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Transporeon: Spotmarkt für Spediteure und Frachtführer gestartet

Die Transportmanagement-Plattform hat ein europäisches Frachtenbörsensegment für Spotgeschäfte zwischen Spediteuren und Frachtführern gestartet.

Transporeon hat sein Freight Marketplace-Angebot erweitert. Foto: Transporeon

Transporeon führt nach eigenen Angaben neue Funktionen ein, die speziell für den Spotfrachtmarkt zwischen Spediteuren und Frachtführern entwickelt wurde. Damit steige man in das traditionelle Segment der Frachtenbörsen ein, hieß es weiter.

Während die Plattform bereits die Verbindung innerhalb des Netzwerks erleichtere, solle die Erweiterung direkt auf die Dynamik zwischen Spediteuren, die verlässliche Kapazitäten suchten, und Frachtführern, die auf der Suche nach Spotladungen seien, zielen.

Das IT-Unternehmen will damit eine Alternative zu den etablierten Frachtenbörsen bieten und auf die eigene technologische Basis sowie den eigenen Nutzerkreis zurückgreifen.

Kostenloser Zugang für Spediteure
Laut Transporeon beseitigt die erweiterte Freight Marketplace-Funktionalität häufige Schwachstellen des Spotmarkts und führt ein disruptives Preismodell ein. Dies soll einen kostenlosen Zugang für Spediteure beinhalten, die Sendungen einstellen, und eine pauschale, niedrige Monatsgebühr von 100 Euro für Frachtführer, unabhängig von der Unternehmensgröße oder der Anzahl der Nutzer. Es bedeute in der Regel eine durchschnittliche Kostenreduzierung von 50 Prozent im Vergleich zu anderen etablierten Plattformen, so das IT-Unternehmen.

Zu den wichtigsten Innovationen des erweiterten Freight Marketplace gehören demnach eine KI-gestützte Verifizierung und eine integrierte Verhandlung. Mit Ersterer ersetzen automatisierte Überprüfungen der Identität des Anbieters und der Versicherungsdetails langwierige manuelle Prozesse und sollen für mehr Geschwindigkeit und Genauigkeit sorgen.

Die Preisverhandlung hingegen findet laut Transporeon direkt auf der Plattform statt und soll durch den Zugriff auf anonymisierte Marktpreis-Benchmarks und -Trends verbessert werden, wodurch ineffizientes Offline-Feilschen überflüssig werde. Jonah McIntire, Chief Platform Officer bei Transporeon:

„Dies ist eine strategische Weiterentwicklung für Transporeon, die die Leistungsfähigkeit unserer Plattform und unseres Netzwerks nutzt. Wir erweitern jetzt unsere bewährten Fähigkeiten, um speziell den Spotmarkt für Spediteure und Frachtführer zu bedienen, ein Segment, das eine Modernisierung und niedrigere Preise verdient. Wir führen eine deutlich kostengünstigere, effizientere und transparentere Lösung ein, die KI und integrierte Verhandlungen nutzt, um die Art und Weise, wie Spediteure und Frachtführer miteinander in Kontakt treten und Spotgeschäfte abwickeln, grundlegend zu verbessern.“

Live-Zugang im April
Die Einführung der neuen Funktionen folge laut Transporeon dem Marktinteresse. So nutzten zehn führende Spediteure den Freight Marketplace bereits aktiv für ihren Spotfrachtbedarf und migrierten Volumen, das zuvor über andere Frachtenbörsen abgewickelt worden sei. Zahlreiche Carrier hätten sich in eine Warteliste setzen lassen und würden im April dieses Jahres einen Live-Zugang zu den neuen Funktionen erhalten. Markus Fürlinger, Chief Information Officer bei der Gartner KG:

„Als führender Logistikdienstleister sind wir immer auf der Suche nach innovativen Lösungen, die die Effizienz und Transparenz auf dem Spotfrachtmarkt erhöhen. Der Freight Marketplace von Transporeon bietet eine überzeugende Möglichkeit, unsere Abläufe zu rationalisieren und stellt eine moderne, kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Frachtenbörsen dar. Dank der intuitiven Benutzeroberfläche, den integrierten Verhandlungstools und der KI-gestützten Verifizierung von Frachtführern sehen wir in dieser Technologie ein großes Potenzial, um unsere Kontakte zu zuverlässigen Frachtführern zu verbessern und unseren Spotfrachtbedarf zu managen.“

Die Ausweitung des Transporeon Freight Marketplace auf das Segment der Spediteure und Frachtführer eröffne eine neue Phase für den europäischen Spotmarkt für Straßentransporte und führe zu mehr Effizienz, Transparenz und Zugänglichkeit, heißt es abschließend.