. Dies soll Unternehmensangaben zufolge die Transportzeiten verkürzen und für Pünktlichkeit sorgen.
Beim Kunden DP World handelt es sich um einen Containerterminal-Betreiber mit einem Portfolio von 77 Seehafen- und Inlandterminals, die durch über 50 verwandte Unternehmen unterstützt werden.
Osteuropa: Rail Cargo Group erweitert Verbindungen zwischen Rumänien und Schweden
News vom 14.12.2016 von Anna Barbara Brüggmann
Rail Cargo Group, die Güterverkehrssparte der ÖBB, und der Logistikdienstleister Samskip bieten ab Januar 2017 eine durchgehende Verbindung zwischen Osteuropa und Skandinavien. Der neue Service kombiniert zwei bestehende Routen und verbindet Curtici (Rumänien) mit Logistikcentern in Schweden.
Die neue Route von Curtici verbindet somit Schweden und Dänemark bis nach Italien und in die Türkei. Die Transporte werden über das Samskip-Terminal in Duisburg abgewickelt und führen über das an der westlichen Grenze in Rumänien gelegene Curtici bis nach Osteuropa und retour.
Die direkten Anbindungen sollen Unternehmensangaben zufolge die Transportzeiten verkürzen, für die Gesamttransportdauer von Curtici nach Stockholm sind 96 Stunden veranschlagt. „Bis dato hatten Verlader, die zwischen den beiden Regionen transportieren wollten, nur die Möglichkeit des Straßentransports und dadurch das Risiko von Verkehrsstaus, Verspätungen und unvorhersehbare Lieferzeiten“, erklärt Frank Gielen, Rail Development Manager Samskip Van Dieren Multimodal.
Zunächst sind vier Rundläufe pro Woche geplant, in einem nächsten Schritt soll auf fünf Rundläufe erweitert werden. „Wir freuen uns über die Kooperation mit Samskip Van Dieren. Damit ermöglichen wir als erster Anbieter eine End-to-End-Verbindung zwischen der Türkei und Skandinavien und unter Verwendung des Samskip Netzwerks von Duisburg zu den verschiedensten Zielen in Skandinavien“, so Max Kindler, Business Unit Manager Intermodal der Rail Cargo Group.
Österreich: Neues Güterzentrum in Wien geht in Probebetrieb
News vom 15.11.2016 von Christine Harttmann
Die ÖBB-Infrastruktur AG errichtet am südlichen Stadtrand von Wien ein neues, multifunktionales Güterzentrum. Gerade ist der Probetrieb des Terminals angelaufen.
Mit dem neuen Terminal startet die Inbetriebnahme der künftigen Drehscheibe für den Güterverkehr. Der Probebetrieb auf den Gleisen des Güterterminals beginnt Mitte November - drei Jahre nach dem ersten Spatenstich. Die Umschlaganlage mit vier Gleisen und zwei Portalkränen war bereits einige Wochen zuvor fertiggestellt worden.
Für den Probebetrieb unter realen Bedingungen stellt die Rail Cargo Austria täglich einen Zug bereit, um damit die verschiedenen Prozesse vom Handling verschiedener Ladeeinheiten über das Zusammenwirken von Betrieb und Systemen bis hin zur Be- und Entladung durchzuspielen. Vor der offiziellen Inbetriebnahme erfolgten so die letzten Abstimmungsarbeiten, Betriebsabläufe würden kontrolliert. Vorstandsdirektor Seiser von der ÖBB-Infrastruktur AG lobte den erfolgreichen Probebetrieb: "Es entsteht hier ein hochmoderner Güterverkehrs-Hotspot. Die Region Wien wird dadurch zu einer Drehscheibe zu den Wirtschaftszentren in Europa und zu den wichtigsten Seehäfen.“
Die offizielle Inbetriebnahme den neuen Güterzentrums ist für 5. Dezember geplant.
Österreich: Neue Umschlaggeräte für Bahnterminals
News vom 22.07.2016 von Christine Harttmann
Die ÖBB-Infrastruktur AG investiert im Geschäftsbereich von Terminal Service Austria (TSA) in eine neue Generation von Umschlaggeräten.
Die insgesamt sieben neue Containerstapler, drei Terminalzugmaschinen und ein Gabelstapler bereichern nun die TSA Terminals in Wolfurt, Wels und Wien-Nordwest. Bis zu 40.000 Betriebsstunden auf den alten Geräten hätten die Anschaffung notwendig gemacht, teilt das Unternehmen mit.
