Renault/Kleuster: Neues E-Cargobike vorgestellt
Der französische Lastenradhersteller Kleuster und der französische Nutzfahrzeughersteller Renault Truck weiten ihre 2022 begonnene Partnerschaft aus: Zur Eurobike präsentierten sie ein neues E-Cargobike. Das neue Kleuster 350 soll sich für den intensiven Einsatz im städtischen Umfeld eignen und wurde von Renault Trucks und Kleuster gemeinsam entwickelt, von Renault Trucks gefertigt.
Man wolle dem stark wachsenden E-Commerce, der Forderung nach kürzeren Lieferzeiten, der steigenden Nachfrage nach Flexibilität sowie strengeren Umweltvorschriften damit Rechnung tragen, heißt es vom Hersteller.
Ausstattungs-Features
Das neue, robuste und technisch optimierte Modell wurde gemäß den für Schwerlastfahrzeuge geltenden Anforderungen konzipiert. Entsprechend sorgt ein kettenloser Antrieb für einen reduzierten Wartungsaufwand und eine bessere Verfügbarkeit des Fahrzeugs. Zudem soll eine austauschbare Batterie mit einer Reichweite von jeweils bis zu 35 Kilometer praxistauglich sein.
Die Vorder- und Hinterradaufhängungen sollen für einen besseren Komfort und Stabilität auf jedem Untergrund sorgen. Als klassisches Trike verfügt das Modell über einen sehr kleinen Wendekreis von 2,4 Meter.
Die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) will man durch die technischen Neuerungen niedriger halten. Diese seien ein wesentliches Kriterium für Gewerbetreibende, die auf nachhaltige, rentable und für die Herausforderungen der letzten Meile geeignete Lösungen angewiesen sind, meint der Hersteller. Demnächst will man in erste Praxistests in Österreich starten. Zudem führe man Gespräche mit namhaften Akteuren im Einzelhandel, die Interesse gezeigt hätten.
Das Kleuster 350 ist normkonform (Norm EN 17860) und verfügt über zusätzliche, gemeinsam mit der UTAC - einer unabhängigen, technisch spezialisierten Prüfstelle in Frankreich zur Zertifizierung und Zulassung von Produkten im Automobilbereich - entwickelte Sicherheitsvorrichtungen. Man habe das Fahrzeug harten Dauertests unterzogen, mit mehr als 30.000 Kilometern und 1.440 Betriebsstunden im unabhängigen Testzentrum Transpolis.
Zwei Modelle für diverse Einsätze
Verfügbar sind zwei Modelle mit einer Nutzlast von 150 bis 300 Kilogramm erhältlich. Das Box 350 soll als ultrakompaktes Modell eine hohe Manövrierfähigkeit und eine geschlossene Karosserie mit großem Fassungsvermögen aufweisen und peilt auf Lieferungen der letzten Meile, Kurierdienste, Lebensmittellieferungen, Handwerker oder den inner- und außerbetrieblichen Transport.
Der Pick-up 350 kommt mit einer offenen Ladefläche, einem System aus Bordwänden und ohne Werkzeug abnehmbaren Aufsatzwänden und adressiert Materialtransport, technischen Interventionen, Grünflächenpflege, Stadtreinigung oder interne und standortübergreifende Logistikdienstleistungen. Mit den neuen Modellen erweitert Kleuster sein Portfolio und stellt nun sieben Konfigurationen für die verschiedenen Branchen: Box Freegônes, Fridge Freegônes, Collecte Freegônes, Cleaner Freegônes, Pick-up Freegônes.
Die Entwicklung der Lastenräder erfolgt in Frankreich, die Montage im Renault Trucks-Werk in Vénissieux und der Vertrieb über das Vertriebsnetzwerk des Herstellers. Mit der Markteinführung will der Nutzfahrzeughersteller sein Agebot an CO2-neutralen Transportlösungen abrunden. Die Spanne reicht vom Lastenrad bis zu elektrischen Transportern und Lkw und soll den Logistikbedarf von der letzten Meile bis hin zum Regionalverkehr emissionsfrei abdecken.