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T&E-Forderung: Aufschub bei CO2-Zielen muss letztes Zugeständnis sein

Die Umweltdachorganisation mahnt die EU-Politik, die Transformation nicht weiter zu verschleppen. Der Aufschub trotz steigender Zulassungen an E-Autos. sei kontraproduktiv.

Nicht stringent: Trotz steigender BEV-Zulassungen verschiebt die EU die CO2-Flottengrenzwerte. Das moniert die NGO T&E. | Foto: Ford

Die Umweltdachorganisation T&E fordert, dass die heute von der EU-Kommission vorgeschlagene Verzögerung der CO2-Ziele für Autos das letzte Zugeständnis an die europäischen Autohersteller ist. Konkret hat die Kommission formell eine Gesetzgebung vorgeschlagen, die den Autoherstellern eine Fristverlängerung bis 2027 einräumt, um ihre Emissionsreduktionsziele für 2025 zu erfüllen. Das Zugeständnis wurde gemacht, obwohl die Verkäufe von batteriebetriebenen E-Autos in Europa in den ersten beiden Monaten dieses Jahres um 28 Prozent gestiegen sind, konstatiert die NGO. Allein im ersten Monat des Jahres wurden in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat 53,5 Prozent mehr E-Autos zugelassen und damit mehr E-Autos als je zuvor in einem Januar. Diese Entwicklung wurde erwartet, da die Industrie sich auf die Einhaltung des bestehenden Ziels für 2025 vorbereitet hatte, führt T&E an.

„Die neue Bundesregierung muss sich jetzt in Brüssel dafür einsetzen, dass die Ziele für 2030 und 2035 bestehen bleiben. Nur so kann die deutsche Autoindustrie auch in Zukunft auf dem Weltmarkt überleben", meint Sebastian Bock, Geschäftsführer von T&E Deutschland.

Die Verkaufszahlen von E-Autos in diesem Jahr würden belegen, dass das CO2-Ziel für 2025 greift. Wer frühzeitig in Panik verfalle und mitten im Spiel die Regeln ändere, bestrafe die Hersteller, die sich daran halten und rechtzeitig Milliarden investiert hätten, findet Bock. 

"Wenn sich Auto-CEOs über mangelnde Nachfrage beklagen, aber nur auf Gewinne mit hochpreisigen Verbrenner-SUVs setzen, sollten sie ihr Sortiment überdenken, nicht die CO2-Ziele", plädiert Bock.