„Diese Investitionen für unsere Standorte betragen über vier Millionen Euro. Sie sind notwendig, um das Kerngeschäft der Terminals im Sinne unserer Kunden zu bewältigen und unter anderem auch unseren Mitarbeitern die Arbeit auf den Standorten zu erleichtern“, sagte TSA Geschäftsführer Andreas Fuchs.
Der ÖBB-Konzern befördert jährlich 111,1 Millionen Tonnen Güter an ihr Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft.
Österreich: ÖBB und Quehenberger bündeln ihre Stückgutsparten
News vom 25.05.2016 von Christine Harttmann
Die ÖBB-Tochter European Contract Logistics – Austria GmbH (ECL) und Quehenberger Logistic fusionieren im Bereich Stückgut zu einem gemeinsamen Unternehmen.
Von der Bündelung der beiden Stückgutnetze erwartet sich Christian Fürstaller, CEO und Miteigentümer der Augustin Quehenberger Group, der Holding-Gesellschaft von Quehenberger Logistics, Synergieeffekte: „Vor allem das gemeinsame Geschäftsvolumen schafft die Voraussetzung für die weitere positive Entwicklung am Markt. Das neue Unternehmen ergibt eine vorteilhafte Ergänzung von Standorten und Branchen-Know-how.“
Während Quehenberger seinen Teilbetrieb Stückgut in die ECL einbringt, tritt die die ÖBB-Holding AG 40 Prozent ihrer der Anteile am Unternehmen an Quehenberger Logistics ab. Das Unternehmen wird seinen Fokus auf das Stückgutgeschäft und die Lagerlogistik legen. Die Verträge werden Anfang Juni unterzeichnen. Nach Vorliegen der kartellrechtlichen Genehmigung wird das Unternehmen dann seinen neuen Namen erhalten. Der operative Start ist zu Jahresbeginn 2017 geplant.
Österreich: Rail Cargo Group kauft EBM Cargo
News vom 23.09.2015 von Torsten Buchholz
Die Rail Cargo Group (RCG), die Güterverkehrssparte der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), übernimmt die deutsche Privatbahn EBM Cargo GmbH.
Ab sofort könne dadurch auch in Deutschland eine durchgehende Produktion aus einer Hand sichergestellt werden, heißt es in einer Erklärung der RCG. EBM Cargo mit Unternehmenssitz in Gummersbach bei Köln und rund fünf Millionen Euro Jahresumsatz firmiert künftig als Rail Cargo Carrier. Der Ausbau der Eigentraktionsaktivitäten stellt laut der Rail Cargo Group eines der zentralen Elemente der eigenen Strategie dar. Der Fokus liege auf der Entwicklung qualitativ hochwertiger Zugprodukte im zentral- und südosteuropäischen Raum durch grenzübergreifende Produktionsleistungen.
Österreich: Güterbahn auf Rekordkurs
News vom 20.04.2015 von Torsten Buchholz
Die Rail Cargo Group hat 2014 beim Ebit die Marke von 100 Millionen Euro überschritten und damit ihr bestes Betriebsergebnis seit dem Bestehen eingefahren.
Die Güterverkehrstochter der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 vorgelegt. Danach erreichte das Unternehmen ein Rekord-Betriebsergebnis (Ebit) von 103,6 Millionen Euro und ein Plus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz der ÖBB-Tochter betrug 2,16 Milliarden Euro, dabei wurden 110 Millionen Tonnen Güter befördert, davon 73 Millionen Tonnen in Österreich. Auch die Transportleistung mit 29 Milliarden Tonnenkilometern konnte weiter ausgebaut werden (Vorjahr: 25,9 Milliarden Tonnenkilometer).
Österreich: Express-Interfracht wird zu Rail Cargo Logistics
News vom 03.03.2014 von Christine Harttmann
Der Logistikdienstleister Express-Interfracht Internationale Spedition GmbH mit Firmensitz in Österreich tritt ab sofort unter dem Markennamen Rail Cargo Logistics - Austria GmbH am Logistikmarkt auf.
Der Logistikdienstleister ist seit mehr als 65 Jahren als Transportspezialist unterwegs. Es verfügt über ein internationales logistisches Netzwerk zwischen Nordsee, Schwarzem Meer und Mittelmeer. Als Teil der zum ÖBB-Konzern gehörenden Rail Cargo Group tritt das Unternehmen künftig unter der neuen Marke Rail Cargo Logistics auf.
„Express-Interfracht hat bereits in der Vergangenheit einige Umfirmierungen und Verschmelzungen erfolgreich abgeschlossen. Die neue Marke wird uns und den Vertrieb noch weiter stärken“, zeigt sich Thomas Lippuner überzeugt, der als Geschäftsführer neben István Lakat und Johann Gaida sowie Reinhard Bamberger Rail Cargo Logistics - Austria leiten wird.
