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Hamburger Hafen: Start des Projekts DigiTank

Am Seehafen will man den Umschlag künftig digital abwickeln und überwachen. Flüssige und gasförmige Güter sollen damit in Zukunft sicherer und umweltfreundlicher umgeschlagen werden können.

Das Projekt DigiTank am Hamburger Hafen will für Tanklager einen digitalen Zwilling entwickeln, sowie einen innovativen Leitstand und ein mobiles Überwachungssystem einsetzen. Foto: HHM/Peter Glaubitt

Damit flüssige oder auch gasförmige Güter in Häfen künftig sicherer und umweltfreundlicher umgeschlagen und gelagert werden können, werde eine digitale Abwicklung und Überwachung des Umschlags für den Hamburger Hafen immer wichtiger, so die Hamburger Hafengesellschaft.

Wie das aussehen könnte, das will das Projekt DigiTank in den kommenden vier Jahren bei Evos in Hamburg erforschen und testen. Dazu fiel am 16. Januar der Startschuss in Anwesenheit von Hamburgs Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard:

„Die Tanklager im Hamburger Hafen spielen eine wichtige Rolle für die Energieversorgung weit über die Metropolregion hinaus. Der Hamburger Hafen ist ein zentraler Umschlagplatz gerade auch für neue Energien. Ein wesentlicher Teil des Importbedarfs von Energieträgern wird über Einfuhren auf dem Seeweg erfolgen. Es ist daher wichtig, sich mit modernen Prozessen zukunftsfest aufzustellen, um diese wichtige nationale Aufgabe des Hafens weiter sicher und effizient auszufüllen.“

Das Projekt DigiTank
Zentrales Ziel des Projektes DigiTank soll die Entwicklung eines sognannten digitalen Zwillings, der Einsatz eines innovativen Leitstands und ein mobiles Überwachungssystem für Tanklager sein.

Daran beteiligt sind die Evos Hamburg GmbH, die Schotte Automotive GmbH & Co. KG, die Universität Duisburg-Essen, das Hafen Hamburg Marketing e.V. und die Ma-co Maritimes Competenzcentrum GmbH. Zudem seien der UTV – Unabhängiger Tanklagerverband e.V. (assoziiert) und das ZLV – Zentrum für Logistik und Verkehr assoziierte Mitglieder. Michael Lübke, Geschäftsführer Evos Hamburg GmbH:

„Mit DigiTank setzen wir bei Evos neue Maßstäbe in der Digitalisierung und Automatisierung von Tanklagern. Unser Fokus liegt auf der Kombination aus modernster Technologie, wie digitalen Zwillingen und Künstlicher Intelliganz (KI), mit einer starken Ausrichtung auf Sicherheit, Nachhaltigkeit und menschenzentrierten Arbeitsbedingungen. So gestalten wir nicht nur die Zukunft der Logistik, sondern stärken Hamburg als Innovationsstandort.“

Das unterstreiche auch der Projektpartner Dr. Philipp Sieberg, Geschäftsführer bei Schotte:

„Mit DigiTank läuten wir den nächsten Schritt in der Transformation der Hafenwirtschaft ein. Durch die Entwicklung eines digitalen Zwillings in Kombination mit einer KI-basierten Datenverarbeitung ermöglichen wir es, die Tanklager der Zukunft umweltfreundlich, sicher und nachhaltig zu gestalten.“

Durch die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung der verschiedenen Prozesse verspreche man sich, die Sicherheit im Tanklager zu erhöhen und mögliche auftretende Umweltschäden zu minimieren.

Ein weiterer positiver Effekt sei zudem die Entlastung der Mitarbeitenden im Tanklager. Das solle wiederrum die Attraktivität des Berufsbildes steigern, was zu einer Verringerung des Fachkräftemangels in Tanklagern beitragen könne.

Das Projekt DigiTank gehört zum Förderprogramm Innovative Hafentechnologien (IHATEC II). Gefördert wird es durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr mit knapp drei Millionen Euro. Das Gesamtvolumen liegt bei knapp vier Millionen Euro