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KI im Warteschlangen-Management: Wie Echtzeitanalyse Flughäfen und Museen effizienter macht

Ob am Gate, vor dem Museumseinlass oder im U-Bahn-Knotenpunkt: Warteschlangen kosten Zeit und Nerven. Intelligente Systeme auf Basis von Videoanalyse und KI erkennen Probleme frühzeitig – und helfen, Abläufe dynamisch zu steuern.

Mehrere Personen stehen in einer Warteschlange im öffentlichen Raum: Intelligente Systeme zur Warteschlangenanalyse erfassen solche Situationen automatisch und liefern Echtzeitdaten zur Optimierung von Abläufen. | Foto: Meizhi Lang via Unsplash

Moderne Systeme für Warteschlangenmanagement setzen zunehmend auf Technologien wie Künstliche Intelligenz, Videoanalyse und Echtzeitdaten. Lösungen wie Isarsoft Perception ermöglichen es, Personenflüsse ohne zusätzliche Hardware zu analysieren und zu steuern. Bestehende IP-Kameras erfassen dabei Bewegungsmuster in definierten Wartezonen, ohne dass eine Interaktion durch die Nutzer erforderlich ist.

Das System erkennt automatisch, wenn Personen Wartebereiche betreten, und misst deren Verweildauer. Dabei werden sowohl durchschnittliche als auch maximale Wartezeiten berechnet. Wird ein festgelegter Schwellenwert überschritten – etwa bei Überfüllung oder langer Verweildauer – erhält das Betriebspersonal eine Benachrichtigung.

Datenbasierte Steuerung von Personenflüssen

Zentraler Bestandteil ist ein Dashboard, das Live-Metriken und historische Auswertungen bereitstellt. Diese Daten helfen bei der operativen Steuerung, Personalplanung sowie der Analyse wiederkehrender Belastungsspitzen. Anders als traditionelle Methoden, die häufig auf manuelle Zählung, Tokens oder zusätzliche Sensoren setzen, analysieren diese Systeme das Verhalten von Personen vollständig automatisiert und in Echtzeit.

Zu den Vorteilen zählen ein deutlich reduzierter Personalbedarf, eine einfachere Skalierbarkeit über mehrere Standorte hinweg und eine höhere Flexibilität, etwa durch die dynamische Anpassung von Wartezonen.

Einsatzfelder in verschiedenen Branchen

Flughäfen:

Im Flughafenbetrieb erfassen die Systeme Warteschlangen an sicherheitsrelevanten Kontrollpunkten wie Check-in, Passkontrolle und Boarding-Gates. Die Einbindung von Flugdaten ermöglicht eine dynamische Anpassung des Personal- und Ressourceneinsatzes. Gleichzeitig unterstützen die gesammelten Daten die Einhaltung von Service-Level-Agreements (SLAs) mit Airlines und Behörden. In Litauen kommt eine solche Lösung beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen FIMA an mehreren Flughäfen zum Einsatz.

Museen und Kulturbetriebe:

In Ausstellungen und Museen hilft die Technologie, Besucherströme zu steuern, Gruppenbesuche zu koordinieren und überfüllte Bereiche zu vermeiden. Echtzeit-Heatmaps zeigen die Bewegungsmuster der Gäste und ermöglichen so eine Optimierung der Raumaufteilung. Das Wien Museum setzt seit seiner Wiedereröffnung 2023 auf diese Technologie, um den Besucherstrom über mehrere Ausstellungsebenen hinweg zu analysieren und zu lenken.

Verkehrsterminals:

Auch in Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen kommt die Technologie zum Einsatz. Dort werden Engpässe an Automaten, Bahnsteigen oder Einstiegszonen in Echtzeit erkannt. Bei Betriebsstörungen, etwa durch Zugverspätungen oder Streckenumleitungen, kann das System schnell auf veränderte Passagierbewegungen reagieren und Übergänge zwischen Verkehrsträgern optimieren.

Ziel: Reibungsloser Ablauf trotz dynamischer Bedingungen

Intelligentes Warteschlangenmanagement trägt dazu bei, Wartezeiten zu reduzieren, Engpässe frühzeitig zu erkennen und betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten. Die Systeme bieten sowohl Echtzeit- als auch Verlaufsdaten und passen sich laufend an aktuelle Gegebenheiten an – ohne zusätzliche Endgeräte oder Interaktionen durch die Nutzer. Dadurch entsteht ein flexibles, skalierbares Instrument zur Optimierung von Personenströmen in komplexen Umgebungen.