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Geotab Connect 2025: Neuheiten bis in alle Ewigkeit!

Die „Connect“ 2025 in Orlando fand im „Epizentrum des Imageneering“ statt: Und so wie Disneyland laut einstiger Aussagen seiner Gründer „nie fertig wird“, entwickelt sich auch Geotab immer weiter. Denn auch für Daten gibt es immer neue Erhebungen und Möglichkeiten, den Alltag der Nutzenden zu verbessern. Entsprechend viele News hat die Geotab-Führungsriege zum 25. Geburtstag im Gepäck.

Geotab-Gründer und -CEO Cawse präsentierte die neuen Möglichkeiten mit AI. | Foto: G. Soller

Schon am Abend zuvor wurde gefeiert und getanzt: Dazu verwandelte Geotab die Brücke zwischen den zusammengehörenden Swan- und dem Dolphin-Hotels in eine „Party-Viertelmeile“ und schon am nächsten Morgen ging es mit schnellen Beats weiter. Darunter auch neu abgemischte europäische Songs wie „Rasputin“ von Boney M., hinter denen einst Produzent Frank Farian stand. Gefolgt von Hands Clap von Fitz and the Tantrums – alles schnell abgemischt mit bassigen Beats.

Der Saal war voll als Mike Branch, Vice President Data & Analytics bei Geotab die Bühne betrat und auf Walt Disney und die Umgebung in Orlando einging: Man befinde sich im „Epizentrum des Imageneering“: Und so wie Disneyland laut Aussagen seines Gründers sich immer neu erfindet, tut das auch Geotab. Denn die Vielfalt der Datenerhebung und -verarbeitung bleibt riesig.

Das Interessante an Geotab ist, dass man nach wie vor eher eine moralische als monetäre Triebfeder hat. Man möchte das Leben der Menschen verbessern. Und tatsächlich begann die Geotab-Story vor 25 Jahren mit einem einzigen Müllsammelfahrzeug, dessen Eigentümer sich selbstständig machte und mit Telematik seine Abfallsammelfahrten optimieren wollte, frei nach dem Motto:

„If you can dream it, you can do it.“

Und so konnte man aus praktisch „Nichts“ – Etwas machen. Es folgten zwei(!) Lkw der Flotte „Brown dog“, die mittlerweile zum Logistikdienstleister wuchs. Danach brachte Branch das Beispiel von Trident Elevator, wo man über die Telematik feststellen konnte, dass ein Mitarbeiter so schwer erkrankt war, dass er zu Hause bleiben musste – das aber nicht mal mehr ordnungsgemäß melden konnte. Und er zeigt uns die Kameraaufnahme des Lkw-Fahrers, dessen Fall wir gestern bei Partner Lytx schon gehört hatten: Vor ihm zieht ein Linksabbieger plötzlich rein – der Lkw-Lenker hatte keine Chance, den Unfall zu verhindern! Was vor Gericht allerdings erst mit der Kameraaufnahme bewiesen werden konnte. Und: Mit Telematik könne man Familien auch Zeit zurückgeben.

Aber Branch hat noch mehr Praxis im Gepäck: „Second Harvest“ setzt sich ehrenamtlich für die Verteilung übrig gebliebener Nahrungsmittel ein und lebt allein von Spenden. Da zähle jeder Tropfen Sprit den man sparen könne, wobei Geotab unterstützt. In UK hat „Milk & More“ derweil die komplette Flotte von Diesel auf Stromer umgestellt und so seitdem 1,8 Millionen Liter Diesel und 5.000 Tonnen CO2 gespart – dank der Datenanalyse von Geotab.

Aber auch „vor der Haustür“ Geotabs in Toronto, wo eine Brücke im Zuge einer Sanierung von drei auf zwei Spuren reduziert wurde – und das über drei Jahre, konnte Geotab dank der „Altitude“-Plattform helfen: Toronto investierte zwar 73 Millionen Dollar extra, was ein vergleichsweise bescheidener Betrag dafür war, dass das Verkehrsproblem dafür langfristig und nachhaltig gelöst werden konnte.

