Conti: Nachhaltiger Funkschlüssel aus Biokunststoff
Der Continental-Unternehmensbereich Automotive hat einen nachhaltigen Funkschlüssel entwickelt, dessen Außenhülle zu 100 Prozent aus Biokunststoff besteht. „Wir bieten unseren Kunden verstärkt nachhaltige Produkte und Lösungen – und der Funkschlüssel aus nachhaltigen, recycelbaren Rohstoffen ist ein konkreter Schritt zur Eindämmung des Klimawandels“, wirbt Jean-Francois Tarabbia, Head of Architecture and Network Solutions. Der neue Funkschlüssel besitzt eine nicht fossile, ölbasierte Gehäuseabdeckung, um den Standard-Polyamid-Kunststoff PA12 durch 100 % Biokunststoff (PA11) zu ersetzen, welcher aus Rizinusöl gewonnen wird. PA11 ist ein Polyamidmaterial, das zu 100 % aus biobasierten Stoffen besteht und hauptsächlich in industriellen Anwendungen zu finden ist. Die Zusammensetzung von PA11 erfüllt die Anforderungen an die ökologische Nachhaltigkeit, da es aus natürlichen und erneuerbaren Quellen gewonnen wird. Der neu entwickelte Kunststoff wurde aus natürlichen Ressourcen gewonnen und ist am Ende seiner Lebensdauer vollständig recycelbar.
Die Rizinuspflanze, die als Ausgangsstoff zur Herstellung des Biokunststoffs PA11 verwendet wird, wächst selbst auf trockenen Böden problemlos. Es wird kein zusätzliches Wasser benötigt und die Umwelt so zusätzlich geschont. Hinzu kommt, dass dieser Biokunststoff zum Ende seiner Lebenszeit ohne zusätzliche Emissionen recycelt werden kann.
Als Produkt wurde der nachhaltige Funkschlüssel auch offiziell für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2024 nominiert. Der Zulieferer arbeitet kontinuierlich daran, von konventionellen Materialien auf nachhaltigere Materialien umzusteigen, die aus biologischen Quellen stammen und zu einer Verringerung des CO2-Fußabdrucks beitragen, erklären die Hannoveraner. Bis spätestens 2050 will das Unternehmen gemeinsam mit allen Partnern in der Wertschöpfungskette die Idee einer Kreislaufwirtschaft in die Realität umsetzen und alle Produkt- und Ressourcenkreisläufe vollständig schließen. Dabei verfoglt man das lineare Modell nach dem “take-make-use-dispose”-Grundsatz, um Produkte und Prozesse in ein Kreislaufwirtschaftsmodell zu überführen.