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Lime und Redwood recyceln alte Akkus

Lime, bekannt als der Anbieter mit den E-Scootern und E-Bikes, hat sich in den USA, Deutschland und den Niederlanden mit Redwood Materials zusammengetan. Gemeinsam möchte man die Akkus der E-Scooter recyceln.

Das wertvollste Teil der Scooter: Die Akkus - hier beim Tausch in Köln. | Foto: Lime

Redwood kennt sich aus mit dem, was in Batterien drinsteckt – Lithium, Kobalt, Nickel und Kupfer zum Beispiel. Statt diese wertvollen Rohstoffe auf der Mülldeponie zu entsorgen, holen sie alles raus, was noch zu gebrauchen ist. Die Ausweitung der Kreislaufwirtschaft für die in den Batterien von Lime verwendeten Rohstoffe kann die Nachfrage nach kohlenstoffintensiver Materialgewinnung und -verarbeitung reduzieren und somit den CO2-Fußabdruck der Elektrofahrzeugproduktion verringern. Die zurückgewonnenen Materialien werden in den Batterieproduktionsprozess zurückgeführt, was dem Ziel von Lime entspricht, die Kreislauffähigkeit seiner Produktions- und End-of-Life-Prozesse zu erweitern.

Bei den Scooter-Akkus immer ein Problem: Was passiert, wenn diese schlapp machen?

„Durch diese neue Vereinbarung mit Redwood Materials wird Lime seine führende Position in der Branche für nachhaltige Praktiken weiter ausbauen und die Kreislauffähigkeit des Batterie-Recycling- und -Herstellungsprozesses verbessern", sagt Andrew Savage, VP für Nachhaltigkeit bei Lime und ergänzt:

„Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer stärker kreislauforientierten Lieferkette. Sie trägt dazu bei, dass unsere Batterien nicht nur verantwortungsvoll recycelt werden, wenn sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, sondern auch, dass ihre Materialien in die Batterielieferkette zurückgeführt werden.“

Redwood kann über 95% der wichtigen Materialien aus den Akkus wiedergewinnen

Redwood kann aus gebrauchten Batterien über 95 Prozent der wichtigen Materialien wieder herausholen. Und das ist schon ziemlich effizient. Lime wiederum freut sich, dass dadurch seine Altbatterien nicht einfach irgendwo landen, sondern wieder in neue Akkus verwandelt werden können.

Das Ganze passt auch zu Limes Plan, bis 2030 klimaneutral zu werden. „Mit der zunehmenden Verbreitung von E-Bikes und E-Scootern steigt auch der Bedarf an einem verantwortungsvollen Recycling der Batterien, die diese Fahrzeuge antreiben", kennt Alexis Georgeson, VP of Government Relations and Communications bei Redwood die Bedürfnisse Limes und erklärt:

„Diese Batterien enthalten wertvolle kritische Mineralien, die, wenn sie zurückgewonnen und wiederverwendet werden, zum Aufbau einer nachhaltigeren und widerstandsfähigeren inländischen Batterielieferkette beitragen können. Unsere Vereinbarung mit Lime stellt sicher, dass gebrauchte Batterien aus dem Bereich der Mikromobilität die nächste Generation der Elektrifizierung antreiben können".

 

Lime will seinen CO2-Ausstoß merklich reduzieren

Lime macht nach eigenen Angaben weitere Fortschritte bei der Dekarbonisierung seiner Scope 1-, 2- und 3-Emissionen und hat bereits eine Kohlenstoffreduktion von -59,5% innerhalb von 5 Jahren im Vergleich zum Basisjahr 2019 erreicht. Details dazu will man im Mai veröffentlichen.

Übrigens: Lime hat auch in der Vergangenheit schon versucht, ausgediente Batteriezellen weiterzuverwenden – zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Gomi in UK oder VoltR in Frankreich. Die Idee: Selbst wenn die Batterie für den Scooter zu müde ist, kann sie noch genug Power für Lautsprecher oder Powerbanks liefern.

Was bedeutet das?

Die ganze große Krux der Scooter ist ihr Akku. Dafür hat Lime jetzt eine Lösung: Die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Redwood Materials stellt sicher, dass Lime seine Hunderttausende von Batterien am Ende ihrer Lebensdauer verantwortungsvoll recyceln kann.