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Jetzt offiziell: Kreditkartenzahlung an Ladestationen ab 50 kW

Die EU hat die Pflicht zur Kreditkartenzahlung bei Ladestationen mit einer Leistung ab 50 kW, die nach dem 13. April 2024 installiert werden, nun offiziell eingeführt.

An Ladestationen mit einer Leistung ab 50 kW, die nach dem 13. April 2024 installiert werden, kann künftig auch mit der Kreditkarte gezahlt werden. (Foto: Enercharge)
An Ladestationen mit einer Leistung ab 50 kW, die nach dem 13. April 2024 installiert werden, kann künftig auch mit der Kreditkarte gezahlt werden. (Foto: Enercharge)

Im vergangenen Herbst hat die EU die Verordnung über den Ausbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) veröffentlicht. Sie soll einen gemeinsamen Rahmen für den Ladesektor für Elektrofahrzeuge schaffen und die Elektrifizierung des Verkehrs fördern. Nun tritt die Verordnung am 13. April 2024 in Kraft.

Eine wichtige Änderung ist die Pflicht bei Ladestationen mit einer Leistung ab 50 kW, die nach dem 13. April 2024 installiert werden, mit Kreditkarte bezahlen zu können. Die EU-Länder haben nun mehr als 18 Monate Zeit, um sicherzustellen, dass die Ladeinfrastruktur die rechtlichen Anforderungen erfüllt.

Bis 2026: Ladepunkte alle 60 km

Zudem legt die EU ein Mindestmaß für die Ladeinfrastruktur auf stark frequentierten Routen fest. Demnach sieht die Vorordnung vor, dass bis 2026 alle 60 km entlang des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) Ladepunkte installiert werden müssen.

Hierzu kommentiert Eemil Rauma, Head of Government Relations bei der Ladeplattform Virta: „Die 60-km-Regel ist ein wichtiger Teil der Verordnung. Die EU-Mitgliedstaaten müssen sicherstellen, dass alle 60 km entlang des TEN-V-Netzes mindestens ein Schnellladepunkt mit einer Leistung von 150 kW und eine kombinierte Leistung von mindestens 400 kW zur Verfügung stehen. Für schwere Nutzfahrzeuge sind es mindestens ein Ladepunkt mit 350 kW und eine kombinierte Leistung von 1.400 kW alle 120 km. Es sollte jedoch beachtet werden, dass es sich hierbei lediglich um Mindestanforderungen handelt und der tatsächliche Bedarf in einigen Ländern bereits viel höher sein kann.“

Was bedeutet das?

Aus Verbrauchersicht ist die neue Verordnung begrüßenswert, denn die Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge werden deutlich verbessert und die Preisgestaltung wird transparenter. Denn sie verlangt von Dienstleistern Einmalzahlungen weiter zu erleichtern, indem neue Zahlungsmethoden an den Ladestationen eingeführt und die Preiskomponenten eines Ladevorgangs dargestellt werden. Vor allem per Kreditkarte zahlen zu können, wird das Laden für Reisende wesentlich vereinfachen: Sie müssen sich keine Gedanken mehr darüber machen, ob sie die richtige mobile App des jeweiligen Anbieters auf ihrem Smartphone installiert haben.