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Carglass: „Reparatur für die Natur“ wird fortgesetzt

Seit 2017 pflanzt der Glasspezialist für jeden Steinschlagschaden von DEVK-Versicherten einen Baum in Nicaragua. Nun wurde die Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein Primaklima wieder um ein Jahr verlängert.

Primaklima, Carglass und DEVK haben in Nicaragua inzwischen mehr als 100.000 Bäume gepflanzt. (Foto: Primaklima / DEVK Versicherungen)

Im Rahmen des Aufforstungsprojekts "Reparatur für die Natur" pflanzen seit dem Jahr 2017 die DEVK-Versicherungen, Carglass und Primaklima Bäume für jeden reparierten Steinschlagschaden. Gemeinsam schufen die Partner bereits 60 Hektar große Waldflächen - das entspreche 85 Fußballfeldern.

Kleinbauernfamilien haben den Angaben zufolge in Nicaragua bis Ende April 2025 schon 100.000 Bäume gepflanzt – und immer, wenn DEVK-Versicherte einen Steinschlag in der Windschutzscheibe bei einem Partnerbetrieb von Carglass reparieren lassen, kommt ein neuer Setzling in die Erde.

Welche Schäden lassen sich beheben?

Die Kooperationspartner möchten dafür sensibilisieren, einen Steinschlag klimafreundlich zu beheben. Carglass zufolge lassen sich viele Schäden in der Frontscheibe beheben - ohne, die komplette Scheibe auszutauschen. Dies spare Rohstoffe fürs Material sowie zusätzlich etwa 80 Prozent CO2 – das Unternehmen verweist dabei auf Daten der Belron-Gesellschaften aus Frankreich, Belgien, den USA, Australien und Neuseeland.

In der Regel ließen sich Steinschläge gut reparieren, wenn sie nicht im Sichtbereich liegen, kleiner als ein Zwei-Euro-Stück sind und sich noch kein Riss gebildet hat. Wer bei der DEVK kasko-versichert sei, zahle für die Glass-Medic-Reparatur nichts - die Selbstbeteiligung übernehme dann die Versicherung.

Umwelt- und Sozial-Aspekte

"Wir machen das nicht aus Kostengründen, sondern der Umwelt zuliebe", so Daniela Koop, Leiterin der DEVK-Abteilung Kraftfahrtschaden, und ergänzt: "Unser Ziel ist es, die Reparatur der Frontscheibe klimafreundlich anzubieten."

Ihr sei es wichtig, dass die Aktion langfristig und sozial angelegt ist. Das Projekt in Nicaragua, an dem sich die Versicherung und Carglass beteiligen, ist den Angaben zufolge von Plan Vivo zertifiziert. Die Organisation setze den Fokus auf Forstprojekte auch in strukturschwachen Regionen und ländlichen Gemeinden.

Koop zufolge erhalten die Farmerinnen und Farmer in Nicaragua für das Pflanzen und die anschließende Pflege der Bäume faire, regelmäßige Zahlungen, die ihr Einkommen verbessern und ihren Lebensunterhalt sichern sollen, damit ihre Kinder zur Schule gehen können.

Bäume erhalten, CO2 binden

Dadurch hätte die Bevölkerung selbst großes Interesse daran, die natürliche Landschaft zu schützen. Es werde sichergestellt, dass die Setzlinge im Regenwald zu Bäumen heranwachsen und lange erhalten bleiben.

Ein Hektar Wald in Nicaragua bindet in 50 Jahren 300 Tonnen CO2, so die Kooperationspartner. Der durch die "Reparatur für die Natur" entstandene Wald soll demzufolge in einem halben Jahrhundert insgesamt 18.000 Tonnen CO2 aufnehmen. Begleitet wird das Projekt vom gemeinnützigen Kölner Verein Primaklima mit Partnern vor Ort.