Es sind viele kleine Praxisgeschichten wie diese, welche Branch zum Besten gibt und erklärt:

„Es ist nicht nur die Technik, sondern die Menschen hinter ihr, die sie nutzen.“

Und diese Menschen haben auch immer neue Ideen, die sie an Geotab herantragen, wo man weiterentwickelt, immer weiter – und wie das Disney-Land wohl nie „fertig wird“ mit den neuen Erfindungen. Und ja, man ist mit 4,7 Millionen Subscriptions, 55.000 Kunden und 2.400 Mitarbeitern die Nummer eins in der Telematik.

Geotab kann analysieren, ob sich die Umstellung auf E-Mobilität lohnt

Was Gründer und CEO Neil Cawse so eigentlich nie geplant hatte. Der dezent aber bestimmt auftretende Chef betritt die Bühne und bringt gleich die nächsten Beispiele, denn er weiß aus Erfahrung: Telematik erklärt sich am besten über die Praxis. Zum Beispiel beim Wechsel auf E-Mobilität, für die Geotab natürlich auch ein Analysetool hat. Im kommerziellen Bereich liegt hier Europa mit mittlerweile rund acht Prozent E-Anteil vorn. In den USA und Kanada sind es gut ein Prozent, im asiatisch-pazifischen Raum sind es derzeit laut Cawse rund drei Prozent. Aber: E-Mobilität lohnt sich eben nur, wenn man Kosten spart. Und wo das nicht der Fall ist, sollte man den Kraftstoffverbrauch senken. Und auch da stellt er Einsparraten von zehn bis 15 Prozent in Aussicht, was in Summe viel Geld ist – umgerechnet auf große Flotten.

Autonomes fahren wird noch dauern – so hilft Telematik, den Fahrermangel zu puffern

Auf seine Einschätzung wann es zum autonomen Fahren komme, antwortete Cawse, dass das noch länger dauern könne, vor allem im kommerziellen Bereich. Er sieht zuerst Robotaxis. Und ja, wenn die Disruption komme, dann komme sie rasch – aber eben nicht in den nächsten Jahren. Und im Nutzfahrzeug wird es länger dauern.

Aber man könne den Lenkenden mit AI jetzt schon einen „virtuellen Copiloten“ an die Seite geben, der wohlwollend unterstützt und hilft, Ressourcen zu sparen. Er werde auch oft gefragt, ob AI die Arbeitsplätze der Fahrenden gefährde, worauf er mittlerweile antwortet:

„Nicht AI gefährdet Deinen Job, sondern diejenigen, die AI in Deinem Job nutzen!“

Dazu müsse man die Daten tief anschauen und genau bewerten und erhalte die KPIs, also Key Performance-Indicator-Zahlen, an denen man seine Ziele ausrichten kann. Dann könne man genau ermitteln, was Unfälle kosten, wo man wie viel Energie sparen kann und wie man Routen optimiert. Und gleichzeitig kann man die Daten wieder in die AI füttern, um diese damit weiter zu verbessern.

Und bevor Cawse zu sehr in die Theorie entschwebte, erdete er das Publikum wieder mit dem nächsten Praxisbeispiel: Auch das Flottenmanagement ändert sich schnell, und gäbe mittlerweile eine spezielle Telematik für jede Industrie. Womit man sich „seine“ Daten genau auswerten lassen kann.

Zum fehlenden Lenk- kommt auch fehlendes Service- und Werkstattpersonal

Womit er den Turn zum Fahrer- und Fahrerinnenmangel machte: Bis 2030 würden allein in Nordamerika bis zu 130.000 Fahrende fehlen, und: Schon heute sei das lenkpersonal im Schnitt 58 Jahre alt! Außerdem fehlten in den Werkstätten Mechaniker und Servicekräfte, weshalb größere Wartungs- oder Reperaturarbeiten tunlichst zu vermeiden sind und man besser proaktiven Service nutzt, um die Ausfall- respektive Standzeiten so gering wie möglich zu halten. Telematik helfe hier, schnellere Entscheidungen zu treffen.

