Lufthansa Cargo: Verbessertes Geschäftsergebnis 2024
Lufthansa Cargo konnte seine Geschäftsergebnisse 2024 im Vergleich zum Vorjahr nach eigenen Angaben deutlich verbessern und den Umsatz um zehn Prozent auf 3,26 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr mit 2,98 Milliarden Euro steigern. Gleichzeitig stieg das adjustierte EBIT um 15 Prozent auf 251 Millionen Euro zum Vorjahresvergleich mit 219 Millionen Euro.
Zudem konnte die verfügbare Frachtkapazität im letzten Jahr ausgebaut werden. So wurden insgesamt 13,7 Milliarden Frachttonnenkilometer angeboten, was einem Plus von neun Prozent entspricht. Der Absatz verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 14 Prozent auf 8,5 Milliarden Frachttonnenkilometer, so die Frachtfluggesellschaft.
eCommerce, Netzplanung und Kapazitätsausbau
Zum Unternehmenserfolg 2024 habe zudem die neue Lufthansa Cargo Unternehmensstrategie „BOLD MOVES“ beigetragen, die seit Anfang 2024 implementiert werde, hieß es weiter. Mit einem Drei-Jahres-Horizont wolle man Lufthansa Cargo fest unter den Top-5 der weltweit führenden Cargo-Airlines verankern und konzentriere sich dabei auf die drei Schwerpunkte „Steigerung von Qualität“, „Kundenzufriedenheit“ und „Kosteneffizienz“.
So habe die Frachtairline innerhalb von weniger als zwölf Monaten in Zusammenarbeit mit ihren Tochtergesellschaften Heyworld, CB Customs Broker und den lokalen Zollbehörden eine eCommerce-Lösung entwickelt, um einen reibungslosen und regelkonformen Import von eCommerce-Sendungen nach Deutschland zu ermöglichen.
Zudem wurde für die Hochsaison im vierten Quartal rund 29 Prozent mehr Frachterkapazität nach Asien angeboten. Die Stationen Shenzhen (SZX) und Zhengzhou (ZGO) wurden zudem neu in das Frachternetzwerk aufgenommen, um die eCommerce-Lieferketten von China nach Deutschland zu unterstützen.
Gleichzeitig wurde im letzten Jahr das A321F-Flottennetzwerk mit dem Hub München und der Indienststellung der 18. Boeing 777F ausgebaut. Lufthansa Cargo steuerte zum ersten Mal Monterrey (MTY) in Mexiko und Brüssel (BRU) in Belgien mit einem B777-Frachter sowie München (MUC) mit einem A321-Frachter an. Und man bediente die Interkontinentalroute von Frankfurt (FRA) über Ho Chi Minh City (SGN) nach Los Angeles (LAX) über den Pazifik und zurück nach Frankfurt über den Atlantik, hieß es.
Auch der Umsatz via Belly-Fracht habe sich im vergangenen Jahr aufgrund des gestiegenen Passagierverkehrs und dem deutlich gesteigerten Ladefaktor bei den Passagierflugzeugen positiv entwickelt. Frank Bauer, Finanzvorstand und Arbeitsdirektor der Lufthansa Cargo:
„Wir haben 2024 eine Vielzahl von Maßnahmen initiiert und erfolgreich umgesetzt, um unsere Qualität und insbesondere die Zufriedenheit unserer Kunden weiter zu steigern. Gleichzeitig legen wir einen starken Fokus auf Kosteneffizienz und Produktivität, um die gestiegenen Standortkosten sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen zu dämpfen. Damit verbessern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit in einem hart umkämpften Markt.“
Herausforderungen 2025
Ashwin Bhat, CEO von Lufthansa Cargo:
„Unsere ‚BOLD MOVES‘-Strategie hat sich als entscheidend für den Erfolg von Lufthansa Cargo im Jahr 2024 erwiesen. Wir konnten im vergangenen Jahr vor allem zwei Dinge unter Beweis stellen: unsere Innovationsgeschwindigkeit in Bezug auf die Wünsche unserer Kunden und unsere Flexibilität, schnell auf Marktentwicklungen zu reagieren. Darum blicke ich auch optimistisch auf 2025 – ein Jahr, das weiterhin von Unsicherheiten und unvorhersehbaren Ereignissen geprägt sein wird. Mit BOLD MOVES und unseren Mitarbeitenden sind wir bestens aufgestellt, diese Herausforderungen zu meistern und unser Leitmotiv ‚Enabling Global Business‘ erfolgreich weiterzuverfolgen.“
Im laufenden Geschäftsjahr 2025 werde man sich weiter auf den Ausbau des Angebots konzentrieren. So sollen sich mit den Partnern ITA Airways und Swiss WorldCargo für Kunden kurzfristig neue Möglichkeiten ergeben. Den Branchen Automotive, Halbleiter und Healthcare will man sich außerdem mit branchenspezifischen Industrielösungen verstärkt widmen und so Wachstumspotenziale erschließen, hieß es.
Für den Bereich eCommerce werde auch in diesem Jahr mit einer starken Nachfrage gerechnet. Das 600 Millionen Euro umfassende Investitionsprojekt LCCevo, mit dem der Hub Frankfurt bis 2030 zum führenden Luftfracht Hub Europas weiterentwickelt werden soll, werde auch in diesem Jahr im laufenden Betrieb fortgesetzt.