Rail Cargo Austria: Tarife werden ab August angepasst
News vom 06.07.2010 von Redaktion (allg.)
Die ÖBB-Güterverkehrstochter hat angekündigt, Tarifanpassungen im nationalen unbegleiteten kombinierten Verkehr vornehmen zu wollen. Unrentable Transporte seien betriebswirtschaftlich nicht vertretbar.
Die ÖBB-Güterverkehrstochter Rail Cargo Austria (RCA) hat eigenen Angaben zufolge während der Wirtschaftskrise im nationalen und internationalen Konkurrenzvergleich gewonnen. Während der Schienengüterverkehr in Österreich um insgesamt 19 Prozent zurückgegangen ist, verzeichnet RCA ein Minus von rund 16 Prozent. 2011 will RCA mit dem nationalen und internationalen Teil des Geschäftes in die schwarzen Zahlen fahren, 2012 soll RCA-Tochter Rail Cargo Hungaria ebenfalls positiv bilanzieren. Ab 2013 strebt RCA eine angemessene Umsatzrentabilität und eine entsprechende Verzinsung des Eigenkapitals an. Diesem Mittelfristplan liegen Maßnahmen mit einem Ergebnisvolumen von über 200 Millionen Euro zu Grunde. Zudem werden die verlustreichsten Verkehre im nationalen unbegleiteten kombinierten Verkehr (nationaler UKV) saniert, die rund vier Prozent des 200 Millionen Euro Maßnahmenpakets ausmachen. Der nationale unbegleitete kombinierte Verkehr (nationaler UKV) sei wegen hoher Kosten für das flächendeckende Netzwerk seit jeher nur bedingt kostendeckend zu führen. Bisher konnte diese mangelnde Kostendeckung durch positive Erträge bei den internationalen Verbindungen einigermaßen ausgeglichen werden. Durch die Liberalisierung und dem in der Wirtschaftskrise noch intensiver geführten Wettbewerb mit der Straße wurden auch die Erträge im internationalen Geschäft geringer. Die nicht kostendeckenden Verkehre im nationalen UKV müssen nun mit 1. August 2010 durch eine Tariferhöhung von 9 bis 14 Prozent an ein betriebswirtschaftlich vertretbares Maß herangeführt werden. Die Tariferhöhung betrifft rund ein Prozent des Gesamtverkehrsaufkommens bei Rail Cargo Austria. „Wir können es uns nicht mehr leisten, Transporte abzuwickeln, die uns ein Loch in die Bilanz schlagen“, erläutert Friedrich Macher, Sprecher des Vorstandes Rail Cargo Austria. Vorwürfe, dass durch die Tarifanhebung Transporte von der Schiene auf die Straße verlagert werden könnten, lässt Macher nicht gelten. „Jeder Kunde trifft selbst die Entscheidung, ob seine Transporte auf der umweltfreundlichen Schiene oder der Straße rollen. Rail Cargo Austria versucht alles, um Transporte auf die Schiene zu verlagern, muss aber auch betriebswirtschaftlich denken. Wir können unrentable Transporte nicht mehr führen, nur damit sich irgendjemand auf unsere Kosten ein grünes Mäntelchen umhängen kann. Wirtschaft, Politik, Interessensvertretungen müssen europaweit vernetzt denken und mitarbeiten, damit die Schiene als Transportmittel forciert wird. Anfang 2009 wäre bereits eine längst überfällige Tariferhöhung im nationalen UKV geplant gewesen. Zur Unterstützung der verladenden Wirtschaft in der Wirtschaftskrise wurde diese Preisanpassung ausgesetzt und um ein halbes Jahr auf Juli 2009 verschoben. Zudem erhöhte Rail Cargo Austria die Tarife nicht im betriebswirtschaftlich erforderlichen Umfang. Mit der nunmehr zweiten Tariferhöhung für bislang unrentable Transporte im nationalen UKV nähert sich der Preis in diesem Segment der wirtschaftlichen Vertretbarkeit. Die betroffenen Kunden im rein nationalen UKV sind über die Tariferhöhungen bereits informiert worden. Vor- und Nachlaufverbindungen zu internationalen Verkehren sind nur marginal, die Rollende Landstraße ist davon gar nicht betroffen. Aktuell umfasst das gesamte Aufkommen des unbegleiteten Kombinierten Verkehrs der RCA rund 800.000 Ladeeinheiten. Davon sind rund 60.000 Ladeeinheiten im relevanten Segment unterwegs. (swe)(sw)
Rail Cargo Austria: Neuer Italien-Verkehr
News vom 24.02.2009 von Redaktion (allg.)
