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Seehäfen Niedersachsen: Containerumschlag wächst um 122 Prozent

Die neun niedersächsischen Seehäfen steigern im ersten Halbjahr 2025 ihren Seegüterumschlag um 4 Prozent auf 27,7 Millionen Tonnen. Besonders Container und Stückgut legen deutlich zu.

Die Seehäfen in Niedersachsen verarbeiten unterschiedlichste Güter – von Fahrzeugen über Projektladungen bis zu Massengütern. | Foto: Eurogate

Die neun niedersächsischen Seehäfen Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg, Stade und Wilhelmshaven haben im ersten Halbjahr 2025 ihr Gesamtvolumen im Seeverkehr erhöht. Wie die Seaports of Niedersachsen GmbH berichtet, wurden 27,7 Millionen Tonnen umgeschlagen, was einem Plus von vier Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.

Wachstum bei Containern und Stückgut

Der Containerumschlag erreichte 664.685 Einheiten. Damit verdoppelte sich die Menge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024. Der Umschlag von nicht-containerisiertem Stückgut stieg um elf Prozent auf 3,7 Millionen Tonnen. Diese Entwicklung ist laut Hafengruppe vor allem auf Projektladungen aus dem Windenergiesektor sowie auf den Transport von Eisen- und Stahlprodukten zurückzuführen. Der Fahrzeugumschlag belief sich auf 844.826 Neuwagen und lag damit drei Prozent über dem Vorjahreswert.

Entwicklung in den einzelnen Standorten

Im Hafen Brake nahm der Umschlag um 13 Prozent auf knapp 2,8 Millionen Tonnen zu. Agrarprodukte sowie Eisen, Stahl und Forstprodukte trugen zu diesem Ergebnis bei.

Cuxhaven verzeichnete ein Plus von 61 Prozent auf rund 1,8 Millionen Tonnen. Maßgeblich waren Komponenten für die Windenergie, Fahrzeuge und Baustoffe. Der Automobilumschlag erreichte 195.280 Fahrzeuge, ein Zuwachs von 16 Prozent.

In Emden stieg das Aufkommen um zwölf Prozent auf knapp 2,4 Millionen Tonnen. Neben Forstprodukten und Teilen für Windkraftanlagen wuchsen auch die Mengen an festen Massengütern wie Baustoffen und chemischen Grundstoffen. Der Fahrzeugumschlag lag mit 611.411 Einheiten auf Vorjahresniveau.

Leer meldete ein Volumen von rund 93.000 Tonnen im kombinierten See- und Binnenschiffsverkehr. Dies entspricht einem Rückgang um zehn Prozent, da Teile der Güter auf die Schiene verlagert wurden.

Nordenham erreichte etwas mehr als eine Million Tonnen und damit acht Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2024. Fehlende Mengen beim Kohleumschlag wirkten sich hier negativ aus, während Flüssiggüter und Stückgut stabil blieben.

Oldenburg blieb infolge der seit Februar 2024 beschädigten Eisenbahnbrücke in Elsfleth ohne seewärtige Verkehre. Der Umschlag im Binnenschiffsverkehr lag mit 375.537 Tonnen auf Vorjahresniveau. Die Brücke soll bis 2028 erneuert werden, um wieder Seeschiffe in den Hafen zu führen.

In Papenburg erhöhte sich das Volumen im Seeverkehr um zwei Prozent auf 324.470 Tonnen. Im Binnenschiffsverkehr stiegen die Mengen um 41 Prozent auf knapp 114.000 Tonnen.

Der Hafen Stade erreichte 2,6 Millionen Tonnen, ein Rückgang von sechs Prozent. Während die flüssigen Massengüter um fünf Prozent auf rund 1,1 Millionen Tonnen zunahmen, sanken die festen Massengüter.

Wilhelmshaven verdoppelte den Containerumschlag auf 664.685 Einheiten. Insgesamt blieb der Standort mit 16,7 Millionen Tonnen auf dem Vorjahresniveau. Der Rohölumschlag verringerte sich um 28 Prozent auf 7,4 Millionen Tonnen. Kohle stieg hingegen um 32 Prozent auf knapp 950.000 Tonnen. Der Fahrzeugumschlag wuchs um 40 Prozent auf 38.135 Einheiten.(av)