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Volkswagen Nutzfahrzeuge: Umsatz und Gewinn auf Höhenflug

Der Umsatz steigt 2023 auf 15,3 Mrd. Euro, das operatives Ergebnis erreicht 873 Mio. Euro.

CEO Carsten Intra (l.) und CFO Michael Obrowski stellten auf der Jahrespressekonferenz die Ergebnisse 2023 von VWN vor. (Foto: VWN)
CEO Carsten Intra (l.) und CFO Michael Obrowski stellten auf der Jahrespressekonferenz die Ergebnisse 2023 von VWN vor. (Foto: VWN)

Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) hat zum dritten Mal in Folge sein Jahresergebnis signifikant gesteigert und mit 873 Mio. Euro (2022: 529 Mio. Euro) einen Rekordwert erreicht. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um mehr als 30 % auf 15,3 Mrd. Euro (11,5 Mrd. Euro). Die operative Umsatzrendite betrug 5,7 % (4,6 %). Für das laufende Jahr kündigte VWN-CEO Carsten Intra ein Modellfeuerwerk an: 2024 werden der neue Transporter und der neue California ihre Weltpremiere feiern, während fast alle Fahrzeuge signifikante Updates erhalten. Während der Jahrespressekonferenz präsentiert Vertriebs- und Marketingvorstand Lars Krause zudem den ID. Buzz GTX im Rahmen einer digitalen Weltpremiere.

Absatzplus von 25 %

Im Jahr 2023 hat VWN 409.400 Fahrzeuge an Kunden übergeben, eine Steigerung von rund 25 % im Vergleich zum Vorjahr. Die positive Entwicklung zeigt sich dabei durchgehend bei allen Fahrzeugen von VWN und in allen Regionen. Insgesamt viermal höher als im Vorjahr ist die Zahl bei den Elektrofahrzeugen: 29.300 an Kunden übergebene Einheiten führen zu einer Quote von 7,1 % batterieelektrischer Fahrzeuge.

Für Finanz- und IT-Vorstand Michael Obrowski ist daneben vor allem der Netto-Cash-Flow eine überaus wichtige Kennzahl: „Nach –259 Mio. Euro im Jahr 2022 haben wir das zurückliegende Jahr mit einem positivem Netto-Cash-Flow von 683 Mio. Euro abgeschlossen.“

Zahlreiche Innovationen

Der Multivan wird 2024 als 4Motion vorgestellt, der als Plug-in-Hybrid eine Innovation bietet: Während die Vorderachse vom Verbrenneraggregat angetrieben wird, übernimmt ein Elektromotor die Hinterachse. So ist eine effiziente und leichtere Umsetzung des Allradantriebs möglich.

Der Crafter startet bereits im ersten Halbjahr 2024 mit einer komplett neuen Cockpitlandschaft und einer Vielzahl von Assistenten in den Vorverkauf – vom Abbiegeassistenten über ein Notbremssystem bis hin zu Spurhalte- und Spurwechselassistenten. Viele der neuen Systeme werden im neuen Crafter bereits zur Grundausstattung gehören.

Der ID. Buzz GTX

Das nun vorgestellte, jüngste Mitglied der ID. Buzz Familie, der GTX, ist mit einer Leistung von 250 kW der stärkste Serien-Bulli aller Zeiten. Dank einer E-Maschine an der Vorder- und Hinterachse bietet er einen 4Motion-Allradantrieb. Auf den Markt kommt der ID. Buzz GTX in zwei Versionen: mit Normalradstand und einer neuen 79-kWh-Batterie (Energiegehalt brutto: 84 kWh) sowie mit verlängertem Radstand und einer daran gekoppelten, ebenfalls neuen 86-kWh-Batterie (brutto: 91 kWh). Die Markteinführung beider ID. Buzz GTX erfolgt im zweiten Halbjahr; der Vorverkauf startet im Sommer.

Space-Fahrzeugfamilie stärkt Nutzfahrzeugkompetenz

Auf Basis der Konzernplattform SSP wird VWN eine eigene Nutzfahrzeugplattform für Fahrzeuge im B- und C-Segment entwickeln – für Personen- und Gütertransport. „Das erste Fahrzeug der Space-Familie wird ein vollelektrischer Crafter sein. Er soll bereits 2028 vom Band rollen. Übrigens gilt auch für alle weiteren Modelle der Familie: Es handelt sich durchweg um vollelektrische Fahrzeuge“, erklärte der VWN CEO. Die Space-Modelle sollen künftig an allen drei Standorten von VWN in Deutschland und Polen gefertigt werden und die Auslastung der Werke erhöhen.

Entwicklung des Autonomen Fahrens im Plan

VWN ist im Volkswagen Konzern für die Entwicklung und den Einsatz von MaaS- und TaaS-Lösungen verantwortlich (Mobility und Transport as a Service). Tests in München, Austin (Texas) und Hamburg mit einem Vorserienmodell des autonom fahrenden ID. Buzz verlaufen nach Konzernangaben allesamt nach Plan. Für das laufende Jahr kündigte Carsten Intra erste Testfahrten mit echten Kunden beim Mobilitätsdienstleister Moia in Hamburg an.