Kia EV5: Kompakter E-SUV in zentraler Rolle - 530 Kilometer Reichweite
Der koreanische Automobilhersteller Kia legt weiter nach in seinem Elektroportfolio und hat mit dem EV5 ein Modell im wichtigen Kompakt-SUV-Segment vorgestellt, die größte und am schnellsten wachsende Fahrzeugklasse in Europa. Die Einführung in Deutschland ist zum Jahreswechsel 2025/26 geplant. Bereits jetzt gab man erste Details bekannt. Basierend auf der reinen 400-Volt-Elektroplattform E-GMP (Electric-Global Modular Platform) greift das E-SUV das markante Styling des EV9 auf. Der EV5 spielt im sogenannten „Plan S“, der globalen Elektrifizierungs-Roadmap eine wichtige Rolle.
„Der EV5 ist ein Eckpfeiler der europäischen Wachstumsstrategie von Kia. Wir bringen damit ein Modell in das wettbewerbsintensivste Elektrofahrzeugsegment in Europa, das unser ‚Opposites United‘-Design, praktische Qualitäten und in der Elektromobilität verankerte Innovationen miteinander verbindet“, meint Sjoerd Knipping, Chief Operating Officer von Kia Europe.
Charakteristisches Design, komfortables Interieur, XXL-Gepäckraum
Demgemäß gibt es auch hier eine eher „kantige“ Silhouette, eine markante D-Säule sowie an Front und Heck die Kia-typische „Star Map“-Lichtsignatur, deren Grafik an Sternbild-Darstellungen angelehnt sein soll. Markant auch die 18 Zoll großen Felgen des Grundmodells und die 19-Zoll-Felgen der GT-line. Um den Gepäckraum zu maximieren, lassen sich die Rücksitze vollständig umklappen. So entsteht eine ebene Ladefläche von bis zu zwei Metern Länge. Dank des ausziehbaren Staufachs in der Mittelkonsole und weiterer organisatorischer Merkmale soll der EV5 sowohl für die Nutzung in der Stadt als auch für Ausflüge in die Natur und Outdoor-Aktivitäten gerüstet sein. Wie beim EV9 gibt es ein "Lounge-ähnliches" Interieur, Sitze inklusive Massagefunktionen für den Fahrer, vierfach einstellbarer Lendenwirbelstütze sowie Sitzheizung und -ventilation. Zu den Materialien im Innenraum gehören recycelter PET-Kunststoff in Sitzbezügen und Teppichen, Bio-Schaumstoff in Sitzpolstern, Mittelkonsole und Kopfstützen sowie BTX-freier Lack an Türen, Armaturenbrett und Mittelkonsole.
Gute Reichweite auch bei Kälte, 220-Volt-Dose und V2X
Der EV5 soll in der Long Rang-Version mit 81,4-kWh-Batterie eine Reichweite von bis zu 530 Kilometern (nach WLTP, bei 18-Zoll-Rädern) bieten und lässt sich an einer Schnellladestation im Bestfall in 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Die Reichweite soll auch die Energierückgewinnung steigern, inklusive „i-Pedal 3.0“-System, das One-Pedal-Drive ermöglicht. Das „Smart Regeneration System Plus“ nutzt Navigationsdaten, um frühzeitig Bremskraft- und Geschwindigkeitsanpassungen vorzunehmen. Die neue Generation der Batterieheizung und -kühlung sorgt für eine effizientere Erwärmung der Kabine und zugleich dafür, dass die Akkukapazität auch bei niedrigen Temperaturen auf einem hohen Level gehalten wird.
V2X gehört zum guten Ton
Selbstverständlich ist auch das bidirektionale Laden. So dient der EV5 zum einen durch die „Vehicle-to-Load“-Funktion (V2L) als leistungsstarke 220-Volt-Stromquelle (max. 3,6 kW), wobei die externen Geräte an die Steckdose im Innenraum oder über einen Adapter an den Ladeanschluss angeschlossen werden können. Zum anderen verfügt der E-SUV auch bereits über eine Hardware-Vorbereitung für V2X-Ladetechnologien (V2H/V2G), sobald die Infrastruktur bzw. die jeweiligen regionalen Bestimmungen das ermöglichen.