Manche OEMs haben bezüglich ihrer Datenqualität durchaus noch Luft nach oben

Was auch für Pkw und OEM gelte, die zwar ihre eigenen sehr guten Daten nutzten, diese aber nur aus der technischen Entwicklung und den eigenen Tests hätten. So kooperiert man weltweit künftig auch mit Volvo Cars, in Europa zudem mit Kia und Volkswagen. Stellantis und die BMW-Gruppe sowie diverse Nutzfahrzeug- und Baumaschinenhersteller sind ohnehin schon mit Geotab „verdrahtet“. Wobei er hier auch kritische Anmerkungen fand, denn die reinen OEM-Daten hülfen den Nutzenden nun eher wenig und die Qualität der Daten der OEM unterscheide sich doch ziemlich – und manche hätten laut Cawse durchaus noch Luft nach oben.

Womit Cawse Sabina Martin, die Vice Präsidentin Produkt Management auf die Bühne holte, die weitere Anwendungen und News vorstellte. Unter anderem das Asset tracking. Hier kann man vom billigen Bauschutt- bis zum voll ausgestatteten Büro- oder Wohncontainer alles tracken und managen.

Für die Elektromobilität gibt es auch ein proaktives „Battery-Monitoring“, dass einem beispielsweise errechnen kann, dass der Akku – gleichbleibenden Einsatz vorausgesetzt, noch weitere dreieinhalb Jahre 100% SOC bieten wird. Mit dem Data Connector kann man diverse Daten verknüpfen.

Man kann AI für neu Auswertungen und Ergänzungen nutzen

Und man kann sich mit AI selbst Programme schreiben lassen: Die Kooperation mit Gemini ermöglicht zum Beispiel genau das, heißt: Cawse spricht ein, welche Daten und Infos er zusätzlich wo wie einbinden und auswerten will und „viola“ – Gemini schreibt ihm das Programm dazu und bindet es in die Geotab-Welt ein. Und siehe da: Binnen zwei Minuten hatte Gemini nach Cawses Anweisungen neue Funktionen integriert!

„Angertriggert“ wurde das aber auch dadurch, dass durchaus Kritik kam, das Geotabs Programme respektive Auswertungen teils schwieriger zu lernen seien als andere und mitunter sehr komplex in der Handhabe. Auch hier legte man nach, sortierte neu und nutzt AI für Lern- und Anpassungsprozesse.

Was man änderte, führte Sabina Martin dann auch wieder am Praxisbeispiel am Anmelde- oder Onboardprozess durch. Außerdem änderte man scheinbar banale Dinge wie die Verpackung: Die kommt jetzt mit QR-Code, mit dem man direkt durch den Anmeldeprozess geführt wird.

Womit Cawse auch auf den offenen Ansatz des „Market Place“ verweist – wo man mit mittlerweile 445 Partnern unterschiedlichste Ad-Ons und Produkte anbietet.

Es folgen weitere Anwendungen, die alle lang bekannt sind und doch Dauerbrenner bleiben: Das unnötige Laufenlassen von Motoren bei Lkw und Taxen, die Überwachung der Kühlmaschinen, damit die Kühlketten nicht abreißen oder die Verknüpfung von Ladezeiten und Plänen bei elektrischen Flotten.

Am meisten beeindruckte uns aber Cawses abschließender Satz, der wieder den Bogen zum niemals fertigen Disney-Land schlägt:

„Wir waren nie perfekt, haben aber immer die Vision, es noch besser zu machen.“

Dem können wir nur hinzufügen: Of Cawse, you can! Die Ideen dürften Geotab auch die nächsten 25 Jahre nicht ausgehen! Es darf also weitergefeiert werden.

Was bedeutet das?

Geotab ist mittlerweile das vierte Jahr in Folge der größte Anbieter von Telematik. Und hat immer neue Ideen und Lösungen, dieses Thema weiterzutreiben. Weshalb wir nach einem viertel Jahrhundert Geotab nur wünschen können: Auf die nächsten 25 Jahre!