Esslingen: Skoda- statt Van-Hool-Oberleitungsbusse
Die Skoda Group liefert Esslingen bis Ende 2026 insgesamt 52 neue Oberleitungsbusse. Parallel baut die schwäbische Stadt, eine von nur drei in Deutschland mit einem Oberleitungsnetz für Stadtbusse, ihr Netz für den städtischen Busverkehr um rund 5 km Streckenlänge aus. Somit wird Esslingen bis 2027 eine der ersten Städte deutschlandweit mit emissionsfreiem Nahverkehr. Der tschechische Anbieter Skoda Electric hatte sich bei der jüngsten Busbeschaffung von Esslingen im Rahmen einer europaweiten Vergabe durchgesetzt. Ausschlaggebend dafür waren verschieden Kriterien – darunter etwa der Energieverbrauch der Batterieoberleitungsbusse oder die Preisvorstellungen.
„Doch wir haben auch auf die Anzahl und Qualität der Sitzplätze, eine behindertengerechte Ausstattung und die Zusage der Liefertermine geachtet“, berichtet Johannes Müller, Technischer Werksleiter des Städtischen Verkehrsbetriebs Esslingen (SVE).
Fördergelder in Höhe von 27,4 Mio. Euro
Insgesamt investiert die Stadt Esslingen rund 41,5 Mio. Euro in die Anschaffung der neuen Busse. Notwendig geworden war die erneute Vergabe durch die Insolvenz des belgischen Busherstellers Van Hool, bei dem die Stadt bereits im Jahr 2022 neue Oberleitungsbusse bestellt hatte.
„Da sich Energie- und Rohstoffpreise inzwischen wieder etwas erholt haben, ist das Angebot von Skoda sogar günstiger als die ursprüngliche Bestellung bei Van Hool“, freut sich Johannes Müller.
Zudem erhält Esslingen vom Bundesverkehrsministerium für die weitere Elektrifizierung ihres Nahverkehrs Fördergelder in Höhe von 27,4 Mio. Euro – die größte Einzelförderung, die die Stadt jemals vom Bund erhalten hat.
Auslieferung ab Sommer 2026
Bereits terminiert sind für die kommenden Wochen die ersten Planungsgespräche mit Skoda Electric, um die technischen Details zu klären. In etwas mehr als einem Jahr, voraussichtlich im Sommer 2026, erwartet der SVE dann die ersten gelieferten Busse. Pro Woche sollen dann rund fünf bis sechs weitere folgen, so dass der Auftrag bis Ende 2026 abgeschlossen ist.