Mukran Port: Entscheidung zur Vorpommern-Magistrale gefordert
Am heutigen Montag fährt ein Sonder-Konferenzzug von der Insel Rügen in die Bundeshauptstadt. Mit an Bord sind Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Ziel ist ein Austausch mit Mitgliedern der Bundesregierung, des Haushaltsausschusses und des Bundesverkehrsministeriums über den dringend erforderlichen Ausbau der Vorpommern-Magistrale und damit der Bahnverbindung zwischen Berlin, Angermünde, Stralsund, Sassnitz und Mukran. Auch Vertreter des Mukran Port sind mit im Zug und bei den Gesprächen in Berlin präsent.
Infrastruktur entscheidet über Zukunftschancen
Henry Forster, Geschäftsführer des Mukran Ports:
„Die Vorpommern-Magistrale ist für den Mukran Port ein entscheidender Hebel – sowohl für den internationalen Güterumschlag als auch für die touristische Erschließung der Insel Rügen. Ein leistungsfähiger, elektrifizierter Schienenanschluss schafft die Grundlage für eine wettbewerbsfähige, nachhaltige Hafenentwicklung und stärkt den gesamten Wirtschaftsraum Vorpommern.“
Der Mukran Port entwickelt sich nach eigenen Angaben zunehmend zu einem multimodalen Logistikstandort. Neben etablierten Fährverbindungen nach Skandinavien gewinnt insbesondere der Schienengüterverkehr in Richtung Mittel- und Osteuropa sowie Zentralasien an Bedeutung. Der Ausbau der Vorpommern-Magistrale sei daher zwingend notwendig, um Verkehre effizienter, schneller und klimaschonender abzuwickeln, heißt es.
Auch im touristischen Bereich wäre die verbesserte Bahnanbindung ein Meilenstein für die Insel Rügen. Schnellere, durchgehende Verbindungen zwischen Berlin und Rügen machten klimafreundliches Reisen attraktiver.
Signal an Bundesregierung
Mit dem heutigen Sonderzug wollen die Beteiligten ein gemeinsames Zeichen setzen. Die Region stehe geschlossen hinter dem Projekt und nun sei der Bund gefragt, so die Beteiligten. Forster:
„Die Vorpommern-Magistrale wurde vielfach angekündigt und ist wirtschaftlich wie verkehrspolitisch sinnvoll. Jetzt braucht es eine verbindliche Entscheidung. Der Bund muss liefern: mit einer klaren Zusage, gesicherter Finanzierung und konkretem Zeitplan – für Rügen, für Vorpommern, für die Verkehrswende im Nordosten.“