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Stellantis begrüßt Aufschub bei CO2-Grenzwerten und will E-Antrieb weiter pushen

Weil die E-Mobilität schwächelt, setzt der Stellantis-Konzern nicht genug BEV ab, um die Flottengrenzwerte einzuhalten. Und begrüßt insofern die Verschiebung der Frist um drei Jahre. Diese müssten genutzt werden, um auch in Kombination mit weiteren Förderungen, mehr Ladeinfrastruktur und günstigerer Energie Kunden zu überzeugen.

Umgesteuert: Weil die reinen BEV sich nicht so gut verkaufen wie erhofft, setzt Stellantis auch auf die Hybridisierung der Verbrenner und stellte jüngst einen neuen Hybrid-Antrieb vor. | Foto: Stellantis

Der Stellantis-Konzern hat die Ankündigungen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Anschluss an das zweite Treffen des strategischen Dialogs zur Zukunft der europäischen Automobilindustrie begrüßt und will die zusätzliche Zeit für beschleunigte Elektrifizierung nutzen. Der Konzern sieht den Aufschub von drei Jahren zur Erfüllung der CO2-Flottengrenzwerte als Pragmatismus der beteiligten Kommissare und Exekutiv-Vizepräsidenten während des Prozesses, insbesondere von Exekutiv-Vizepräsident Stéphane Séjourné und von Kommissar Apostolos Tzitzikostas. Man lege im Konzern großen Wert auf Innovation, insbesondere in den Bereichen Software und autonomes Fahren. 

Wie der europäische Herstellerverband ACEA findet, ist die eingeführte "Flexibilität in Bezug auf die CO2-Ziele mit einer verlängerten Einhaltungsfrist ein sinnvoller erster Schritt in die richtige Richtung, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Sektors zu erhalten, gleichzeitig aber auch den Zielen treu zu bleiben und das Bekenntnis zur Elektrifizierung zu bekräftigen". Es sei nun entscheidend, die vorgeschlagene gezielte Änderung schnell in Gesetz umzusetzen. Diese Initiative könne zusammen mit weiterer Unterstützung gezielter Kauf- und Steueranreize, günstigerer (grüner) Energie und Investitionen in die Ladeinfrastruktur ein echter Beschleuniger für den Übergang zur Elektrifizierung sein, glaubt der Verband.

"Wir begrüßen außerdem die Zusage der Kommission, die Möglichkeit einer direkten Unterstützung der EU-Batteriehersteller zu prüfen. Der Aufbau europäischer Champions in kritischen Sektoren wie bei Batterien für Elektroautos, Halbleitern, KI und Daten sowie die Sicherung des Zugangs zu wichtigen Rohstoffen sind das Rückgrat einer starken, wettbewerbsfähigen und unabhängigen europäischen Automobilindustrie", befinden ACEA und Stellantis.

Man wolle in den kommenden Wochen und Monaten freuen wir uns darauf, den konstruktiven Dialog fortsetzen und Möglichkeiten erkunden, "den Kundinnen und Kunden mehr Auswahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Produktoptionen zu bieten und gleichzeitig den „grünen Wandel“ voranzutreiben", formuliert der Konzern vorsichtig.