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Dieselersatz HVO100: Regensburg setzt auf saubere Busflotte

Mit dem Einsatz des biogenen Kraftstoffs macht das Stadtwerk einen wichtigen Schritt Richtung klimaneutralem ÖPNV – als Brücke zur vollständigen Elektrifizierung.

Gemeinsam für einen emissionsärmeren Nahverkehr: Sandra Schönherr (Betriebsleiterin das Stadtwerk.Mobilität), Gertrud Maltz-Schwarzfischer (Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg), Mathis Broelmann (Kaufmännischer Leiter das Stadtwerk.Regensburg), Manfred Koller (Geschäftsführer das Stadtwerk.Regensburg) (v. l. n. r.) beim symbolischen Betanken eines Busses mit dem neuen Biokraftstoff HVO100. | Foto: das Stadtwerk Regensburg GmbH

Das Stadtwerk.Mobilität Regensburg hat seine Busflotte teilweise auf den alternativen Kraftstoff HVO100 (Hydrotreated Vegetable Oil) umgestellt. Damit fahren nun rund 95 Busse, die bisher mit fossilem Diesel betrieben wurden, mit dem biogenen Ersatzkraftstoff. Ziel ist es, die CO₂-Bilanz des städtischen Nahverkehrs weiter zu verbessern.

Emissionen deutlich reduziert

HVO100 kann laut Angaben des Unternehmens die Treibhausgasemissionen um bis zu 90 Prozent im Vergleich zu herkömmlichem Diesel senken. Auch lokale Schadstoffe wie Feinstaub, Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Stickoxide werden reduziert. Die verwendete Kraftstoffcharge ist nach Herstellerangaben frei von Palmöl und besteht überwiegend aus pflanzlichen und tierischen Rest- und Abfallstoffen.

Vorbereitungen und Genehmigungen abgeschlossen

Dem flächendeckenden Einsatz gingen mehrere Wochen technischer und administrativer Vorbereitung voraus. Dazu gehörten ein Probebetrieb mit zwei Fahrzeugen, ein Gutachten für die bestehende Tankanlage sowie die Motorenfreigabe durch die jeweiligen Hersteller. Auch das Umweltamt prüfte und genehmigte die Umstellung mit Blick auf den Grundwasserschutz. Zudem wurde die langfristige Verfügbarkeit von HVO100 in entsprechender Qualität sichergestellt.

Keine Einschränkungen im Betrieb

Nach Angaben des Betriebs verläuft der Einsatz des neuen Kraftstoffs reibungslos. Im Probebetrieb konnten keine negativen Auswirkungen festgestellt werden. Auch im Regelbetrieb zeigt sich HVO100 als zuverlässig. Im Vergleich zu fossilem Diesel entstehen dem Unternehmen dabei keine signifikanten Mehrkosten.

„Die Praxistauglichkeit im Betrieb ist für uns von entscheidender Bedeutung. Hier haben wir schon im Probebetrieb keinerlei Nachteile erkennen können. Auch beim nun erfolgten flächendeckenden Einsatz erweist sich HVO100 als absolut zuverlässig und unproblematisch.

Wir schaffen damit, ohne Einschränkungen im Fahrbetrieb oder signifikante Mehrkosten – denn der Preisunterschied zu fossilem Diesel ist äußerst gering – einen wichtigen Schritt in Richtung klimafreundlicherer Mobilität“,

betont Sandra Schönherr, die Betriebsleiterin von das Stadtwerk.Mobilität.

Brückentechnologie zur Elektrifizierung

Die Nutzung von HVO100 ist Teil der langfristigen Strategie zur Reduzierung fossiler Energieträger im städtischen ÖPNV. Bereits heute wird etwa ein Viertel der Busflotte elektrisch betrieben. Diese Fahrzeuge werden mit Ökostrom der REWAG geladen. Die HVO100-Nutzung soll als Übergangstechnologie dienen, bis die vollständige Elektrifizierung der Flotte erreicht ist.

„Als Stadtwerk sehen wir uns in der Verantwortung, den Klimaschutz in Regensburg voranzubringen. Wir haben hierbei zwei entscheidende Hebel: Wir brauchen Ersatz für den Einsatz von Erdgas und eine Alternative zum Diesel. Mit unserer steigenden Elektrifizierung der Busflotte sind wir auf einem guten Weg, der allerdings einen längeren Atem braucht.

Jährlich ersetzen wir sechs bis acht Fahrzeuge, die mit Verbrennungsmotor ausgestattet sind, durch solche, die elektrisch betrieben werden. Den Einsatz von HVO100 verstehen wir als Brücke bis zur weitgehenden Elektrifizierung unseres gesamten Fuhrparks, womit wir sofort tonnenweise fossile CO₂-Emissionen im städtischen ÖPNV vermeiden können.“,

erklärt Manfred Koller, der Geschäftsführer von das Stadtwerk.Regensburg.