Seit 1. Dezember 2008 zählt das 2007 gegründete italienische Eisenbahnverkehrsunternehmen Linea s.r.a. mit Sitz in Navara zum ÖBB-Teilkonzern Rail Cargo Austria.
Als ersten gemeinsamen Verkehr hat Rail Cargo Austria mit Linea den Verkehr von Villach nach San Stino aufgenommen, wo RCA eine Logistikplattform für Stahltransporte betreibt. Der Zug fährt Montag bis Freitag, einmal täglich. Als Lokomotive kommt eine Maschine des Typs „Bombardier Traxx MS“ zum Einsatz, welche sowohl im italienischen Gleichstromnetz, als auch unter Wechselstrom in Österreich fahren kann. In weiterer Folge werden auch Taurus-Loks der Baureihe 1216 der ÖBB Traktion GmbH zum Einsatz kommen. Der erste Zug Villach – San Stino verkehrte Anfang Februar und hatte 17 Wagen mit 1.281 Tonnen. (swe)(sw)
Alpentransit: ÖBB wirbt für die Schiene
News vom 16.12.2008 von Redaktion (allg.)
Seit dem 14. Dezember 2008 pendelt der ÖBB-Fernverkehrszug IC 543 unter dem Namen "Alpentransitbörse" täglich zwischen Salzburg und Wien.
Namensgeber ist der Schweizer Verein "Alpen-Initiative", der die Idee einer Alpentransitbörse (ATB) bereits vor Jahren in die politische Diskussion eingebracht hat. Ziel der ATB ist es, Bevölkerung und Umwelt vom Lkw-Transitverkehr am Brenner, Tauern, Gotthard und Mont-Blanc zu entlasten, indem die Anzahl der Lkw-Fahrten durch die Alpen beschränkt wird. Nur wer ein Durchfahrtsrecht hat, darf mit dem Lastwagen einen Alpenübergang benutzen. Die Durchfahrtsrechte sind frei handelbar. Seit einer Volksabstimmung 1994 verlangt die Schweizer Verfassung, dass der alpenquerende Güterverkehr auf die Schiene verlagert wird. Anfang 2008 haben Regierungsvertreter aus den Regionen entlang der Transitkorridore Brenner, Gotthard, Fréjus und Mont-Blanc die ATB als marktbasierte Massnahme gefordert. (akw)
Rail Cargo Austria: Anbindung an Benelux
News vom 01.12.2008 von Redaktion (allg.)
Belgien und Österreich rücken zusammen: Rail Cargo Austria und der Antwerpener Logistikdienstleister Tolimpex starten eine strategische Partnerschaft.
Tolimpex ist Spezialist für Straßentransporte ab dem belgischen Hafen Antwerpen von und nach der Schweiz und Österreich. Gemeinsam mit dem Kontraktlogistikbereich der Rail Cargo Austria (RCA), dem Frachtbereich der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), bietet das Unternehmen jetzt Sammelguttransporte zwischen Belgien, Luxemburg und Österreich per Lkw und Bahn. Die Partnerschaft gewährleistet zudem eine Lösung für laufende Transporte von und nach den meisten osteuropäischen Ländern. Die Sendungen gelangen über das Güterverteilzentrum der Tolimpex in Antwerpen per Lkw zu einem der 13 Verteilzentren der RCA in Österreich. Sammelgutsendungen werden in einem der Zentren abgeladen und über Nacht zu dem RCA-Güterbahnhof gebracht, der dem Zielort per Bahn am nächsten liegt. Von dort aus ist die Lieferung während dem nächsten Arbeitstag garantiert. Kunden haben die Wahl zwischen Sammelgut, Teilladung und Komplettladung – jeweils per Lkw. „Wir können für alle Sendungen Haus/Haus-Lieferzeiten zwischen 24 und 72 Stunden garantieren“, erklärt Armand Storck, Geschäftsführer der Tolimpex. Die Partnerschaft ist für beide Parteien von strategischer Bedeutung. RCA hat für ihr europäisches Sammelgutnetz einen Partner in Belgien und Luxemburg sowie Zugang zum Hafen von Antwerpen gewonnen. Tolimpex hat sich auf Nischendestinationen spezialisiert. „Im Kontraktlogistikbereich der Rail Cargo Austria haben wir einen starken Partner für den Ausbau des Vertriebs in Österreich und Osteuropa gefunden“, sagt Storck. (akw)