„Wir haben den EV5 mit Blick auf unsere europäischen Kunden entwickelt. Von der Variabilität der Sitzkonfiguration und der ganzjährig hohen Batterieleistung bis hin zum robusten SUV-Styling und dem fortschrittlichen Infotainmentsystem ‚Connected Car Navigation Cockpit’, kurz ccNC, spiegelt jedes Detail die spezifischen Erwartungen europäischer Fahrer wider, denen es nicht allein um die Funktionalität, sondern auch um die Optik geht", meint “, sagt Pablo Martínez Masip, Vice President Product & Marketing bei Kia Europe.
Modernes Infotainment, Updates Over the Air
Beim Infotainment kommt das ccNC als neueste Generation zum Einsatz, das die beiden 31,2-cm-Bildschirme (12,3 Zoll) des digitalen Kombiinstruments und des Navigationssystems sowie einen 13,5-cm-Touchscreen (5,3 Zoll) zur Steuerung der Klimatisierungsfunktionen verbindet. Over-the-Air-Updates (OTA) sowie digitale Upgrades über den Kia Connect Store halten den EV5 durch neue Funktionen und Dienste auf dem Stand. Die Konnektivität soll sich verbessert haben, insbesondere die Routenplanung mit hochpräziser Online-Navigation mit Live-Karteninformationen vom Webserver, die alle vier Wochen aktualisiert werden. Das Klimatisierungssystem ist in drei Zonen gegliedert. Die Benutzeroberfläche zeigt das gewohnt klare Design und verfügt über nur wenige, aber wichtige Tasten. Auch Komfort- und Sicherheitsfunktionen wie ein digitaler Autoschlüssel („Digital Key 2.0“), eine Fingerabdruckerkennung und ein Harman/Kardon Premium-Soundsystem kommen den Wünschen europäischer Kunden entgegen.
Insassenschutz und Assistenz
Schutz für die Insassen soll eine besonders verwindungssteife Karosserie und sieben Airbags bieten. Als eines der ersten Kia-Modelle erhält der EV5 die jüngste Version des intelligenten Geschwindigkeitsassistenten, bei dem auf Basis von Kundenrückmeldungen das Sounddesign der Warntöne und Benachrichtigungen überarbeitet wurde. Zur Assistenzpalette gehören Systeme, die mit Kameras, Radar und Ultraschallsensoren die Umgebung überwachen, den Fahrer vor Gefahrensituationen warnen und, wenn notwendig, aktiv eingreifen. So hält etwa der Frontkollisionswarner 2.0 beim Überqueren von Kreuzungen den Querverkehr im Blick, beugt Kollisionen mit vorausfahrenden oder entgegenkommenden Fahrzeugen in der benachbarten Spur vor und führt bei Bedarf auch ein Ausweichmanöver durch. Der aktive Totwinkelassistent mit Lenk- und Bremseingriff sowie Monitoranzeige überwacht bei Spurwechseln oder beim Ausparken aus parallel zur Fahrbahn liegenden Parklücken den rückwärtigen Verkehr und gewährt dem Fahrer durch die Bilder der Seitenkameras zusätzlich direkten Einblick in die toten Winkel.
Der Autobahnassistent 2.0 mit Hands-on-Erkennung im Lenkradkranz (Hands-on-Detection, HOD) kann eigenständig einen Fahrspurwechsel durchführen sowie in Kombination mit der navigationsbasierten Geschwindigkeitsregelanlage vor Kurven die Geschwindigkeit frühzeitig reduzieren. Der Spurfolgeassistent 2.0 hält das Fahrzeug mittig in seiner Fahrspur und nutzt bei nicht vorhandenen Fahrbahnlinien auch das vorausfahrende Fahrzeug zeitweise als Orientierungspunkt. Der Remote-Parkassistent 2.0 erkennt passende Parklücken und steuert das Fahrzeug selbstständig hinein oder heraus – dank Fernbedienungsfunktion auch, wenn sich der Fahrer nicht im Fahrzeug befindet.