WSW eröffnen neue Wasserstofftankstelle
Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben ihre Wasserstofftankstelle eingeweiht und gleichzeitig neue H2-Gelenk- und -Solobusse auf dem WSW-Betriebshof Nächstebreck vorgestellt. Mit der neuen Tankstelle werden Tankfahrten zur extern gelegenen Tankstelle auf Korzert verringert, was Zeit und Ressourcen spart. Zudem wird die Fahrzeugeinsatzplanung erleichtert, da die Betankung besser koordiniert werden kann.
Grüner und oranger Wasserstoff
Der Wasserstoff wird zukünftig zu etwa 20 % im Müllheizkraftwerk der AWG auf Korzert produziert, den überwiegenden Teil beziehen die WSW von einem externen Lieferanten. Gewonnen wird der Wasserstoff aus regenerativen Energiequellen und ist in der Farbenlehre orange (Erzeugung im Müllkraftwerk) bzw. grün.
Nahezu täglich wird der Wasserstoff zur Tankstelle geliefert. An zwei Tankplätzen können jeden Tag mehr als 60 Busse volltanken. Täglich stehen 800 kg Wasserstoff zur Verfügung. Die Investitionskosten betragen rund 2,5 Mio. Euro.
32 Urbino Hydrogen ausgeliefert
Pünktlich zur Eröffnung der neuen Tankstelle wurden 32 Solaris Urbino Hydrogen geliefert. 13 Gelenk- und 19 Solobusse sind es insgesamt, mit denen die WSW ihre Fahrzeugflotte erweitern. Mit den bereits vorhandenen 20 Wasserstoffbussen, die seit 2020 in Wuppertal unterwegs sind, unterhalten das Wuppertaler Verkehrsunternehmen nun 52 wasserstoffbetriebene Fahrzeuge. Das entspricht etwa 18 % der gesamten Busflotte. Dank des Einsatzes dieser Busse im Nahverkehr können rund 2.200 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
Die neuen Solo- und Gelenkbusse rollen ab sofort im Regelbetrieb über Wuppertals Straßen. Eine Tankfüllung umfasst zwischen knapp 35 und rund 50 kg Wasserstoff je nach Busgröße, der in fünf beziehungsweise acht leichten Wasserstofftanks auf dem Dach jedes Fahrzeugs gespeichert wird. Das Volltanken dauert etwa zehn bis zwölf Minuten. Dies reduziert die Stillstandszeiten und erhöht die Verfügbarkeit der Busse im täglichen Betrieb. Eine Tankfüllung reicht für eine Strecke von 350 bis 400 km aus, unabhängig von den topografischen Verhältnissen und den Wetterbedingungen. Die Investitionskosten für die neuen H2-Fahrzeuge liegen bei rund 25 Mio. Euro, für die Beschaffung gibt es eine Förderung durch das Land NRW.